00:00:00: Psychologische Sicherheit in einer Gruppe heißt nicht, dass mir nichts mehr Angst macht.
00:00:03: Wenn ich einen Fehler gemacht habe ist das trotzdem beängstigend und ein Konflikt ist trotzdem unangenehm Und eine wirtschaftliche Krise macht mich trotzdem ganz unsicher Faktisch unsicher?
00:00:15: Nicht in der Gruppe!
00:00:16: Und diese Dinge machen uns was aus und trotzdem sind wir mutig Weil wir uns sicher fühlen, also ich fühle mich so sicher und das kennen wir auch aus jeder Beziehung.
00:00:26: Ich fühl mich mit dir als meinem Partner so sicher, dass ich jetzt ein total unangenehmes Thema anspreche, das mir richtig zu schaffen macht.
00:00:35: Vielleicht kommen mir sogar die Tränen aber ich spreche es trotzdem an weil ich glaube, dass wir das miteinander tragen können!
00:00:57: Einen wunderschönen guten Morgen lieber Karin.
00:00:59: Herzlich willkommen zur aktuellen Ausegabe von SMP Leader Talks.
00:01:02: Guten Morgen, ich freue mich.
00:01:05: Ja, zuerst möchte ich dir natürlich gratulieren zum Spiegelüberszeller.
00:01:09: Be safe!
00:01:11: Be brave!
00:01:12: Das klingt schon sehr vielversprechend und nachdem man das Buch gelesen hat wundert es einen nicht warum dass jetzt auf der Liste steht.
00:01:20: Vielen Dank.
00:01:22: Und ich freue mich über dieses Thema mit ihr zu reden weil mich das Team auch sehr bewegt.
00:01:29: Im Wesentlichen um die psychologische Sicherheit, bevor wir da aber einsteigen würde ich gerne eine gewisse Begriffsabgrenzung vornehmen.
00:01:37: Zwischen Vertrauen sich anvertrauen einem zu trauen und der psychologisch Sicherheit.
00:01:45: könntest du das ein wenig angrenzen oder abgrenzen?
00:01:49: Super ja vielen Dank total gerne!
00:01:53: Vertrauen ist was viele jetzt vielleicht überraschen wird Risikoeinschätzung.
00:02:01: Das heißt, wenn wir es jetzt – du kannst das auf viele Weisen betrachten, du kannst es philosophisch angucken und du kannst sehr technisch betrachten oder auch wissenschaftlich aber nach den neuesten Erkenntnissen kann man tatsächlich sagen Vertrauen ist eine immer wieder neue Abwägung des Risikos und die Entscheidung ob ich bereit bin mich verletzlich zu zeigen, ein Risiko einzugehen und das hängt natürlich davon ab wie viel Risiko ich sehe.
00:02:26: Und das könnte man jetzt als Vertrauensfähigkeit bezeichnen.
00:02:29: also Wie leicht fällt es mir Risiken einzugehn?
00:02:33: Und wie realistisch betrachte Ich auch Risiken.
00:02:36: je höher ich nämlich Risiken einschätze Im Verhältnis zu vielleicht anderen dass du höher ist eventuell auch mein Misstrauen oder meinen Urmiss Frauen und viele glauben ja vertrauen hat etwas mit Ich kenne jemanden, gut zu tun und das ist es eben tatsächlich nicht.
00:02:52: Das ist Vertrautheit.
00:02:53: also vertraut halt bedeutet wir ich kann aufgrund deiner Berechenbarkeit und dass sich dich schon lange Kerne einschätzen wie du reagieren wirst.
00:03:02: Das is aber eben wirklich eine Einversuch die Zukunft auf Basis der Vergangenheit zu berechnen Und das ist kein Vertrauen weil damit gehe ich keinen Risiko ein im Zweifel das ist sogar eher ne Absicherung.
00:03:15: Das ist mir schon mal total wichtig, diesen Unterschied klarzumachen.
00:03:18: Und dann vertrauen wir...
00:03:20: Keinen bleiben wir aber kurz dabei?
00:03:21: Dass es sich trauen und vertrauen.
00:03:24: Die sind da nahe beieinander.
00:03:27: Ja genau!
00:03:27: Weil ich muss mich trauen zu Vertrauen.
00:03:29: also wenn ich... Wir vertrauen in Bezug auf unterschiedliche Dinge so können wir das glaube ich mal sagen.
00:03:34: Also wir vertrauen immer im Bezug Auf unterschiedliche Dinge.
00:03:37: du hast davon ein paar genannt.
00:03:38: Ich könnte zum Beispiel dir was anvertrauen Das heißt, ich muss mich trauen.
00:03:42: Etwas von mir preiszugeben und jetzt schätze ich also ein wie hoch ist wahrscheinlich das Risiko dass es bei dir nicht gut aufgehoben ist oder die Chance, dass es gut aufhoben ist?
00:03:52: Und ich werde zu einer Entscheidung kommen und dann entscheiden ob ich mich dir an vertraue.
00:03:58: Wir vertrauen aber auch in Bezug auf die Fähigkeiten von jemandem.
00:04:01: Das ist dann das Zutrauen.
00:04:03: Also trau' ich dir eigentlich zu, dass du hier einen richtig guten Podcast machst.
00:04:10: Wir vertrauen auch im Sinne von Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit.
00:04:14: Also wenn ich dir eine Aufgabe an Vertraue, habe ich dann auch das Vertrauen darin dass du sie entsprechend zeitgemäß beispielsweise oder so wie wir sie brauchen auch bewältigst?
00:04:27: Und das hat dann auch was Bezutrauen zu tun aber auch mit Verläslichkeit.
00:04:30: und so vertrauen wir in Bezug auf unterschiedliche Dinge.
00:04:33: Das ist wichtig weil ich kann zur Entscheidung kommen weil ich in deine Fähigkeiten vertraue, aber ich vertrau dir mein Geheimnis nicht an.
00:04:43: Weil ich nicht glaube dass du es für dich behältst und so unterscheiden wir.
00:04:48: das gute daran ist, dass wir Vertrautheit ja nicht beeinflussen können.
00:04:52: die ergibt sich Aber Vertrauen können wir deswegen jederzeit ganz selbstwirksam entscheiden.
00:04:58: Also, wir können jeder Zeit ganz selbstwirksam darüber entscheiden ob wir vertrauen oder nicht.
00:05:03: Das finde ich ist total wichtig weil wir ja oft... Wir leben ja in einer Welt wo wir sagen du musst dir mein Vertrauen verdienen oder du musst meinen Vertrauen gewinnen und da sprechen wir eigentlich eher von Vertraute halt.
00:05:15: Und wenn wir jetzt zur psychologischen Sicherheit kommen Psychologische Sicherheit ist noch mehr als Vertrauen.
00:05:22: Vertrauen spielt damit rein und ist eine ganz wichtige Komponente von psychologischer Sicherheit.
00:05:27: Psychologische Sicherheit ist aber vor allem das Gefühl, dass ich in meistens einer Gruppe von Menschen – also wir sprechen da oft auch eher von mehreren Menschen und nicht von einer Zweierbeziehung -, dass sich in einer Grupe mich so sicher fühle, dass Ich bereit bin, mich zu zeigen wie ich wirklich bin, zu sagen was wirklich ist, also zwischenmenschliche Risiken einzugehen?
00:05:51: Unangenehmes anzusprechen, unbequemes zu thematisieren.
00:05:56: Ohne dass ich Sorge davor habe deshalb in Missgunz zu fallen also ohne das sich Angst hat, dass mein sozialer Status darunter leidet, dass ich persönlich abgewertet werde und da spielt Vertrauen mit rein aber auch noch viele andere Dinge.
00:06:12: In beiden Elementen spielt das Thema Risiko eine sehr große Rolle weil sowohl bei Vertrauen braucht ein Risiko sondern ohne Risiko ist Vertrauen irrelevant, weil das eine Sicherheit bei der psychologischen Sicherheit genau dassgleiche.
00:06:26: Genau es ist immer... also wir Menschen, das ist uns einfach evolutionär angeboren Wir wegen immer das Risiko ab.
00:06:34: Wir sind auf Überleben ausgerichtet.
00:06:37: Das heißt, wir schauen auch unter Gruppen vor allem unter Gruppen wie ist unser sozialer Status?
00:06:43: Weil das ja früher auch wichtig war Wie ist mein Platz in der Gruppe und in der Herde um zu überleben, um einen Platz in der Gruppe zu haben.
00:06:51: Weil ein Platz in die Gruppe hat ja auch Sicherheit gegeben und das ist in uns drin.
00:06:56: Das heißt wir wollen uns unter anderen Menschen sicher fühlen und gleichzeitig... Und dass es immer der schmale Grad zwischen wann fühle ich mich jetzt gerade sicherer?
00:07:04: Wenn ich mich sehr stark anpasse und der Gruppe unterwerfe oder wenn Etwas sage, was der Gruppe vielleicht nicht gefällt.
00:07:12: Gehöre ich dann trotzdem noch dazu?
00:07:13: Fühle ich mich dann trotzdem doch sicher?
00:07:16: und das zu schaffen also so ein bisschen auch gegen unsere evolutionäre Vorprägungen zu gehen Das ist psychologische Sicherheit wenn man so will.
00:07:24: Und welche Rolle spielt dabei selbst Vertrauen weil wenn Ich in mir vertraue Trage gibt es hier Tendenz dass sich das in der Außenwelt zum Ausdruck bringen.
00:07:38: Selbstvertrauen spielt eine ganz wichtige Rolle, weil wir grundsätzlich Persönlichkeitsmerkmale in uns tragen durch unsere Sozialisation.
00:07:48: Das können wir auch gar nicht wegdiskutieren.
00:07:50: die sind da.
00:07:51: Wir haben Erfahrungen gemacht und wir haben ein bestimmtes Urvertrauen In unserem ersten Lebensjahr entwickelt Und wir haben einen bestimmten Menschenbild entwickelt von von Menschen aber auch der Welt und das führt natürlich dazu dass wir Risiken auf eine bestimmte Art und Weise einschätzen.
00:08:05: also ich mache das jetzt mal ganz plakativ Ich erzähle das ja auch immer als Mensch, der das sehr wohl kennt.
00:08:11: Die Zweifel!
00:08:12: Ich bin nicht die, die sagt ich kann das alles und erzähle euch das jetzt mal sondern eher andersrum.
00:08:17: Ich habe selber alles auch durchlebt und glaube ich kann deshalb sagen wie fühlt es sich wirklich an?
00:08:23: Und was könnten Strategien sein, die helfen?
00:08:26: Ich bin mich mit einem guten Urvertrauen ausgestattet Und das wirkt sich natürlich darauf aus, dass ich Schwierigkeiten hatte Beziehungen einzugehen.
00:08:34: Dass ich Schwichtigkeiten hatte mir selbst zu vertrauen und oft spielt auch beides mit rein.
00:08:39: also wenn du schon kein Selbstvertrauen hast oder niedrigeres Selbstvertrauen hast dann hast du auch oft Schwierigkeiten dich andern Dich auf andere einzulassen weil Du eigentlich glaubst Das kann gar nicht sein dass die Dich lieben Oder dass sie dir treu sind Weil Du ja selber schon den Zweifel an Dir hast.
00:08:59: Wenn du also weniger Selbstvertrauen hast, dann führt das grundsätzlich dazu dass du Risiken höher einschätzt und weniger Ur-Vertrauen hast.
00:09:08: Dann führt es auch dazu dass Du Risiken höher einschädst.
00:09:10: Beispiel aus dem echten Leben wenn ich das Haus verlasse so ein ganz banales Beispiel.
00:09:16: Ich checke immer noch mal ob ich wirklich abgeschlossen habe.
00:09:20: Ich würde sogar einen Video davon machen um mir später nochmal anzugucken.
00:09:23: Also sowas beschäftigt
00:09:25: mich.
00:09:25: Was ist mit dem Bügeleisen?
00:09:26: Machen
00:09:26: wir das nach
00:09:27: Hause?
00:09:27: oder Herz, da sind so Themen wo man immer sein Ungutes gefühlt hat.
00:09:31: ja!
00:09:31: Genau das und ich habe mir in meiner Partnerschaft das komplette Pendant gesucht.
00:09:35: also mein Mann hat ein unglaublich ausgeprägtes Urvertrauen und der lässt im Zweifel die Hausjahr einfach auf.
00:09:42: und wenn ich das dann sage dann sagt er Ja aber wer soll denn da kommen?
00:09:47: Und da hätte ich zehn Antworten drauf, wer da kommt.
00:09:49: Weil ich sehe das und schätze das Risiko viel höher ein, dass da jemand kommt als mein Mann.
00:09:56: Ich glaube, das beschreibt diesen grundsätzlichen Unterschied ganz gut.
00:09:59: Heißt also wenn ich als Mensch in eine Gruppe komme, in der mich vielleicht schon sowieso nicht sicher fühle?
00:10:06: Weil ich gerade neu bin!
00:10:08: Das birbt ja sowieso schon Unsicherheit.
00:10:11: dann wird mein Verhalten stark beeinflusst wie man selbst vertrauen ist.
00:10:15: Und jetzt kommt aber ein zweiter Faktor dazu.
00:10:17: Der ist nicht nur mein Persönlichkeitsmerkmal, sondern der ist das System in dem ich dann bin – die sozialen Strukturen.
00:10:24: Das heißt wie ist diese Gruppe?
00:10:26: Wie begegnen sie mir?
00:10:27: Was nehme ich wahr?
00:10:28: Was höre ich?
00:10:29: Was sehe ich?
00:10:31: Welchen Eindruck bekomme ich?
00:10:33: und was wir Menschen tun wenn wir in eine Gruppe kommen ist ganz schnell auszuloten.
00:10:37: Was darf man hier oder nicht?
00:10:39: Was wird hier gesagt?
00:10:40: Was kommt gut an?
00:10:42: Weil wir wollen ja dazugehören!
00:10:44: Das heißt, hier kommen jetzt zwei Dinge zusammen.
00:10:47: Meine grundsätzliche Prägung und meine Persönlichkeitsmerkmale.
00:10:51: plus in welchem Umfeld bin ich?
00:10:53: Und das ist mir wichtig weil wir sehen Menschen mit einem hohen Selbstvertrauen die in einer Gruppe von anderen Menschen total eingehen, weil das System oft stärker ist als der Mensch allein Und wir sehen aber auch Menschen mit einem eher niedrig ausgeprägten Selbstvertrauen, die eigentlich zu zweifeln neigen.
00:11:15: Die sich aber in der Gruppe von Menschen, in der sie sind ganz sicher fühlen und über sich hinauswachsen können weil die Gruppe das ausgleicht.
00:11:23: und deswegen müssen wir immer beide Seiten betrachten.
00:11:26: Und ich glaube, dass es auch das relevante Spannungsfeld zwischen interpersonell und inter-personell.
00:11:33: Weil intrapersonnell ist aber die Frage wieviel Mutig ebenfalls aufbringe in gleichem Umfeld weil man da... Ich kann ja aus unserer eigenen Erfahrung jetzt über hundert Mitarbeitern und sind eher Menschen, die schlau extrovertiert ihr Mutis sind.
00:11:52: Gruppendynamisch merkst du trotzdem einen Unterschied.
00:11:55: Es gibt bei einem Workshop immer einen, der bereit ist die erste unangenehme Frage zu stellen und wenn er unsere Unternehmensfälle lässt, kommt plötzlich ein anderer, der seine Rolle einnimmt.
00:12:07: Dass es wenn du eine offene Kultur hast, dass jemand immer da, das ist aber immer eine Besunde, die vielleicht ein bisschen mehr Mut hat auch unter positiven institutionellen Faktoren schneller und offensiver zu agieren.
00:12:23: Ja, und es ist ganz richtig was du sagst wir nehmen diese Rollen ein.
00:12:28: also das System fordert Rollen von uns und wir nehmen die ein weswegen es auch immer spannend ist wenn beispielsweise Führungskräfte in Teams ausgetauscht werden wie sogar Trainerinnen beim Fußballverein Und in beiden Fällen man sich dann wundert, dass die Phänomene fortbestehen obwohl die Person gewechselt hat.
00:12:46: Weil die Person vielleicht sogar ganz anders ist.
00:12:48: aber das System die gleichen Dinge von uns fordert und das meine ich auch mit.
00:12:52: oft ist das System stärker als ein Mensch allein.
00:12:55: Ja und das ist auch insofern sehr spannend weil diese Risikoabwägung sehr unterschiedlich ausgeprägt ist.
00:13:03: und ich würde kurz an das Thema Mut und Tolkenheit aufgreifen, weil wenn man jetzt sagt Mut ist eine realistische Einschätzung der Risiken.
00:13:13: Tolgenheit ist es ja einfach auslassen der Risikoeinschätzung wo man dann einfach unabhängig davon was die Institution einem Mann droht trotzdem spricht wie... Was ist Mut für dich?
00:13:29: Das ist spannend, dass du diese Unterscheidung machst.
00:13:31: Also für mich ist Mut nicht wenn ich keine Risiken sehe sondern für mich is Mut tatsächlich Ich seh die Risiken und ich mache es trotzdem.
00:13:39: Also Mut ist... Richtig!
00:13:43: Mut ist ein Trotzdem.
00:13:44: also ich habe Angst ich mach' es trotzdem ich fühle mich nicht sicher ich mache's trotzdem.
00:13:49: ich glaube das das Risiko hoch ist und ich machen es trotzdem.
00:13:54: Ich werde zum Beispiel auch oft gefragt ja aber wozu brauchen wir denn noch Mut?
00:13:59: im Buch stelle ich ja auch schon im Titel allein, dass so ein bisschen gegenüber viel safe be brave.
00:14:04: Aber wozu muss ich denn noch mutig sein?
00:14:06: wenn ich mich sicher fühle kommt dann oft und das ist genau das.
00:14:09: wir glauben oft, dass Mut, dass jemand dann mutig ist wenn ich keine Angst mehr habe und das stimmt eben nicht sondern ich kann mich sicherfühlen und trotzdem Angst haben.
00:14:22: Die Sicherheit ist die Ressource, die mir Stabilität gibt in der Angst.
00:14:26: Also psychologische Sicherheit in einer Gruppe heißt nicht dass mir nichts mehr Angst macht wenn ich einen Fehler gemacht habe das trotzdem beängstigend und ein Konflikt ist trotzdem unangenehm Und eine krise eine wirtschaftliche Krise macht mich trotzdem ganz unsicher Faktisch unsicher nicht in der gruppe und diese Dinge machen uns was aus und trotzdem sind wir mutig Weil wir uns sicher fühlen.
00:14:52: Also ich fühle mich so sicher, das kennen wir auch aus jeder Beziehung.
00:14:55: Ich fühl mich so mit dir als meinem Partner, dass ich jetzt ein total unangenehmes Thema anspreche, das mir richtig zu schaffen macht.
00:15:04: Vielleicht kommen mir sogar die Tränen aber ich spreche es trotzdem an weil ich glaube Dass wir das miteinander tragen können Das ist psychologische Sicherheit wenn man so will Und deswegen Das für mich die Ressource, für Mut.
00:15:18: Also psychologische Sicherheit ist überhaupt die Resse aus der Menschen mutig sein können das kommt nämlich nicht von irgendwo.
00:15:26: woher sollen wir diese Energie nehmen in das unbequeme zu gehen?
00:15:29: Wir brauchen irgendwas was herkommen soll.
00:15:32: und ja genau ich würde sagen tollkühnheit Ist die missachtung all dieser Prozesse.
00:15:37: Und es gibt ja viele menschen die von sich aus auch einfach sagen Ich spreche alles an egal wo ich bin.
00:15:43: Ich mache das aus Prinzip Und das finde ich dann spannend im Bezug auf Tollkühnheit und oft auch die Frage nach dem, warum eigentlich.
00:15:55: Jeder hat seine eigene Rolle und authentisch sein und authentische Wirken sind zwei unterschiedliche Dinge ja?
00:16:01: Ja genau!
00:16:03: Vielleicht noch in den Kontext der psychotherapeutischen Perspektive wenn ich jetzt Professor Peterson zitieren würde sagen, man kann eigentlich die Angst nicht reduzieren.
00:16:15: Man sollte den Mut steigern weil diese klassische Exposition der Angst ist das was einen mutiger macht und dass es da wo ich bin ja eher aus der Ecke der Selbstverantwortung.
00:16:31: Ich sage am Ende des Tages muss sich für mich die Entscheidung treffen wie mutig möchte ich sein?
00:16:37: Und da ist ein Schmal gerade zu Tolgenheit.
00:16:40: Ich mache immer einfach was mir einfällt und es ist egal welche Konsequenz das hat, was in der sozialen Grundordnung vielleicht nicht immer der Vorteil ist.
00:16:50: Aber diese kannst du den Mut trainieren?
00:16:55: Oh ja!
00:16:55: Da habe ich jetzt gerade ganz viel, was mir dazu durch den Kopf geht.
00:16:59: also genau... Ganz wichtig, dass wir nicht glauben.
00:17:03: Wir könnten uns Angst abtrainieren oder das Angst was Schlechtes wäre.
00:17:06: Angst ist etwas Total Gutes.
00:17:08: Gesundes und
00:17:09: was total gesund ist?
00:17:10: Und deswegen heißt es ja auch Mut ist wenn man's eben trotzdem macht.
00:17:13: also mut is nicht die Abwesenheit der angst Das ist dann kein mut mehr.
00:17:17: muss ich nicht mutig sein wenn ich keine angst habe?
00:17:20: angst Ist eine ganz wichtige reaktion die uns erstmal ja Informationen gibt.
00:17:28: Also Emotionen sind auch Informationen und das wäre ganz schlecht, wenn wir davon was ablehnen oder damit nicht arbeiten würden.
00:17:36: Und ich glaube dass wir auch gerade in einer Welt leben in der Angst ein ganz großer Bestandteil unseres Alltags ist auf ganz vielen unterschiedlichen Ebenen.
00:17:43: und genau das ist vielleicht das Problem, dass wir denken oh mein Gott!
00:17:46: Wir haben Angst, dass es schlimm Wir müssen aufhören, Angst zu haben.
00:17:50: Ich glaube das macht uns dann unmächtig weil das geht ja gar nicht!
00:17:53: Wir können ja gar nichts aufhörn, Angst Zu haben.
00:17:54: wir müssen lernen mit der angst zu arbeiten und sie zu nutzen Weil das setzt ja auch energiefrei.
00:18:00: Das heißt eher reingehen als davon weggehen Und das ist dann auch wieder Selbstverantwortung und Verantwortung im System.
00:18:09: Das heißt, wir alle müssen an uns arbeiten, dass wir fähig werden mit diesen Emotionen besser umzugehen.
00:18:16: Ich glaube es ist gerade ein Riesenthema, dass so umzugehen, dass wir sie eher nutzen als das wir sie ablehnen.
00:18:26: Weil wir kommen aus einer so defizitorientierten Sozialisation.
00:18:29: Dass wir immer denken, dass negative lässt sich doch irgendwie abtrainieren oder?
00:18:32: Ich habe es nur noch nicht geschafft aber irgendwie geht, dass ich arbeite weiter daran und es ist glaube ich eines der größten Missverständnisse in der Entwicklungspsychologie Das wir glauben Wir könnten anders werden Und ich glaub da gar nicht dran!
00:18:45: Wir können nicht anders werden, wir können aber sehr gut mit dem arbeiten wie wir sind Wenn man so will, die beste Version unserer selbst finden.
00:18:55: Wenn man jetzt mal dieses furchtbare Formulierung bedient.
00:18:59: Ja, der Klaus hat den Schenkette jetzt was dagegen aber gut erlassen lassen.
00:19:04: Dann darüber habe ich mit ihm fast den ganzen Podcast diskutiert ob das eine sinnvolle Angelegenheit ist oder nicht?
00:19:12: Wie waren da... Nicht einig.
00:19:13: Aber ich finde es trotzdem sehr schön, was du aber jetzt zu Recht anmerkst Wenn die bedenken wie schwierig das ist sie selbst zu ändern Dann sollten wir uns wirklich Gedanken drüberzumachen Die anderen nicht enden zu wollen.
00:19:29: Ja weil das ist noch schwieriger.
00:19:33: und ja genau.
00:19:37: Und die Frage ist immer Was ist für uns sich ändern Wie gesagt?
00:19:40: also Ich finde Es Ist dann Nicht Jemand anderes Werden.
00:19:42: Sondern Für mich geht es da viel um Akzeptanz und Annahme, der eigenen Attribute und der eigenen Persönlichkeitsmerkmale.
00:19:50: Und eher zu gucken wie kann ich das nutzen was ich habe?
00:19:54: Das meine ich auch mit deswegen diese beste Version des selbst zu werden.
00:19:59: dass viele verstehen das ja als Ich muss anders werden!
00:20:02: Ich muss eine andere Karin werden und würde immer sagen nein Es geht mehr darum den Umgang mit sich selbst zu lernen.
00:20:09: Den hat uns ja auch keiner beigebracht.
00:20:11: Woher sollen wir den denn wissen?
00:20:12: In der Schule lerne ich zwar wie Mathe geht, aber ich bin völlig überfordert mit mir selbst und dann fangen wir im besten Fall überhaupt erst in Berufsleben an, uns mit uns selbst zu beschäftigen und zu reflektieren.
00:20:23: Und ich muss sagen das war auch mein Glück dass ich mit Anfang zwanzig in einen Beruf geraten bin indem ich das ganz hart machen musste und mich mit mir selber auseinandersetzen musste.
00:20:31: Da habe ich mehr gelernt als in meiner gesamten Schulzeit würde ich sagen.
00:20:35: Kann ich nachvollziehen?
00:20:36: Ich mag ja deutsche Sprache und deswegen finde ich solche Begriffe wie Entfaltung und Entwicklung deutlich besser als Änderung.
00:20:44: Und das ist jetzt im Sinne des Florierens der historischen Philosophie einfach deutlich bessere Variante, die eigene Visionen zu entwickeln und zu entfalten.
00:20:58: Man kann vielleicht zur Thema psychologische Sicherheit.
00:21:02: Warum ist es überhaupt?
00:21:03: Relevant.
00:21:05: Und was bringt diese psychologische Sicherheit?
00:21:08: Ich meine, das ist jetzt schon dreißig Jahre nachher, dass das in Harvard entwickelt wurde.
00:21:12: Aber was sagt die Wissenschaft zu heutigen Zeitpunkt nach dreißiger Jahren Forschung?
00:21:17: Ja also nach dreizig Jahren Forschungsagt die Wirtschaft und die Wissenschaft.
00:21:21: beide sagen eigentlich ganz erst recht, dass psychologischer Sicherheit der wichtigste Faktor ist für performante Teams.
00:21:29: Also für die erfolgreiche Zusammenarbeit und Leistungsfähigkeit in Teams.
00:21:35: Und das sage ich ganz bewusst, so weil nicht nur die Wissenschaft hat geforscht sondern auch Unternehmen wie beispielsweise Google haben groß angelegte Forschung betrieben in großen Projekten und immer wieder sind sie der Sache auf den Grund gegangen was denn nun das Geheimnis von besonders erfolgreichen Teams ist.
00:21:50: und es ist immer an erster Stelle psychologische Sicherheit.
00:21:54: Wir sehen das gerade auch an vielen Kennzahlen.
00:21:56: also für diejenigen die vielleicht sagen ja Das sind ja alle schöne welche Faktoren, aber wir müssen erstmal Geld verdienen oder Geschäft machen.
00:22:04: Dann würde ich jetzt mal ein paar Zahlen nennen weil das ist wirklich ein harter Wirtschaftsfaktor und eben nicht nur einen kommen wir arbeiten mal ein bisschen an der Kultur sondern harter Wirtschaftsfakter, der uns gerade jetzt glaube ich sehr weh tut.
00:22:16: wie sehen beispielsweise dass aufgrund aktueller zahlen wir im Schnitt forty-one Prozent unseres Alltags mit sinnlosen Tätigkeiten verbringen also Arbeiten die zwar das System befriedigen mehr vielleicht in Klammern schöpfen.
00:22:31: Also waren mal sinnvoll, sind nicht mehr sinnvoll und wir haben einfach den Moment verpasst das kritisch zu hinterfragen.
00:22:38: Und ich glaube viele kennen das vielleicht aus ihrem Alltag sie sitzen in irgendwelchen Meetings und fragen sich was das Ganze soll aber sie trauen sich nichts zu sagen.
00:22:47: der Chef will irgendwas.
00:22:48: wissen Sie sagen was der Chef oder die Chefin was sie glauben was der chef oder die chefin vielleicht hören will, statt das zu sagen was sie wirklich denken weil sie Angst haben anzehecken.
00:22:58: Das Protokoll muss geschrieben werden.
00:22:59: alle wissen niemand liest es.
00:23:02: trotzdem wird es gemacht.
00:23:03: oder die Achtzig Seiten Präsentationen für den Vorkast die jeden Monat gemacht werden muss aber nur die letzten zwei Seiten werden überhaupt angeguckt.
00:23:09: aber die achtzig Seiten müssen trotzdem gemacht werden weil die Herleitung ist ja wichtig.
00:23:12: das heißt wir hinterfragen Dinge entweder zu wenig oder wir trauen uns, zu selten das was wir hinter fragen wirklich offen zu legen weil Wir glauben dass wir die gewohnheitsrechte und das liebgeworne von anderen verletzen Und das kratzt an deren identität.
00:23:26: und dann kratz das an unserer identität weil wir dadurch angst haben In persönliche abwertung zu geraten.
00:23:33: Das heißt wir verschwenden also richtig geld.
00:23:37: Dann können wir sagen die emotionale bindung etwas was gallup ja jedes jahr auch ermittelt also die Die Bindung, die ich zu meinem Arbeitgeber habe – auch die wahrgenommene Führungsqualität ist gerade auf dem historischen Tiefstand.
00:23:49: Gut, die ist immer schlecht!
00:23:51: Aber das muss man auch sagen...
00:23:54: Ich glaube, dass es auch eine irrationale Mussannahme gibt, dass die Zufriedenheit in einem Unternehmen gesteigert werden kann.
00:24:03: Dass es irgendwie im Schnitt bei allen immer eine gewisse Unzufriedentheit ist da.
00:24:07: Das ist total fasziniert.
00:24:09: Ich glaube zumindest so, wenn wir so arbeiten wie wir arbeiten dann glaube ich das auch.
00:24:14: Dann bin ich total bei dir!
00:24:15: Ich glaube würden wir elementar Dinge anders machen und nach anderen Leitwerten und Zahlen gehen und andere Dinge messen oder auch mal die Dinge fossieren die nicht messbar sind?
00:24:26: Dann glaube ich wäre das anders.
00:24:28: und die erfolgreichen Kennzahlen oder das was wir als Erfolg definieren das würde trotzdem mitkommen.
00:24:34: der Schwerpunkt wär nur ein anderer.
00:24:35: also ich glaube Wenn wir mehr diese Dinge wie Vertrauen, menschliche Beziehung, Verbindung, wenn wir die mehr in den Vordergrund stellen würden dann würden die anderen den KPIs sich alleine automatisch.
00:24:49: verbessern vielleicht sogar und erfüllen.
00:24:52: Aber wir versuchen immer KPIs zu erreichen, um KPI's zu erreichen.
00:24:55: also wir legen glaube ich den Fokus auf die falschen Dinge.
00:24:59: deswegen bin ich da deiner Meinung und ich glaube gerade ist es ja so dass seventy acht Prozent der deutschen arbeitnehmenden dienst nach vorschrift machen.
00:25:06: nur mal diese zahl.
00:25:08: das sind nicht die die schon innerlich gekündigt haben das sind auch nicht die noch emotional gebunden sind.
00:25:12: das ist die große mitte.
00:25:14: und wenn wir uns jetzt vorstellen Dienst nach Vorschrift machen, dann heißt das ja genau dass.
00:25:20: Ich mache das was ich glaube, was man von mir will aber auch kein bisschen mehr.
00:25:23: Die haben aufgehört Dinge kritisch zu hinterfragen und das kostet uns dann richtig Geld um was wir jetzt als letzte zahl vielleicht Für alle denen das noch nicht reicht.
00:25:32: Was wir dadurch auch wissen ist dass das jedes Jahr diese fehlende produktivität durch sinnlose arbeit Nicht fokussierte Arbeit Und Zu wenig emotionale bindung.
00:25:45: also die menschen fühlen die Tragfähigkeit der Beziehung nicht genug, um kritisch reinzugehen?
00:25:53: Dass das jedes Jahr mehrere hunderte Milliarden Euro kostet.
00:25:58: Allein die deutsche Wirtschaft jedes Jahr.
00:25:59: Ich glaube letztes Jahr waren es ungefähr hundert und dreißig Milliarden Euro.
00:26:06: Kann ich gerne kurz noch einen Punkt aufgreifen weil ich jetzt mit einem Phänomen konfrontiert war bei einem Projekt Die Betreuung zurzeit einen der größten Fahrradhersteller in Deutschland, ein sehr gut positioniertes Unternehmen bei einer Transformation.
00:26:22: Und die waren unglaublich menschenzugewandt!
00:26:27: Ich habe noch nie so einen Unternehmen gesehen in Bezug auf Büroräume, Angebote, Sportmassage – alles Mögliche.
00:26:37: und plötzlich haben jetzt einige mittlerweile beschlossen, auch Antego von IG Metall Betriebsrat zu gründen.
00:26:47: Und sehr viele haben das gar nicht verstanden vor allem die Führung nicht weil die Vorderungskataloge von ID Metall waren alle abgehackt und diese Erschärzung für uns war das Wohlfühlatmosphäre in einem Unternehmen.
00:27:04: trotzdem und ich glaube es gibt eine sogenannte Habituation dass du dich einfach auch an dieses Level irgendwann gewöhnt und sagst, es könnte bestimmt noch besser werden.
00:27:14: Auch wenn ich mir nie ganz klar ist was besser werden kann?
00:27:18: Wie siehst du das auch?
00:27:19: bei der psychologischen Sicherheit gibt es da ja auch eine Art Habituation.
00:27:24: Es kann ja irgendwann ein Kipppunkt erreichen, dass es in einer Harmonie Falle ändert?
00:27:31: Super Frage finde ich richtig gut.
00:27:34: also Es ist tatsächlich so wie du sagst, es gibt so einen Aufwärtsvergleich.
00:27:39: Also je besser es uns geht, desto spitzfindiger bewerten wir Dinge und Missstände die da sind.
00:27:46: Wir suchen fast danach!
00:27:48: Und das ist immer ein Zeichen dafür dass uns Spannung fehlt.
00:27:51: also... ...und auch schön dass du Wohlfühlatmosphäre gesagt hast weil viele sagen ja auch psychologische Sicherheit ist so ein Wohlfelding und das ist ganz wichtig.
00:28:01: Es geht bei der Arbeit nicht darum, dass wir eine Wohlfühlatmosphäre herstellen.
00:28:06: Das ist nämlich der Fehler das Unternehmen glauben jetzt müssen sich alle wohl fühlen und darum geht es gar nicht sondern es geht darum dass wir uns zugehörig fühlen Und es geht darum dass wir Spannungen lernen miteinander auszuhalten und damit zu arbeiten.
00:28:23: ich muss mich nicht immer wohl fühl Manchmal kann es auch richtig hart zugehen und wir können hart in der Sache sein, haben vielleicht gerade einen Streit.
00:28:31: Und dann spüre ich das Adrenalin in meinem Körper und ich muss mutig sein und fühle mich unwohl.
00:28:36: Danach ist aber wieder gut!
00:28:38: Das sind ganz normale zwischenmenschliche Interaktionen die da stattfinden.
00:28:43: Wenn ich mich nur noch wohlfühle, können wir uns ja vorstellen, dann fehlt Spannung und dann fehlt auch wieder Kreativität, dann fehlt Innovationskraft, dann Fehlt Produktivität.
00:28:52: also ich gelange in so eine Litagi könnte man fast sagen.
00:28:56: Und dann bin ich auch richtig schockiert, wenn mir die jemand wieder nehmen will?
00:28:58: Das ist ja das Schlimme!
00:29:00: Das heißt Wohlfühlatmosphäre führt ja auch zu Anspruchsdenken – alles was ich schon mal hatte, ist meins.
00:29:05: und wenn das dann wieder weg ist habe ich das Gefühl, mir wurde etwas genommen.
00:29:08: Ich hab nie das Gefühl ich hatt es jahrelang richtig gut sondern ich habe dann das Gefühl mir wird etwas genommen.
00:29:13: und wir sehen tatsächlich in ganz vielen Unternehmen, die dann auch als goldener Käfig bezeichnet werden übrigens, was ich auch sehr bezeichnend finde, die sehr viel Wohlführatmosphere schaffen dass die Menschen anfangen sich entweder darauf auszuruhen, also sie das Gefühl haben ich muss auch nichts mehr leisten.
00:29:28: Mir geht es ja hier gut und ich setze das jetzt ab.
00:29:30: bis zur Rente gibt's ganz viele Unternehmen in Deutschland wo genau das passiert?
00:29:34: Das ist auch wieder nicht gut.
00:29:36: oder Sie meckern auf einem hohen Niveau an.
00:29:40: Kleinigkeiten weiß ich nicht.
00:29:42: die Kaffeebohnen sind aber hier wirklich keine gute Qualität in dem Unternehmen.
00:29:45: Ja und ich krieg vielleicht Vollverpflegung Aber die Kaffeebohnen schmecken nicht.
00:29:48: Und dass wird dann zum riesen Thema.
00:29:51: Um deine Frage jetzt zu beantworten, das passiert auch mit psychologischer Sicherheit.
00:29:55: Dass Dinge falsch verstanden werden – also Wohlfühlatmosphäre wurde falsch verstand.
00:30:01: Ja den Menschen muss es gut gehen sie sollen wir müssen eine Flourishing-Atmosphere schaffen.
00:30:06: aber das heißt nicht dass alle sich immer wohl fühlen.
00:30:10: und bei Psychologischer Sicherheit heißt das Wir müssen eine sicherer Atmospherie schaffen.
00:30:14: aber Das heißt nicht, dass alle immer nur positive Gefühle haben dürfen weil sie sich sonst nicht mehr sicher fühlen, sondern psychologische Sicherheit zeichnet sich dadurch aus dass es eben weniger harmonisch zugeht und trotzdem alle cool damit sind.
00:30:31: Also Eine sehr plakative Harmonie ist für mich immer eher ein Zeichen dafür, dass psychologische Sicherheit fehlt.
00:30:40: Weil Harmonie eine Schutzreaktion ist.
00:30:42: Das heißt wenn es gefährlich wird gehen wir in Gruppen in ein besonders nettes zu vorkommendes Verhalten weil wir damit kontrollieren können das unser Gegenüber gar nicht erst negative Emotionen entwickelt und das macht uns wieder sicherer weil wir vermeiden Und so entsteht dann eben auch ruinöse Empathie beispielsweise.
00:30:58: Also ich bin so nett zu dir und verheimliche dir alles, was mich stört damit du keine negativen Gefühle hast, mich nicht in die Situation bringst dass es für mich unsicher wird und wir uns jede Möglichkeit nehmen an dieser Beziehung zu arbeiten.
00:31:13: Deswegen müssen wir verstehen das psychologische Sicherheit sich auszeichnet dadurch, dass es richtig unangenehm werden kann cool bleiben und alle das Gefühl haben, wir kriegen das hin.
00:31:23: Wir können das meistern und niemand muss vor allem die persönlichen Kosten dafür
00:31:26: tragen.".
00:31:28: Und ich fand bei deinem Buch den Titel insofern sehr, sehr gelungen weil du sagst Be safe be brave!
00:31:35: Und wenn dich jetzt... Feel
00:31:36: safe be brav!
00:31:38: Also feel
00:31:39: safe bebrav ist
00:31:40: absolut richtig.
00:31:42: Danke dir für die Korrektur.
00:31:44: und wenn ich jetzt an zum Beispiel ein sie amerikanische Campus entwickelungen sehr mit Safe Spaces.
00:31:51: Ich habe mir das ja ehrlich gesagt, ich habe den Kipppunkt verpasst weil früher war er dort die psychologische Sicherheit extrem ausgewogen ausgeprägt dass man die Meinungen fremdartige Natur auch zugelassen hat.
00:32:07: Das ist hier ein wissenschaftlicher Diskurs Dass sich das Bestehende immer in Frage stelle und nicht genau das aufgeben und nur eine Meinung erlaubt ist, ansonsten verletzt man die Gefühle.
00:32:21: Dann ist das eigentlich kontraproduktiv für die produktive Entwicklung der Wissenschaft zum Beispiel.
00:32:28: Genau!
00:32:28: Und das sehen wir auch in vielen Unternehmen, dass genau das passiert.
00:32:31: Das heißt psychologische Sicherheit wird als etwas verstanden was andere davor schützt irgendwie angegangen zu werden.
00:32:38: Und das bedeutet es darf wieder nur gesagt werden was erwünscht ist also Zwar anders.
00:32:43: Es sind dann andere Sachen erwünscht, aber es darf wieder nur gesagt werden was erwünschtes und das ist ein neuer Maulkorb.
00:32:49: und dann wird psychologische Sicherheit eigentlich instrumentalisiert für eine neue Ordnung die man kontrollieren möchte und für eine neuere Konformität.
00:32:58: Und deswegen... Das in schmaler Grad echte psychologischen Sicherheit bedeutet.
00:33:04: alles darf gesagt werden nicht nur dass was erwunschte ist und gleichzeitig auf einer Art und Weise die eben niemanden persönlich abwertet, weil das wiederum psychologische Sicherheit kostet.
00:33:16: Das heißt natürlich – jetzt bin ich bei deinem Begriff Eigenverantwortung selbst Verantwortung – natürlich gibt es Grundregeln in der Kommunikation die uns helfen wie wir Dinge sagen können so dass sie auch anschlussfähig sind.
00:33:29: also wenn nicht eine Kritik äußere Dann beispielsweise so das einmal eins der Kommunikation, der gewaltfreien Kommunikations, dann kann ich eine Ich-Botschaft senden und sagen.
00:33:38: Ich habe gerade das Gefühl dass weil ich nehme war das Und das wirkt auf mich wie und deswegen würde ich mir wünschen Das ist was ganz anderes als wenn ich sagen würde also du hast jetzt hier irgendwie etwas falsch gemacht und dein Verhalten gefällt mir überhaupt nicht und Du musst das mal ändern.
00:33:53: und ja diese Unterschiede gibt es natürlich.
00:33:57: Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass wir alles was wir sagen so weichwaschen oder limitieren sollten.
00:34:02: Dass es wiederum anderen immer gut geht wenn wir das sagen.
00:34:05: Das darf auch irritieren, das darf auch anecken und es darf uns auch mal nicht gut gehen wenn wir Kritik bekommen.
00:34:11: Ja und das ist an glaube ich eine ganz große Frage wie ist für die Emotionales fürs emotionale Empfinden verantwortlich?
00:34:19: Und da ist die Frage Wenn ich die Wahrheit aufspreche und bei jemandem die Gefühle verletze Erlaubt das jemandem zu sagen, dass darf du gar nicht sagen weil das was zum Beispiel an den Campus passiert.
00:34:35: Man darf quasi die Gefühle nicht verletzen und das wird dann ganz schwierig, weil der Abwägung... Auch wenn man in eine Ich-Botschaft etwas zum Ausdruck bringt und das merkt man bei politischen Auseinandersetzungen wie schnell in die Gefühlswelt kippt und vor allem in eine moralische Aufladung, weil man dann sagt das ist einfach moralisch falsch.
00:34:58: Du bist böse!
00:34:59: Dann hat man verloren.
00:35:01: Ja ja ich glaube gerade moral und vielleicht auch Idealismus sind ganz ganz schwierige Faktoren in solchen Diskussionen, weil... Ich könnte ja schon fragen was ist denn eigentlich moralisch?
00:35:15: Also da fängt es ja schon an Und du hast total recht.
00:35:21: Das ist vielleicht wichtig.
00:35:23: Um es mal ganz deutlich zu sagen, wir dürfen die Gefühle von anderen auch verletzen.
00:35:28: Nur nicht absichtlich!
00:35:29: Das ist vielleicht die Unterscheidung.
00:35:31: das heißt ich kann meine Kommunikation ja so darauf abrichten dass sich dich mit Absicht verletzten will.
00:35:35: Das kennen wir glaube ich alle.
00:35:36: wenn wir mal so richtig wütend sind und im Impuls dann haben wir manchmal das Gefühl jetzt wirklich dir eine rein.
00:35:44: Ich glaub das ist ein ganz menschliches Gefühl ist auch ne Schutzreaktion das ist nämlich Angriff Und woran wir glaube ich arbeiten müssen, ist dass wir in keine Angriffskultur rutschen.
00:35:54: Also das wir zumindest unsere Impulse so sehr regulieren – da gibt es Mittel und Wege wie wir das miteinander lernen können.
00:36:01: Ich finde das übrigens auch immer schön daraus ein gemeinsam Lernprozess zu machen damit wir nicht absichtlich aus unserem Impuls heraus in unserer Schutzreaktion andere angreifen.
00:36:13: Aber das heißt nicht, dass ich nicht deine Gefühle verletzen darf!
00:36:17: Weil wenn meine Wahrheit ausgesprochen werden muss dann kann es sein, dass das deine Gefülle verletzt.
00:36:21: Das hat aber im Zweifel gar nichts mit mir zu tun sondern mit dir.
00:36:25: Das ist ja meistens so, dass vielleicht nur etwas sage was du schon wusstest und du magst es gar nicht oder das wurde dir schon mal gesagt und dass deine Verletzung ist jetzt gerade auf einer Ebene, die kann ich gar nicht lösen.
00:36:38: Weil es ist bei dir eine alte Wunde!
00:36:42: Und es triggert dich.
00:36:42: Das heißt da dürfen wir... Wir dürfen nicht versuchen in einen Bereich zu kommen indem wir den Geist des Menschen vor jeglicher Disruption schützen.
00:36:54: Das is Quatsch weil dann schaffen wir... Das ist sogar schädlich Das ist total schädlich.
00:36:59: Genau und das führt auch dazu, dass Systeme ersteifen.
00:37:02: also wir sind dann gar nicht mehr in der Lage mit Disruption umzugehen wenn wir das nicht auch üben.
00:37:06: deswegen würde ich sogar sagen es ist ein Teil des Prozesses miteinander sich zu entwickeln, dass wir auch mal feststellen hey das hat meine Gefühle verletzt.
00:37:13: aber jetzt kommt's.
00:37:14: im psychologisch-sicheren Teams würde ich dann sagen du hast gerade meine Gefülle verletzte.
00:37:18: das hat mich verletzst.
00:37:19: In Nicht Psychologisch Sicheren Teams würd' ich in den Rückzug gehen Ich würde nichts mehr sagen und würde in den zurückzugehen und würde so tun als wäre es okay oder wieder in den Angriff.
00:37:30: Oder in den Angriff, oder in Autonomie und sagen jetzt mache ich was ich will du kannst mich mal!
00:37:34: Und deswegen sollten wir glaube ich generell psychologische Sicherheit nicht als Zustand betrachten.
00:37:42: also viele denken so sieht Psychologische Sicherheit aus.
00:37:46: das ist kein fertiger Zustand sondern es ist eine fortlaufende Dynamik in Gruppen die immer wieder trainiert werden muss und auf die alles Einfluss hat, und die auch auf alle Einflüsse hat.
00:38:01: Deswegen glaube ich wenn Gefühle verletzt werden ist das eher erstmal eine Informationen, eine wichtige Information Und dann zeigt sich die psychologische Sicherheit daran wie wir damit umgehen und daraus kann sie auch wachsen.
00:38:14: Aber sie ist kein fertiger Status den wir definieren können.
00:38:17: Sie sieht im Zweifel in jedem Team auch immer ein bisschen anders aus.
00:38:20: Es kommt oft auf die Art der Arbeit und das Geschäftsmodell an, in Wirtschaftsprüfungen beispielsweise sieht sie im Ergebnis bestimmt anders aus als in einem Kindergarten ja?
00:38:29: Weil die Kultur und der Kontext so unterschiedlich sind und in der Wirtschaftsprüffung ist es einfach Teil des Jobs dass wir den Fehler beim anderen suchen und ihn hart damit konfrontieren im Zweifell sogar auflaufen lassen.
00:38:42: Jetzt können wir uns fragen, wie viel psychologische Sicherheit ist da möglich.
00:38:44: Das heißt, wir müssen das als fortlaufenden dynamischen Prozess betrachten und unser gängiges Verhalten miteinander gibt uns Informationen darüber wo wir gerade stehen.
00:38:54: Kann ich noch?
00:38:54: Wer kennst du überhaupt, ob eine psychologisch Sicherheit vorhanden ist auch aus der Führungsperspektive
00:39:01: Auch wieder ganz unterschiedlich.
00:39:03: Ich finde was inzwischen wirklich ein guter Gradmesser ist wenn Menschen sich zurück halten Also... Wir kennen das glaube ich alle Dann mache ich eine Team-Entwicklung, also dann bin ich schon beim Team.
00:39:15: Ich kann gleich auch mal sagen wie es so ist wenn ich mit einer Führungskraft arbeite allein aber wenn ich jetzt schon im Team bin... ...dann ist für mich der erste Gradmesser immer spürig Zurückhaltung und ganz ehrlich die spüren wir sofort!
00:39:26: Es ist auch eine große Gabel des Menschen dass wir relativ schnell merken hier ist irgendwas Auch wenn man noch nicht sagen können was.
00:39:33: Aber die Tatsache das es nicht ausgesprochen wird Ist schon der erste Hinweis darauf psychologische Sicherheit zumindest nicht vollumfänglich da sein kann.
00:39:43: Also, zumindest nicht in ihrer vollen Ausprägung wenn man vielleicht nach Timothy Clark zum Beispiel geht der das ganze Jahr in vier Stufen teilt und dann wäre so eine vollausgeprägte Challenger Safety also eine wir challenging hier alles und trauen uns jeden Konflikt anzusprechen und stellen alles infrage wäre dann schon mal nicht gegeben.
00:40:03: so.
00:40:03: und dann gucke ich weiter.
00:40:05: also beispielsweise Wenn wir dann ein Schritt weiter sind, geht eigentlich jemand in die Verantwortung.
00:40:11: Also sagt jemand hey ja stimmt das hätte ich anders machen können.
00:40:14: oder hey ja an der Stelle kann Ich sagen da würde ich gerne wissen wie ich das besser machen kann.
00:40:20: Ja also diese Eigenverantwortung wieder wird die eigentlich offen thematisiert und sind menschenbereit da besser zu werden in die Verantwortung zu gehen und sich auch Challengen zu lassen.
00:40:31: Das wäre dann so eine Contributor-Safe, die beispielsweise.
00:40:33: Und so kann man sich ein bisschen langhangeln.
00:40:36: also wie viel trauen die Menschen sich in dieser Gruppe?
00:40:40: Und was passiert auch wenn ich fragen stelle daran merke ich sofort ob psychologische Sicherheit da ist.
00:40:45: Wenn keiner antwortet weiß ich sofort okay wir haben hier einen Thema Und wenn ich mit einer Führungskraft alleine bin, dann sehe ich das Team ja nicht.
00:40:51: Meistens habe ich das team noch gar nicht kennengelernt und da finde ich immer ist ein gutes Zeichen, wenn die Führungskraft Fragen nicht beantworten kann.
00:41:00: also Ich fragt dann sehr konkret nach Wenn die.
00:41:04: Klassisches Beispiel habe ich im Moment ganz viel Das Team geht nicht in die Verantwortung Die Qualität stimmt nicht.
00:41:10: Ich muss einmal eingreifen.
00:41:11: die denken irgendwie nicht mit dass es so einen ganz typischer Fall gerade.
00:41:16: Das Interessante daran ist, dass sich oft gar nichts sagen lässt ob das Team nicht in die Verantwortung geht.
00:41:23: Ob die Führungskraft eingreifen muss weil das team nicht in Die verantwortung geht oder ob das team Nicht in die verantwortungen geht weil sie es gewohnt sind dass die führungskraft sowieso ständig eingreift.
00:41:32: also Es entsteht so ein problem kreislauf.
00:41:34: wir wissen nicht was der auslöser von was denn Was ist die Kausalität?
00:41:39: Weil ganz ehrlich, klar.
00:41:41: Es sehe ich schon bei meinen Kindern wenn die das gewohnt sind dass ich alles für sie mache dann werden die es nicht machen weil sie sind's gewohnte dass ich jetzt mache.
00:41:47: Das fängt schon ganz früh an und so funktionieren wir Menschen nun mal.
00:41:52: D.h.,
00:41:52: ich stelle dann Fragen woran genau machst du das fest?
00:41:55: Was habt ihr dazu besprochen?
00:41:56: Was haben denn deine Leute dazu gesagt, wenn die jetzt hier sitzen würden.
00:41:59: Was würden sie dann sagen?
00:42:01: Wann greifst du denn genau ein?
00:42:02: Warum und was für Gespräche am Vorherstatt gefunden?
00:42:05: Und oft ist es so das dann sehr schnell klar wird dass die Führungskraft diese Fragen nicht beantworten kann.
00:42:10: Was ja zeigt, dass sie mit ihrem Team darüber gar nicht gesprochen hat.
00:42:14: Was bedeutet da wurde einiges vermieden Und dann ist es auch erst mal für mich egal von welcher Seite, aber da ist ein Leck in der psychologischen Sicherheit.
00:42:22: Weil sonst hätten wir die Dinge miteinander schon diskutiert und dann hätten wir gesagt oh wir finden keine Lösung.
00:42:27: jetzt holen wir uns mal jemandem.
00:42:29: Aber wenn wir noch gar nicht die Klarheit haben und die Transparenz über die unterschiedlichen Standpunkte und Bedürfnisse Dann ist meistens auch weniger psychologische Sicherheit vorhanden.
00:42:39: Weißt du wie das Erkennen?
00:42:42: Wie stark die psychologischer Sicherheit in unseren Projekten oder quasi in unserem bei unseren Mandanten ausgeprägt ist.
00:42:48: Erzähl mal!
00:42:50: Die zählen Anzahl der Elefanten im Raum, die nicht...die die Kanz sind aber nicht ausgesprochen, ist das jetzt ein Paar oder eine Horde?
00:42:57: Ja genau.
00:42:58: Und danach, dass es unsere Heuristik zuerkennen.
00:43:02: Sehr schön.
00:43:03: Es ist im Prinzip das Gleiche.
00:43:05: also wie viel wurde nicht aus gesprochen?
00:43:07: super finde ich auch schön das in den Elefanten im Raum zu
00:43:11: zu gradieren.
00:43:12: Und ich habe jetzt ein Projekt und Bilateral wird so ein Klartext gesprochen, und am Ende wird gesagt wir sind der totalpolitische Laden.
00:43:24: bitte das nicht mit meinen Namen in Verbindung bringen dann weiß du psychologische Sicherheit ist hier nicht sehr stark ausgeprägt
00:43:33: ja absolut überall dort wo Politik Ein Thema ist also Machtspielchen, Unternehmenspolitik.
00:43:43: All diese Dinge so dieses ... Wie verhalte ich mich jetzt?
00:43:46: Das ist ja pure zwischenmenschliche Angst.
00:43:50: Also das Gegenteil psychologischer Sicherheit.
00:43:52: Ich muss nur dann politisch agieren wenn ich strategisch handeln muss weil ich nicht Klartext reden kann und weil das sich zu unsicher anfühlt.
00:44:02: Also muss ich strategische agieren um mich selbst zu schützen.
00:44:07: wächst unser Podcast und Topgäste sagen noch schnell zu.
00:44:11: Abonnieren Sie unseren Kanal, aktivieren sie die Glocke und wir liefern die besten Köpfe für Sprachen!
00:44:18: Was für mich sehr interessant war – ich habe mich jetzt ein bisschen mit dem Konzept der Psychologischen sicherheit auch in Vorbereitung auf unsere Gespräche beschäftigt -, dass die Grundvoraussetzung damit die psychologische Sicherheit auch produktiv bleibt ist Die Leistungsanforderungen an einem Team müssen hoch sein.
00:44:40: Ansonsten landet man in einer Komfortzone.
00:44:43: Das war sehr, sehr spannend dass du quasi auf eine Achse psychologische Sicherheit hast auch der anderen Achse Ambitionengrad oder Anspannungskrad der Leistungsäußerung und wenn beide Faktoren hoch sind dann hast Du eine performante Organisation.
00:44:59: Und wenn Psychologische Sicherheiten niedrig ist aber die Leistungsanforderungen hoch, dann bist du dysfunktional.
00:45:06: Weil das ist eine Kultur der Angst herrscht.
00:45:09: Ist es das was du auch teilen kannst?
00:45:12: Ja!
00:45:12: Das ist super übersetzt genau das was ich vorhin meinte mit wir brauchen Spannungen also hohe Leistungsziele erzeugen Spannung und genau diese Spannunge brauchen wir weil sonst sind wir wieder in dieser Wohlfühlatmosphäre und streng uns nicht mehr an und dass führt dann wieder zu einer Lethargie die dazu führt Unzufrieden sind, Fehler suchen und dann wieder dieses Phänomen des Bemängelns kleinster Kleinigkeiten.
00:45:42: Weil uns Spannung fehlt!
00:45:46: Das kennen wir ja auch aus der Entwicklungspsychologie.
00:45:48: Wir müssen uns immer ein bisschen überfordern – also immer ein Bisschen stretching Goals quasi.
00:45:55: Immer ein bisschen mehr als wir uns eigentlich zutrauen.
00:45:57: und diese Grundspannung brauchen in einem Team um überhaupt Ja, leisten zu können.
00:46:05: Überhaupt leistungsfähig zu sein!
00:46:08: Das ist wie bei einem Gummiband, ne?
00:46:09: Also kann man ja ganz schön als Analogie nehmen wenn das da so schlaff in der Ecke hängt.
00:46:14: Da kommt auch nicht viel darum.
00:46:15: aber wenn du es auf Spannung setzt dann kannst du damit anders arbeiten und so ähnlich ist es bei uns in Gruppen auch.
00:46:22: Es ist wie mit dem Immunsystem auch.
00:46:24: also wenn dass nichts zu tun hat dann fängt es an gegen sich selbst zu arbeiten und wenn in Organisationen Menschen nichts zutun haben dann fangen sie eben auch an gegen Sich selbst zu Arbeiten
00:46:33: Weil denn die Langweilung Sinnhaftigkeit fehlt, auch diese Spannung auszufalten und die Menschen suchen Herausforderungen.
00:46:43: Das ist das was viele unterschätzen.
00:46:45: wir brauchen permanent etwas was wir überwinden können dass es durch die Evolution so angelegt alle die sich ausgerucht haben nicht überlebt.
00:46:55: ja wie sind quasi die Schöpfung der Evolution und die König Und wir müssen eine gewisse Last tragen.
00:47:02: Deswegen diese Selbstwirksamkeit ist so wichtig und wenn du die nicht entfalten kannst, beginnst du sie in destruktive Art und Weise hinzulenken?
00:47:13: Genau!
00:47:14: Der Mensch will einen Beitrag leisten der sucht Beschäftigung und sucht irgendwas sinnvolles.
00:47:19: Wenn wir ihm das geben dann können wir gemeinsam auch erfolgreich sein.
00:47:22: Wenn nicht wird es nicht gut enden.
00:47:26: Auf der anderen Seite, wir wissen ja dass in sozialen Konstruktionen auch an Passungsfähigkeit gewisse Vorteile bieten kann und ich glaube auch das wäre jetzt wieder schwarz-weiß denken zu sagen Anpassungsfähigkeiten ist schlecht.
00:47:42: Du musst einfach so authentisch bleiben sowie Zuhause wie du mit Kindern redest.
00:47:48: So musst du authentisch auch mit deinen Kollegen reden.
00:47:50: Das funktioniert nicht.
00:47:53: Was denkst du über authentisch sein?
00:47:56: Oh, schöne Frage auch.
00:47:57: Ja also deswegen da passt ganz gut vorhin unsere Diskussion auch dazu.
00:48:01: was ist eigentlich meine Verantwortung wenn ich dann denn meine Wahrheit ausspreche?
00:48:05: und wenn ich so ehrlich bin natürlich habe ich trotzdem eine Verantwortung und Anpassung ist überlebenswichtig in ganz vielen Situationen auf ganz vielen Ebenen.
00:48:20: Nur das Maß der Anpassung, dass ist die Schwierigkeit.
00:48:24: Das heißt wir müssen wenn wir in einem Unternehmen sind ja irgendwie auch Rücksicht aufeinander nehmen und wir müssen uns irgendwie einigen auf Werte und wir wissen uns einigen off Ziele.
00:48:33: und um die Komplexität einigermaßen im Zaum zu halten, müssen wir uns natürlich gewissen Dingen anpassen.
00:48:39: Wir können nicht immer nur unser eigenes Ding machen sonst haben wir Chaos.
00:48:43: Aber das aber der Grad der Anassung das is so spannend Vielleicht dazu ganz anderes aus einer ganz anderen Richtung gedacht, der Mensch ist nicht dafür gemacht Balance zu halten.
00:48:55: Wir sind nicht gut darin eine Balance zu finden zwischen kritisch hinterfragen und anpassen oder authentisch sein wie du es jetzt nennst und sich aber ein Stück weit auch anpassen weil wir dann ständig immer überlegen müssen was mache ich jetzt?
00:49:14: Ich muss also ständig entscheiden Pass ich mich jetzt an oder eckig an.
00:49:19: Und das ist kognitiv und emotional super harte Arbeit, wir haben aber gar nicht so viele Ressourcen dafür.
00:49:25: aus der Selbstteuerungstheorie wissen wir dass es wie ein Energiespeicher und je mehr Entscheidungen ich treffen muss desto mehr verliert dieser Energiespeicher am Vorrat Und das lenkt mich ab, macht mich unproduktiv und im Zweifel sogar krank.
00:49:40: Also es erschöpft am Ende wenn wir dauerhaft so viel Energie mit diesen Entscheidungen verlieren.
00:49:45: Das ist auch der Grund warum wir dann in Unternehmen oft nur eine von beiden Kulturen in Teams finden.
00:49:51: also entweder sie sind sehr angepasst, sehr harmonisch oder wir haben so ne richtige So ein covered-under-Mining schon fast.
00:50:00: Alle hinterfragen sich gegenseitig und alle stellen alles infrage, vielleicht aber nicht öffentlich und man ist so richtig konfrontativ weil das letztendlich erstmal einfacher ist für uns.
00:50:12: Das ist einfacher bei weniger kognitive Arbeit, weniger k cognitiver Anstrengung und das ist überall im Leben so.
00:50:18: und deswegen ist es glaube ich wichtig dass wir die Arbeit auch strukturieren.
00:50:22: wenn wir wissen Wir wollen psychologische Sicherheit Ich werde dann oft gefragt, ja okay wir verstehen wir müssen Dinge kritisch auch ansprechen.
00:50:31: Wir müssen auch mal über unangenehmes Unbequemes sprechen.
00:50:34: aber wird Karin wir müssen doch auch fertig werden.
00:50:37: Wenn wer jetzt alle nur noch kritisch sind dann wären wir nicht mehr fertig Dann kriegen wir nichts mehr zustande.
00:50:41: und ich glaube das beschreibt genau diesen konflikt dass Menschen immer Angst haben dass es in so einem extrem geht.
00:50:47: Und deswegen Es ist strukturell so wichtig, dass wir psychologische Sicherheit nicht nur auf Basis von Psycho- und Verhalten denken sondern auch auf Basissystemen und Struktur.
00:50:58: Ich kann ein Team so organisieren das das Team immer weiß.
00:51:02: heute treffen wir uns hier für diese Stunde um alles kritisch zu zerflücken dann ist es erwartbar und Erwartbarkeit nimmt Gefahr.
00:51:11: Das heißt, ich schaff erst mal ein Stückchen Sicherheit für diese Runde.
00:51:13: Alle wissen hier bin ich jetzt um was Kritisches zu sagen ist auch losgelöst von meiner Person nicht erfülle Jetzt das.
00:51:19: also macht das was man von mir will dass können wir das erstmal gut und in der nächsten Stunde treffen wir uns vielleicht um was fertigzustellen.
00:51:26: Und dann ist klar hier wird nichts mehr hinterfragt.
00:51:29: jetzt muss es fertig werden.
00:51:30: war heute abgabe beispielsweise?
00:51:32: Das erleichtert uns wahnsinnig, weil wir nicht mehr überlegen müssen welcher Modus jetzt gerade gefordert wird von uns.
00:51:39: Sondern es ist einfach klar aber genau die Struktur fehlt oft!
00:51:42: Wir sitzen dann in einem Meeting, sechzig Minuten das fängt irgendwie an, wir diskutieren irgendwas, dann denkt irgendwer ah wir sind ja jetzt fertig ich mache meinen finalen Vorschlag, dann diskutieren wer aber wieder dann hinterfragt dass irgendwer jemand äußert sich kritisch?
00:51:56: Dann will man wieder fertig werden und so erleben wir schon Minuten, völliges Chaos und müssen mehrfach entscheiden.
00:52:03: sage ich jetzt was oder passe ich mich an.
00:52:06: Das ist wahnsinnig anstrengend.
00:52:08: die Leute gehen aus dem Meeting und sind völlig fertig.
00:52:10: Wenn wir das strukturieren würden dann hätten mir eine große Entlastung und psychologische Sicherheit würde davon profitieren.
00:52:16: Ja und ich glaube das was du in deinem Buch schalt Psychologische Sicherheit ist kein Freifahrtsschand für schlechtes Benehmen.
00:52:22: das sollte man auch vor Augen halten.
00:52:26: Und ein anderer Punkt wie auch zum Beispiel immer wieder mit empfehlen, dass wir sagen du kannst für einen Meeting einen Kritiker quasi eine Rolle zuweisen.
00:52:39: Man muss nur aufpassen das diese Hut des Kritikers wandert weil man ansonsten auch irgendwann in einer Ecke als Person abgestempelt wird, dass er da immer etwas zu kritisieren hat.
00:52:51: ich glaube es ist ganz wichtig.
00:52:52: dann gibts doch jedem aus strukturelle Perspektive die Chance eine Äußerung zu treffen und Es geht nicht um eine Balance, es geht um das Balancieren.
00:53:02: Das sagt der Sprenger und das mag ich auch als Bild von
00:53:06: ihm.
00:53:06: Ja total!
00:53:08: Das nenne ich im Buch den Advocatus Diaboli.
00:53:10: Den kennen bestimmt viele.
00:53:12: so als Rolle ne?
00:53:13: Also dieser Kritiker, der Anwalt des Teufels also der noch mal alles kritisch hinterfragt Genau, ich finde auch dass man damit sehr gut arbeiten kann wenn die Rolle rotiert und alle sie erleben.
00:53:24: Und die erfüllt zwei Funktionen vielleicht nochmal in Bezug auf psychologische Sicherheit.
00:53:29: Sie macht eben erwartbar von der Person kommt heute was kritisches es wird erwartba damit nimmt das dem Ganzen die Gefahr Und sie entkoppelt die Funktion von der Persönlichkeit.
00:53:42: Genau, das heißt wenn ich jetzt der Advokatus bin in unserem Meeting heute dann sage ich fünf kritische Dinge aber ich sag die nicht als Karin sondern ich sage die wieder weil ich tue was
00:53:52: man von mir
00:53:53: will genau und dann kann mir das keiner übel nehmen weil im Zweifel ist es nicht mal meine Meinung.
00:53:58: aber ich erfülle eine Funktion
00:54:02: vielleicht Frage in Bezug auf die Führungskräfte.
00:54:05: Ich habe mich auch sehr viel darüber gesprochen, dass die Mannschaft zum Wort kommen darf.
00:54:13: Aber die Fährungsraft muss auch damit umgehen können genug Mut aufzubringen diese Wahrheit auszuhalten und das erfordert auch verdammt sehr sehr viel sempfswert Gefühl und auch Trennung zwischen Kritik und Person.
00:54:32: Wie viel verträgt, wieviel Mut verträgst?
00:54:36: Eine Organisation.
00:54:37: Wie viele psychologische Sicherheit verträgen man ja.
00:54:41: Ja ich würde dazu vielleicht gerne kurz einen kleinen Bogen machen warum wir überhaupt so wenig davon vertragen wenn das okay
00:54:49: ist.
00:54:50: Das Buch startet nämlich auch mit einer Geschichte von meiner Tochter und die war fünf die waren noch in der Kita.
00:54:57: Wir hatten da eine relativ anspruchsvolle Phase ne Zeit lang mit den Kindern.
00:55:01: Da war ganz viel Konflikt, die haben ganz viele Grenzen einfach ausgetestet und gleichzeitig war die Gruppe so ein bisschen unterbesetzt das Kita-Personal schon so'n bisschen ratlos.
00:55:11: was machen wir denn hier?
00:55:12: Und die haben das nicht wirklich in den Griff bekommen Genau!
00:55:17: An einem Tag hat dann ein anderes Mädchen der besten Freundin meiner Tochter einen Zahn ausgedreht.
00:55:22: Das ist also so ein bißchen eskaliert, das waren natürlich total traumatisch für alle.
00:55:27: Und dann ist folgendes passiert.
00:55:28: Dann haben die Erzieher und Erziehern einen Kreis gebildet, wie man das in einer Kita so macht und haben gesagt, jetzt ist Schluss!
00:55:36: Ihr müsst euch alle wieder
00:55:37: liebhaben.".
00:55:38: Das war für meine Tochter eigentlich viel mehr Thema als das was eigentlich passiert war davor weil sie das von uns nicht kennt.
00:55:45: Ich sag ihr auch immer du musst niemanden liebhafen.
00:55:47: es ist total okay wenn du jemanden nicht magst.
00:55:49: ihr könnt euch trotzdem freundlich begegnen aber du kannst der Person muss da nicht beste Freundin sein.
00:55:55: Und dann haben wir das mit der Kita auch noch mal besprochen, warum so eine Äußerung vielleicht problematisch ist.
00:56:02: Was mir ganz wichtig ist alle Beteiligten haben das Beste getan was sie konnten weil ich glaube wir alle wissen auch ne Kita.
00:56:08: wie ist es da so?
00:56:09: die sind unterbesetzt?
00:56:10: Die sind überfordert und natürlich versuchen die eine Situation wieder ich sage das ganz bewusst so in den Griff zu bekommen ja also wieder zu kontrollieren.
00:56:19: Was wollen wir?
00:56:20: Wir wollen zum laufenden Betrieb wieder übergehen.
00:56:23: Wir wollen die Störung beenden Und da habe ich gemerkt, wie früh wir schon als Kinder lernen dass wir es anders anderen einfach machen sollen damit der Betrieb weiter laufen kann.
00:56:33: Also Schluck bitte deine Gefühle runter passt dich jetzt an und hab andere lieb auch wenn du's gar nicht tust damit die Situation wieder unter Kontrolle
00:56:43: ist.
00:56:44: Das heißt der störungsfreie Ablauf ist wichtiger als das was ich zu sagen habe.
00:56:47: Das ist das Learning daraus und deswegen das ist mir super wichtig weil wir alle tun eigentlich immer etwas aus einer guten Intention.
00:56:58: Und das ist ein Problem in unserem System, wir leben in einem System, in dem es ja auch immer wichtig ist was härtig zu kriegen dass der Betrieb läuft.
00:57:06: warum sagen Führungskräfte ihren Leuten oft leider nicht die Wahrheit?
00:57:09: weil sie immer Angst haben dass der betrieb nicht läuft, dass die Leute nicht mehr arbeitsfähig sind.
00:57:13: also wir wollen Störungen vermeiden mit allem was wir können um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
00:57:20: gleichzeitig gehen Störung aber vor weil Sie den Betrieb natürlich topedieren nur verdeckt.
00:57:25: Und wir sind also sozialisiert worden in einem System, das uns erst mal sagt, vermeide Störungen!
00:57:34: Wenn ich jetzt ein Team führe als Führungskraft und ich bin so sozialisiert geworden – vielleicht noch nicht in der Kita aber spätestens in der Schule habe ich gelernt, stürbete nicht so oft, fragte nicht so kritisch mache was man dir sagt – und jetzt habe ich einen Team und jetzt stört jemand, was werde ich dann natürlich machen?
00:57:49: Dann werde ich erstmal sagen ne, das will ich nicht haben, dann gehe ich in den Widerstand.
00:57:53: Lass uns jetzt bitte machen, was der Vorstand von uns will.
00:57:56: Ich will das gerade gar nicht
00:57:57: hören.".
00:57:57: Klar!
00:57:59: Und das meinte ich auch mit wir müssen um psychologische Sicherheit zu schaffen so ein bisschen auch unsere Prägung ignorieren und das wieder verlernen, was wir so lange gelernt haben.
00:58:08: deswegen würde ich sagen wenn ich das nicht trainiere und um deine Frage von vorhin zu beantworten ja wir können Mut trainieren aber wenn ich es nicht trainiere kann ich relativ wenig davon aushalten weil wir so geprägt sind.
00:58:18: Super unbequem, super unangenehm und niemand will das haben!
00:58:22: Wenn ich aber anfange, das bewusst zu trainieren dann kann ich meinen Toleranzbereich für das Unbequeme stark
00:58:28: erweitern.".
00:58:30: Ich mag hier die Aussage von Dr.
00:58:33: Sprenger, der sagt in so einer Organisation geht es nicht um ein Einklang sondern um Zusammenklank.
00:58:41: Und da ist es zwischen Einklanken und Kakafonie ist eine Bandbreite.
00:58:47: Und das ist das, was man vielleicht hier betonen muss und meine persönliche Lebenserfahrung oder das betone ich immer wieder der kleine Schmerz steht immer am Anfang.
00:58:58: die kleinste Störung sollte möglichst schnell angesprochen werden weil sie erwächst nicht und floriert nicht zu einer ganz große Störung.
00:59:08: und dann ist es ein riesen Elefant irgendwann und man löst es nicht.
00:59:15: Du solltest alles in Keime ersticken lassen, bevor das groß wird und lösen solange das Problem klein ist.
00:59:24: Ja genau vor allem lösen oder zumindest es sein lassen dürfen erstmal weißt du der erste Schritt ja auch ist überhaupt dazu kommen lassen zu dürfen.
00:59:38: Überhaupt mal zuzuhören, zu verstehen.
00:59:41: Manche Dinge müssen wir vielleicht auch stehen lassen weil wir die gar nicht direkt lösen können.
00:59:44: aber dass es überhaupt gesagt werden darf und das ich bereit bin zuzujören auch wenn das in mir inneren Widerstand auslöst und ich denke so ein Quatsch das sehe ich ganz anders ist trotzdem sein zu lassen um der anderen Person zu signalisieren du darfst das hier sagen?
00:59:59: Das ist okay!
01:00:00: Und dass wir auch lernen Ambiguität auszuhalten und nicht immer recht haben wollen.
01:00:06: Das ist als Führungskraft, finde ich auch so wichtig zu immer mehr zu lernen dass es oft auch nicht das richtig und falsch das absolute gibt sondern dass die Zwischentöne so wichtig sind.
01:00:18: und noch ein Aspekt zudem den der zu dir passt und was ich sehr gut fand, was du gerade sagtest.
01:00:24: Wir müssen auch lernen dankbar vor allem zu sein für jede Störung weil sie ist ja trotzdem da auch wenn wir nichts davon erfahren.
01:00:30: aber wenn wir davon erfahren dann müssen wir dankbar dafür sein weil dann können wir damit arbeiten.
01:00:36: und nur wenn wir damit Arbeiten können arbeiten wir auch mit der Realität.
01:00:41: überall dort wo wir von Störungen nichts erfahren arbeiten wir gegen die Realität.
01:00:46: Wir biegen falsch ab, wir treffen falsche Entscheidungen weil wir nicht alles wissen.
01:00:50: Und wenn deine Leute dir nichts sagen was wirklich ist dann hast du keine Chance.
01:00:54: Ja und dann hast Du die Aufgabe einen Störungsauftrag auszulösen um das auszutesten weil die Führungskraft ist dafür da um ein Störungsaftrag auszuführen.
01:01:06: Weil Du musst permanent testen sind wir noch auf dem richtigen Wege oder sind wie meinem Einklang Einheit macht Starr.
01:01:17: Da muss man sehr, sehr aufpassen.
01:01:20: Kanine, wenn du dir vorstellst, dass dein Buch nicht nur auf der Bestselle-Liste von Spiegel steht sondern du findest Feel Safe Be Brave auch in Hall of Fame weltweit und du darfst nur einen einzigen Satz drunterscheiben was wäre das für ein Satz?
01:01:41: Boah ist das eine schwere Frage!
01:01:44: Für die besten
01:01:46: Ja, ja.
01:01:46: Ich merke schon!
01:01:49: Ich darf nur einen Satz drunterschreiben.
01:01:51: Hmm... hmmm... hmmmm... feel safe be brave.
01:02:00: Ist doch in Ordnung.
01:02:04: Das sagt sehr viel und dieser Titel fasst wirklich auch das Spannungsfeld zusammen dass ich in dem Buch aufmache weil am Ende zeige ich ja auch nochmal auf man kann es auch umdrehen.
01:02:15: also Du kannst auch sagen be brave, feel safe.
01:02:21: Vielleicht wird das auch der Satz, den ich drunterschreiben würde ganz bewusst weil wir immer in einem Spannungsfeld sind und dass es so wichtig auch wieder.
01:02:28: beide haben Verantwortung.
01:02:30: also ja ich brauche die Sicherheit im System um mutig zu sein aber das darf nicht die Botschaft sein dass wir darauf warten dass jetzt endlich mal das Umfeld sicherer wird.
01:02:38: Das wäre dann sowie was wir am Anfang besprochen haben.
01:02:41: Ich warte mal darauf dass du dir mein Vertrauen verdienst.
01:02:43: das funktioniert nicht sondern es braucht auch immer Menschen die bereit sind, schon diesen Mut zu zeigen auch wenn sie sich noch nicht so sicher fühlen.
01:02:55: Das führt ganz oft nämlich dazu das Missstände gesehen werden erstmal und dass das Umfeld sicherer wird weil es endlich mal jemand angesprochen hat also ein rosa Elefant weniger macht das umfeld sicherere und wir lernen guck mal.
01:03:08: es hat jemand gesagt und wir konnten das meistern Und deswegen vielleicht würde ich drunterschreiben be brave feel safe um das ganze nochmal deutlichzumachen
01:03:16: sehr, sehr schön.
01:03:17: und vielleicht noch zu Thema Vertrauen.
01:03:19: Ich glaube was wirklich eine sinnvolle Übung wäre mal Vertrauen zu schenken?
01:03:26: Und da wird man total überrascht was zurückkommt weil die Menschen sind Reziprokerwesen und Reziprozident des Kleberstoffes so zahlen und wenn du Vertrauen schenkst will eigentlich kein gesunder Mensch das missbrauchen.
01:03:42: Man möchte mit dem Vertrauen zurückzahlen.
01:03:45: Deswegen, ich bin immer dafür da Vertrauen zu schenken.
01:03:48: Weil Vertrauen die Komplexität massiv reduziert und das ist einfach extrem wichtig.
01:03:55: Und genau das ist diese Entscheidung?
01:03:58: Also vertrauen zu geben kann nicht jederzeit es startet immer mit mir und Vertrauen kann nur wachsen wenn man das überhaupt so beschreiben kann Wenn es initial gegeben wird sonst funktioniert es nicht.
01:04:11: Vertrauen wächst dann ist geteilt hier.
01:04:13: Das ist ja wie Freude Meistens.
01:04:17: Sehr schön!
01:04:18: Kann in einer Frage zu deinem Wesen vielleicht, hast du einen Buch gelesen das dich in deinem Leben sehr stark geprägt hat oder vielleicht für eine gewisse Weichenstellung gesorgt habt?
01:04:33: Oh ganz viele.
01:04:34: ich lese unglaublich gern.
01:04:36: Ganz ganz viele Bücher.
01:04:39: Aber Vines hattest Du jetzt vor Augen Das hat man gesehen.
01:04:42: ja Ich habe gerade an Breany Brown gedacht die Gaben der Unvollkommenheit Ja, genau.
01:04:48: Also gerade weil vielleicht auch gerade geprägt dadurch dass du ja von der Reziprozität gesprochen hast und davon das Vertrauen gegeben wird und dann auch zurückgegeben wird zumindest in den allermeisten Fällen und da passt sehr gut dazu sie hat ja auch viel gearbeitet zu dem Thema Verletzlichkeit und was das auslöst.
01:05:08: Wir sprechen ja auch von Vulnerability-Based Trust und sich verletzlich zu zeigen, das ist auch ein großer Teil meiner Arbeit.
01:05:16: Sich verletzlich zu zeigen über die eigenen Issus zu sprechen um damit Dinge erklärbar zu machen und näherzubringen Das sorgt immer dafür wenn wir einfach mal sagen wie es uns wirklich geht Dafür dass Menschen uns vertrauen und sich auch öffnen wollen.
01:05:32: Es passt also ganz gut zu dem was du gerade sagtest.
01:05:35: Ja das ist auf jeden Fall ein Buch das mich sehr geprägt hat.
01:05:38: Spannend, klingt auch vom Tisch.
01:05:40: Ich liebe gute Ziele.
01:05:42: ja weil ein guter ziel so wie bei deinem buch kann unglaublich viel von sagen den narrativ in dem Buch auch schon preisgeben im positiven Sinne können.
01:05:55: gibt es einen Ratsschlag den du als Bestenradschlein deines Lebens die zeichnen würdest?
01:06:02: Wurde den du gerne als guten Artschlag teilen möchtest?
01:06:07: Ja, ich habe mal einen bekommen.
01:06:08: Der ist mir wirklich noch sehr im Ohr und den recitiere ich auch ganz oft.
01:06:12: Und zwar wenn nie der richtige Zeitpunkt ist dann immer der richtige Zeitpunkt.
01:06:17: Schön!
01:06:18: Das ist vor allem mit Gebote eines Kindes.
01:06:21: Genau!
01:06:21: Richtig!
01:06:22: Dass es nie in der richtigen Zeitpunkte dafür.
01:06:25: da sollte man einfach machen ja und dann passt das.
01:06:29: Genau das!
01:06:29: Und dann
01:06:30: keine Abschließende Frage was für dich das sind des Lebens?
01:06:39: Das ändert sich mit der Zeit finde ich sehr stark.
01:06:41: Also, ich entdecke immer neue neuen Sinn des Lebens.
01:06:45: Also meine Antwort vor ein paar Jahren wäre ganz anders ausgefallen.
01:06:48: heute würde ich sagen viel Zeit echte Qualitätszeit mit den Menschen zu teilen und die wirklich wichtigen Momente zu teilten, die ja...die wir lieben.
01:07:05: Schön!
01:07:06: Und wenn man sie lieber teilt wird sie auch größern.
01:07:09: das ist auch schön.
01:07:11: Dann ich danke dir, ich wünsche allen dass alle sich nicht nur sicher fühlen sondern vor allem sehr viel Mut aufbringen in diesen schwierigen Zeiten wo soviel Unsicherheit herrscht.
01:07:21: Weil eine gute Navigationshilfe ist Mut unter Unsicherkeit.
01:07:26: Ich danke dir herzlich für ein sehr aufschlussreiches Gespräch und habe mir eine große Freude.
01:07:30: Danke dir!
01:07:31: Mir auch vielen Dank.