SMP LeaderTalks

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00:00:00: Freundlichkeit ist auch eine Entscheidung.

00:00:01: Wir können uns jeden Tag dafür entscheiden, freundlich zu sein und wir werden selbst davon mit der meisten profitieren!

00:00:08: Ich kann jeden Morgen entscheiden okay wenn ich so neutral durch die Gegend laufe, ach ich probiere jetzt mal ein paar Leute anzulechen um ihnen den Tag zu versüßen soll und das ist eine Entscheidung die ich treffe.

00:00:17: Ich kann genau so entscheiden wenn ich in den Bus einsteige mich direkt auf mein Handy nur zu gucken sondern ich kann mich entscheiden den Menschen erstmal in die Augen zu gucken.

00:00:29: im Konflikt gespricht bin, trotzdem respektvoll bleibe zum Menschen hin.

00:00:33: Das sind alles Entscheidungen die ich treffe.

00:00:52: Nora einen wunderschönen guten Tag und herzlich willkommen in der aktuellen Ausgabe von SMP Leader Talks!

00:00:57: Vielen Dank schön hier zu sein.

00:00:58: Es ist mir eine Freude sich über ein Thema zu unterhalten dass man eigentlich sich kaum vorstellen kann das man drei hundertfünfzig Studien dafür lesen kann.

00:01:09: aber du hast zur Thema Freundlichkeit unglaublich viel recherchiert.

00:01:14: Da hast du damit auch angegeben im Buch, weil man merkte, dass es fast für alles eine Studie zitiert wurde.

00:01:20: Und ich fand das super spannend.

00:01:24: Radikale Freundlichkeit!

00:01:26: Warum radikal?

00:01:27: Warum muss man an der Wurzel schon freundlich sein?

00:01:29: Ist das nie gefährlich?

00:01:32: Ja, ich habe ein Buch über Freundlichkeit geschrieben und ich habe es radikale Freundlichkeit genannt, weil ich damit ausdrücken wollte – Freundlichkeit ohne Kompromisse.

00:01:41: Also radikal kommt ihr ja ursprünglich vom Wort Radix, also von der Wurzel.

00:01:45: Genau wie du schon gesagt hast – Von der Wurtzel an!

00:01:47: Ich wollte damit ausdrücken nicht nur freundlich zu sein wenn es uns leicht fällt, also im engsten Familien- und Bekanntenkreisfreundlich sein sondern eben auch gerade probieren, freundliche zu bleiben, gerade in diesen schwierigen Momenten Beispielsweise, wenn wir mit jemandem nicht einer Meinung sind oder wenn wir bei einem Konflikt sind.

00:02:05: Oder wenn es darum geht unsere Grenzen zu setzen also gerade so diese bisschen schwierige Momente.

00:02:09: Gerade in denen auch zu schaffen freundlich zu bleiben.

00:02:13: Hast du nicht mal erlebt dass du sagen wie bei einem angespannten Gespräch mit deiner Freundlichkeit eher die Menschen getriegelt hat?

00:02:21: Was du zugeführt hast, dass das eine negative Spirale ausgelöst hatte.

00:02:25: Weil man sagt okay was musst du jetzt so blöd lachen?

00:02:28: Ja im Hintergrund ist gar nicht lustig.

00:02:30: solche Diskussionen gab es nicht.

00:02:33: Ich glaube das kommt aufs Verständnis von Wort Freundlichkeit auch an.

00:02:36: ich meine nicht dieses Dauer lächeln und immer happy clapping sein Das ist für mich eher ein bisschen gefälschte Positivität oder so etwas, sondern ich meine damit dass ich dich als menschen respektiere zu dir ja freundlich bin.

00:02:55: probiere dich mit deinen absichten positiv den positiven absichten zu unterstellen und eben nicht auch ein konflikt nicht beleidigend werden muss.

00:03:06: Ich kann sehr klar und deutlich in der sache bleiben und dabei auch sehr ruhig sein meiner freundlichkeit weich und respektvoll dir gegenüber als Menschen treten.

00:03:17: Und das bedeutet insofern überhaupt nicht, dass ich alles gut finden muss was du sagst oder zu einem sagen musst ja super das finde ich toll oder immer lächeln muss!

00:03:24: Das ist es gar nicht sondern es geht wirklich um diesen Respekt und dass sich deine Gefühlslage auch immer ein bisschen mitdenken und gucken wie es für uns beide angenehm machen kann.

00:03:36: Ich glaube der Rest wäre dann die andere Position naivität.

00:03:41: Wenn man alles schön findet und zu allem lächeln, dann wäre man einfach nur doof.

00:03:46: Ich hatte selbst ein Erlebnis vor, ich glaube, von zwanzig Jahren als sie damals bei Bräunigen gearbeitet hat, ich war im Verkauf... ...und viele Leute wollen jene gestört werden wenn sie sich umschauen.

00:03:59: Und man versucht mit einem Lächeln jemandem die Zugänglichkeit zu signalisieren.

00:04:06: So habe ich auch ein paar angelächelt Ein paar Mal, und beim dritten mal haben sie mich angefahren.

00:04:14: Warum ich denen nicht helfe?

00:04:15: Sondern die Blödangrinse ist okay!

00:04:19: Da verstellt sich die Frage.

00:04:21: Trägt man in sich vielleicht eine Freundlichkeit... Dann erkennt man diese Freundlichkeit da draußen.

00:04:28: Kennst du dieses Phänomen, dass das was im Herzen trägt sieht man auch da draußen?

00:04:35: Also ich bin erstmal davon fest überzeugt und es gibt dafür auch für die Studien, dass wir alle in uns eine Kernfreundlichkeit tragen.

00:04:43: Und auch als freudliche Wesen geboren werden und das in uns allen erstmal ein freundlicher Kern steckt.

00:04:51: Aber ist natürlich so, dass zum einen JV-Universität im Leben machen unser aktueller Gemütszustand und so Freundlichkeit überlagern kann, sodass wir auch mal ungemütlich werden können.

00:05:04: Aber ich denke dass wenn man bei Menschen nur lange genug hinguckt und sich auch Müll gibt und gute Absichten unterstellt dann findet man in allem diesen freundlichen Blick.

00:05:14: Und den kann man aus meiner Meinung nach wenn man genau genug hinguckt und sich die Zeit nimmt auch erkennen.

00:05:21: Ist an Freunlichkeit irgendwann auch ein Handwerk?

00:05:25: Dass man sagt, das gehört zu meiner Lebenshaltung.

00:05:28: Jetzt sprechen wir von der Personermaske.

00:05:32: Man sagt einfach ich entscheide mich dafür eine freundliche Person zu sein?

00:05:38: Ist das eine Entscheidung?

00:05:39: Absolut ist für mich einer der wichtigsten auch Aussagen im Buch treffen möchte Freundlichkeit ist es auch eine Entscheidung.

00:05:46: Wir können uns jeden Tag dafür entscheiden freundlich zu sein und selbst davon mit am meisten profitieren.

00:05:53: Ich kann jeden Morgen entscheiden, wenn ich so neutral durch die Gegend laufe, ich probiere jetzt mal ein paar Leute anzulechnen und ihnen den Tag zu versüßen soll.

00:06:01: Und das ist eine Entscheidung, die ich treffe!

00:06:03: Ich kann genau so entscheiden... Wenn ich in den Bus einsteige, mich direkt auf mein Handy nur zu gucken, sondern ich kann mich entscheiden, den Menschen erst mal in die Augen zu gucken.

00:06:19: Trotzdem respektvollbleibe zur Menschen hin.

00:06:22: Es sind alles Entscheidungen, die ich treffe.

00:06:24: Die brauchen manchmal ein bisschen Übung und sie fallen auch mir nicht immer leicht aber es sind kleine Entscheidungen die sich lohnen aus meiner Sicht.

00:06:31: Und ist die Gefahr nicht da dass man irgendwann vielleicht sich falsch fühlt?

00:06:39: Du sagst ja auch Ich behandle Menschen freundlich und fähre auch wenn ich sie nicht mag Dass die Menschen das erspüren können, dass so eine kognitive Disonanz eigentlich mag ich den Menschen nicht.

00:06:50: Aber ich habe mich ja entschieden freundlich zu sein.

00:06:53: Gibt es da keine Spannung?

00:06:55: Ja also das ist immer so ein bisschen die Frage... Ich finde es ist sehr wichtig authentisch zu sein und ich halte überhaupt nichts von dieser übertriebenen gestellten Freundlichkeit.

00:07:07: So amerikanisch!

00:07:08: Das ist ja da fühlte sich sehr gestellt

00:07:12: an.

00:07:12: Genau, da bin ich auch kein Fan von.

00:07:14: Auf der anderen Seite bin ich aber auch kein fan davon so ... seine Antisympathien muss sich jetzt nicht direkt immer ganz lose auf die Zunge tragen und jedem meine Meinung entgegenschmettern beleidigend wirken und das unter dem Deckmantel vorn.

00:07:25: Ich bin doch nur ehrlich!

00:07:27: Und ich spüre einfach nur authentisches Ich finde die Scheiße und sag's dir auch... Das finde ich braucht es auch nicht.

00:07:32: Da braucht man aus meiner Sicht ein bisschen Impulskontrolle wenn wir in einem freundlichen Miteinander leben wollen.

00:07:37: Trotzdem heißt das nicht und das ist mir ganz wichtig dass uns Thema Freundlichkeit geht weil dass ich alles verhalten tolerieren muss oder zu einem Jahr einen Armen sagen muss.

00:07:47: Ich kann ganz klar, wenn ich z.B.

00:07:50: Antisympathien gegenüber jemandem hege, fußt das ja meistens auch etwas.

00:07:54: Der sagt etwas, womit ich nicht in einer Meinung bin oder der verhält sich in einer Weise wo ich sage da bin ich nicht da kommen mit und es kann ich den ganz klar so sagen, ich finde ist es in manchen Situationen sogar freundlicher es klar auszusprechen.

00:08:06: hier habe ich mir wirklich ein Störgefühl.

00:08:09: Ich verstehe das auch nicht ganz.

00:08:11: Wenn ich deiner Meinung, kannst du das mehr erklären als Freundlichkeit zu mimen aber innen drinnen da brodelt ist und nach Hause gehe ich dann über diese Person.

00:08:23: Das hat nichts mit Freundlichkeit zutun.

00:08:25: Freundlicher ist es in der Tat aus meiner Sicht deswegen noch geradeaus zu sagen... Ich finde etwas nicht gut an dir, aber es geht eben immer um das Wie.

00:08:34: Ich kann das ja sagen und trotzdem gleichzeitig den Menschen dabei in die Augen gucken mich trotz für die Hintergründe dieser Meinung interessieren und respektvoll zur Person bleiben.

00:08:43: Kleine Sache und Menschen zugewandt?

00:08:46: Das ist mein persönliches Motor weil ich das auch essenziell finde.

00:08:51: Vielleicht noch ein grundsätzlicher Aspekt, der ist ja in so vielen Interessanten.

00:08:56: Der sagt die allermeisten Menschen werden nicht unfreundlich geboren.

00:08:59: Das hat du gerade eben auch gesagt.

00:09:00: Die ihre Umwelt macht sie dazu.

00:09:03: Ich meine das würde ja unterstellen dass die Menschen an sich wie unbeschriebene Blätter auf die Welt kommen.

00:09:10: und man sagt ja vierzig bis fünfzig Prozent der Menschen sind genetisch in deren Eigenschaften disponiert oder predisponiert.

00:09:20: dann gibt es so einen Genetischer Faktor, Freundlichkeit?

00:09:24: Auf jeden Fall.

00:09:25: Also es gibt... Ich würde insofern auch nicht sagen wir kommen als was Freundlichkeit angeht unbeschriebene Blätter auf die Welt sondern wir sind soziale Wesen als Mensch.

00:09:32: Wir müssen kooperieren!

00:09:34: Wir müssen freundlich zu andern sein und zu überleben Und deswegen ist die Freundlichkeit uns auch in der Genetik reingeschrieben.

00:09:42: Das sieht man übrigens auch daran dass es ganz spannend das Freundlichkeit Uxgefühle in uns auslöst.

00:09:48: tun genetisch bedingt nur Dinge, die fürs Überleben wichtig sind und insofern in uns angelegt sind wie was leckeres Essen.

00:09:56: Das löst auch diese Belohnungszentren aus oder Sex haben zum Beispiel auch.

00:10:00: Und Freundlichkeit ist genau so.

00:10:03: es aktiviert diese Zentren im Gehirn.

00:10:05: wo der Körper die Biologie uns sagen will macht das mal mehr!

00:10:08: Das ist gut für uns.

00:10:11: Wir sind nun mal soziale Wesen.

00:10:12: Es ist ganz klar dass das für unser überleben als Spezies super wichtig war und deswegen deutet auch die Wissenschaft darauf hin, dass Freundlichkeit in der Tat etwas ist was uns in den Genen verandacht ist.

00:10:23: Und ich glaube wenn man davon ausgeht das wir prossoziale Wesen sind und Reziprozität eine große Rolle spielt, dass wenn du jemandem freundlichen Gegenkommst ernstest du so im Schnitt auch eher die Freundlichkeit als... Man sagt ja auch ich weiß nicht ob du den Spruch mal geführt hast gegen Ein Lächeln ist es für dann schwierig, sich zu verteidigen.

00:10:48: Und das lächeln entwaffnet.

00:10:51: Ja komplett und ich lebe ... Ich würde sagen, ich bin immer schon ein freundlicher Mensch gewesen aber ich leb noch mal sehr konkreter als Entscheidung einem radikalfreundliches Leben und mir begegnet seitdem ja sehr viel weniger Widerstand.

00:11:07: Mir fällt es sehr viel leichter für mich auch selbst im Leben durchs Leben zu gehen.

00:11:11: Führekonflikte aber für die freundlich, die lösen sich ziemlich viel schneller.

00:11:16: Ich habe das Gefühl es lädt sich deutlich einfacher so.

00:11:19: auch in der Familie klappt es bei.

00:11:21: ich meine dein Mann wie hast du ihn ein bisschen umerzogen in den letzten

00:11:29: Weil?

00:11:29: man ist immer schon sehr freundlich gewesen, würde ich sagen.

00:11:32: Man ist wirklich jemand der immer Weihnachten beispielsweise in einer Suppenküche hilft, der tätigt sich auch viel ehrenamtlich.

00:11:39: und auch einer der Gründe muss ich sagen warum ich mich nicht verliebt habe vor langer Zeit.

00:11:45: aber wir haben so ein paar Regeln insgesamt in der Partnerschaft im Freundeskreis Neu, würde ich sagen ins Leben gerufen beziehungsweise.

00:11:54: Ich hab einfach gesagt, ich lebe das jetzt so und viele sind mir gefolgt.

00:11:57: und da geht es eben einmal um dieses Thema Konflikte.

00:12:01: also dass sich sage diese Fake Harmonie dieses...ich finde das doof von dir aber ich sag's den nicht und möglicherweise läste euch auch noch über dich.

00:12:10: Das hat nichts mit Freundlichkeit zu tun!

00:12:12: Es ist konfliktscheuer und wir dürfen das auch nicht damit verwechseln.

00:12:15: Es ist deutlich freundlicher wenn man sich sagt Wenn ein etwas verletzt hat oder bestört hat an der anderen Person, das ist so eine Sache die wir sehr deutlich leben auch im Freundeskreis.

00:12:25: Das andere ist wirklich dieses Thema lässt dann

00:12:27: z.B.,

00:12:27: wie wir lästern einfach konsequent nicht?

00:12:29: Es ist auch eine Entscheidungssache.

00:12:32: Aber nee machen wir einfach nicht!

00:12:33: Sagen wir, machen wir nicht im Freundeszkreis Punkt und dass es so einen schönen Entspannungsfaktor ist man nicht irgendwie denken muss oh Gott wenn ich jetzt gehe vielleicht sagen was du es über mich, nein das machen sie nicht.

00:12:46: Ein weiterer Faktor ist, dass wir uns auch immer wieder so ein bisschen alle gegenseitig daran erinnern.

00:12:51: Was ist denn eine wohlwollende Interpretation des Verhaltens?

00:12:54: Also wenn man sich dann mal irgendwie über jemanden ärgert bei der Arbeit zum Beispiel und sagt oh das ärgerte mich, dass die andere Person dann auch probiert, ein bisschen den Perspektivwechsel anzuregen und es hilft auch viel.

00:13:07: Man betrachtet ja so gewisse Lebensmuster.

00:13:10: Je älter man wird und reflektiert diese Muster des Lebens, was für mich unglaublich wertvoll war irgendwann zu begreifen dass der kleine Schmerz ihm am Anfang steht.

00:13:21: Das heißt je länger du den Konflikt vermeidest desto größer wird der Konflikte am Ende.

00:13:29: Der kleine Schmerz steht immer am Anfang.

00:13:31: Das sieht man einfach aus, was klein ist.

00:13:34: Ja, das stimmt und ich finde manchmal... Und ich muss sagen, dass es für mich so das schwierigste Thema war, weil ich extrem harmoniebedürftig bin.

00:13:41: Ich find Konflikte ganz furchtbar und ich hasse auch nach wie vor diese Konfliktgespräche.

00:13:47: Trotzdem probiere ich sie zu fühlen, weil es meinen Wert der Freundlichkeit entspricht.

00:13:50: aber es fällt mir immer doch schwer!

00:13:52: Und ich finde, es ist eigentlich verrückt wenn man darüber nachdenkt, wie oft man sich so Tagelang mit so einem Ärgergefühl rumträgt.

00:14:00: Statt einmal zum Hörer zu greifen und irgendwie dreißig Minuten das Gespräch zu suchen, danach ist es meistens okay!

00:14:06: Aber nein wir grämen uns lieber und ärgern uns und fühlen die Gespräche in unserem Kopf.

00:14:11: und dann sagen wir ach komm ich lass es einfach gut sein und belaste damit ja letztendlich eine Beziehung.

00:14:19: oder man ruft dann irgendwann an und schweigt, weil dann gibt es ja weil man hat kritische punkte erreicht.

00:14:28: Und du schreibst in deine buch konfliktvermeidung für zum lessen.

00:14:32: Ich meine, das ist eine andere Form Energie freizusetzen.

00:14:36: Anstelle einfach direkt anzusprechen.

00:14:38: Komplett

00:14:38: und es ist auch letztendlich in Transparenfisk gegenüber.

00:14:40: Es ist nicht fair!

00:14:42: Ich hatte mal früher einen Bekannten... Der war ein Freundesgrad so würde ich sagen Und ich habe viel mit dem gemacht und dann hat er irgendwann mich.

00:14:53: Irgendwann hatte ich das Gefühl, irgendwas ist.

00:14:55: Ich wusste aber auch nicht was, wir sind in den Zweit gegangen.

00:14:57: Ich hab eigentlich nie mehr groß was von ihm gehört und habe ihn ein Jahre später getroffen.

00:15:02: Dann hat er mir gesagt, dass ich mal sein Geburtstag vergessen hab und ihn das sehr gekränkt hat weil er dachte, ich wüsste, dass ihnen das viel bedeutet.

00:15:10: Und ich war so ... okay, was?

00:15:13: Weil hätte ich das gewusst!

00:15:15: Ich hätte mir einen Bein ausgerößen, das wieder gut zu machen.

00:15:18: Ich bin ne Pappnase bei Daten und sowas.

00:15:20: Hätte ich gewusst, dass ihnen das verletzt hat.

00:15:22: Ich hätte mir so viel Mühe gegeben, das zu reparieren ... Aber er hat mir die Chance nicht gegeben!

00:15:27: Und ich glaube oft tun wir das in kleinen Nuancen mit vielen in unserem Bekannten oder Freundeskreis.

00:15:37: Dass wir sagen, oh, das Kommentar fand ich irgendwie total blöd und dann beende ich nicht sofort die Freundschaft.

00:15:42: aber vielleicht merkt man es daran, dass man sagt Oh nee, die Lade muss jetzt heute Abend nicht dabei sein.

00:15:48: Und so trifft man auseinander.

00:15:49: und ich finde bei sowas gibt einander die, wir sollten uns vieläufiger die Möglichkeit geben nochmal unser Verhalten zu überdenken.

00:15:58: Uns zu erklären, uns zu entschuldigen, offener miteinander sprechen aber dabei gleichzeitig eben weich bleiben während man es bespricht.

00:16:04: Und am Anfang wie du schon sagst, am Anfang steht der kleine Schmerz.

00:16:06: da müssen die Gespräche geführt werden und nicht erstens groß so groß ist und man schafft das gar nicht anders als...

00:16:11: Dass sie geschehen werden?

00:16:12: Ja

00:16:13: genau!

00:16:14: Auch nicht mehr gesprochen.

00:16:17: Nur bei dir war eine sehr interessante Studie dabei, die mich sehr überrascht hat.

00:16:21: Es gibt ja eine so gängige These um einfach die negative Energie freizusetzen.

00:16:27: Sollte man so ein Box-Saal gehen oder Boxen oder sowas wirklich aggressive Energie freizusetzen.

00:16:35: und deine Studie sagte aber was anderes?

00:16:38: Genau, also es ist nicht mein Studium.

00:16:40: Ja ich

00:16:40: meine von dir zitierte Studien.

00:16:43: Es hat mich aber auch überrascht die Studie und zwar war das ein Studi wo Teilnehmende immer wieder verärgert wurden.

00:16:50: Also sie wurden immer wieder kritisiert zu einem Text den Sie geschrieben hatten und danach wurden die Teilnehenden in zwei Gruppen aufgeteilt.

00:16:56: Also eine Gruppe, der wurde gesagt schlag hier mal auf den Boxsack ein und lasst einen Ärger so richtig freien Lauf.

00:17:03: und der anderen Hälfte wurde gesagt setzt euch einfach hin und tut gar nichts atmet.

00:17:08: Und danach wurde vergleichen, welche Gruppe der Teilnehmenden wie verärgert war.

00:17:14: Was gezeigt werden konnte, dass diejenigen, die auf den Boxsack eingeschrungen hatten ... Wir sind eine Ärgerluft gemacht haben!

00:17:19: Die waren da noch viel verärgerter und die waren viel gestresster als diejenigen die einfach nur geatmet hatten.

00:17:26: Und was die Wissenschaftler vermuten ist das letztendlich in dem wir unseren Ärger mit Boxen und viel körperliche aggressive Aktivität unterstützen?

00:17:38: letztendlich das Erregungslevel und damit auch den Ärger.

00:17:40: Es ist ein bisschen wie Benzin in Flammen schmeißen, deswegen wird aus dieser Studie geschluchtsfolgert dass wenn uns über jemandem ärgern es eigentlich wirklich wirkungsvoller ist zu atmen mehr als dass man ja zurück schreit.

00:17:56: Und ich muss sagen, ich empfinde das auch so!

00:17:58: Also erst habe ich gedacht, dass ist ja verrückt.

00:18:00: Aber wenn ich mal nachdenke, wenn mich jemand anschreit und dann schreibe ich zurück und dann geht es in so eine negative Spirale und das Aggressionslevel geht immer weiter hoch, dann gehe ich eher nach Hause und ärger mich noch und schäme mich auf für mein Verhalten und fühle mich schlecht als dass ich ruhig bleibe, atme und in Ruhe das Gespräch mit einer Person führen.

00:18:20: Doch hast ja auch Harmoniebedürftigkeit erwähnt und das ist, glaube ich, auch ein Thema.

00:18:24: Da ist es einfacher freundlich zu sein, weil das diesem Wert entspricht.

00:18:30: Gleichzeitig kann da sehr schnell in diesen People-Prisen kippen.

00:18:36: Wie findest du da die Balance oder wie bewältigst du diese Gradwanderung?

00:18:43: Also ich frag mich immer... würde ich jetzt wissen wollen, wenn ich die andere Person wäre.

00:18:47: Und ich antworte es eigentlich sehr oft ja...

00:18:50: Wie oft folgst du der Antwort?

00:18:52: Dann tatsächlich!

00:18:55: Erforset die auch Überwindung.

00:18:56: Das überfordert Überwindungen, ich hätte gesagt eigentlich immer.

00:19:01: aber es gab jetzt gerade eine Situation wo ich selbst gestern gedacht hätte auch nur heute schon vor einer Woche zum Hörer grafen sollen war oder was?

00:19:08: so mein nicht dein Prinzipien treu passiert auch immer wieder.

00:19:11: ich glaube das wichtigste ist dass man sich dann adapt und ich führe diese Woche dieses Telefonaten noch auf jeden Fall.

00:19:17: Aber ich habe in der Tat auf meinen Laptop auf so ein Sticker clear is kind.

00:19:20: also Klarheit ist freundlich.

00:19:22: Und damit probiere ich mich auch immer wieder an diesen Wert zu erinnern, weil im Ende ... Ich mein es ist so ein bisschen.

00:19:30: du musst nicht alle möglichen Kleinigkeiten die dir morgen auf schon wieder egal sind, die muss man sich jetzt noch nicht sagen finde ich.

00:19:35: aber wenn du merkst dass die Beziehung dadurch beeinträchtigt wird dann sollte man's sagen und das ist so eine bisschen meine Daumenregel.

00:19:44: Ich rede jetzt nicht, wenn jemand irgendwie da gerade kurz doof geguckt hatte bin ich jetzt nicht diejenige die sagt das muss ich jetzt sofort!

00:19:50: hier auf dem Tisch legen.

00:19:52: Aber wenn ich merke, dass ich deswegen noch in zwei oder drei Tagen immer noch so ein bisschen bekirbt bin dann spreche ich die Themen lieber an.

00:19:59: Ich glaube, die Gegenspieler zu Freundlichkeit ist auch rechthaberei.

00:20:06: Ja.

00:20:06: Das heißt, wenn du sagst wo will ich eigentlich einen Auge zudrücken?

00:20:11: Ist dann die Frage lohnt es sich diese Schlacht auszufechten.

00:20:15: Ja das stimmt auch!

00:20:16: Ich finde Kleinigkeiten kann man auch mal gehen lassen und... Für mich ist sowieso dieses Thema Perspektivwechsel eine wohlwollende Erklärung finden für das Verhalten meines Gegenüberes.

00:20:27: Das hilft mir oft schon genug, als dass ich dann denke, ach Gott hat die Person wahrscheinlich nicht so gemeint vielleicht hat sie es nicht mal mitbekommen, dass mich das gerade geärgert hat weil sehr oft sind wir ja sehr schnell Dinge persönlich zu nehmen und Es kommt auch immer ein bisschen auf unsere eigenen Themen drauf an.

00:20:46: also wenn ich jetzt zum Beispiel mit irgendwas ein Thema hat, dann höre ich da natürlich auch mal super kritisch hin und höre häufiger dass die Leute mich in dem Sinne kritisieren.

00:20:56: Also zum Beispiel als ich jung Führungskraft war und so ein bisschen unsicher war darüber ob ich eine gute Führungskraft war.

00:21:05: Da musste jemand nur so andeuten das damit was mir unzufrieden ist und sofort habe ich mich darüber tierisch aufgeregt wie kann der Sophies zu mir sein?

00:21:12: Und ich glaube da waren viel mehr meine eigenen Unsicherheiten drin als dass die anderen Personen wirklich doof zu mir waren wenn überhaupt wahrscheinlich eine gute Kritik geübt hätten.

00:21:22: Aber ich denke, es ist insofern auch umfreundlich zu sein ganz wichtig so ein bisschen seine eigenen Themen zu kennen und zu gucken wo bin ich denn auch besonders schnell kränkbar?

00:21:29: Wo bin ich vielleicht auch ein bisschen Teil des Problems weil ich sehr empfindlich auf etwas reagiere Und da auch wirklich dann immer genauer hinzugucken Wenn's dann um so'n Thema geht und man denkt oh wie kann der nur?

00:21:40: oder wie kann die nur dass man so ein bissel überlegt naah Oder ist das gerade den Runderpunkt der bei mir getroffen wurde?

00:21:45: Ja und um das zu verdeutlichen, es gibt ja immer wieder so eine einfache Metaphe.

00:21:50: Wenn ich dir jetzt sagen würde Nora deine grünen Haare sind wirklich heute hässlich!

00:21:55: Das würde dich, das würde dich Null Komma Null tangieren weil du weißt Deine Haare Sind nicht Grün.

00:22:03: In dem Moment wenn man etwas in sich trägt fühlt man angesprochen und wird geträgert und dass ist wichtig zu verstehen.

00:22:12: Wo liegt das Problem jetzt?

00:22:13: bei mir oder bei dem, der gerade eben etwas säusert?

00:22:17: Ja

00:22:17: genau so.

00:22:18: Ja genauso ist es und ich glaube wir tragen alle und das ist total normal alte Verletzungen mit uns rum und alte Themen und alte Trigger auch auf jeden Fall!

00:22:27: Und da immer wieder hinzugucken und zu gucken, bin ich hier grad eigentlich das Problem oder ist mein Gegenüber oder war das wirklich nicht cool für eine andere Person?

00:22:35: Das ist ganz wichtig da einmal wieder hin zu gucken.

00:22:38: Du hast dich jetzt mit dem Thema schon sehr lange beschäftigt.

00:22:41: Das Buch kam ja glaube auch letztes Jahr und war sehr erfolgreich.

00:22:46: Wie steht es damit, dass wir zu uns selbstfreundlich sein sollte?

00:22:51: Weil das was ich beobachte, dass die Menschen sich manchmal so behandeln wie sie nie ihren Fein behandeln würden.

00:22:59: Hast du das mal so erlebt oder wahrgenommen?

00:23:03: Ja das ist auf jeden Fall etwas was ich ganz viel beobachte also die Menschen zu sich selbst besonders hart ins Gericht gehen.

00:23:12: Und ich kenne das auch von mir, von früher ... dass wir bei unseren Freunden und Freunden ganz schnell dabei sind zu sagen, oh nein, nimm dir den Urlaubstag!

00:23:21: Du musst dich ausruhen.

00:23:23: Das ist absolut wichtig, dass du dich um dich kümmerst.

00:23:26: Aber wenn uns dann selbst die gleiche Situation ist ja und wir selbst das Gefühl haben, wir sind irgendwie am Limit, dann pushen wir uns wie als wir über unser härtester Gegner.

00:23:36: Das ist zum einen ja nicht freundlich und selbstgegenüber, und schade.

00:23:41: Zum anderen ist aber auch natürlich weniger dann auch für andere da wenn wir selbst hart mit uns selbst sind weil wir dann weniger Energie auch für Andere haben, wenn wir selber aus dem letzten Loch treifen, wenn man nur sagen möchte.

00:23:56: Und wenn man sich selbst im Reinen ist, entgeht man mir der Weltglobe deutlich stabile um ist überall grüne Haare und nicht eigenen Locken, die jetzt angegriffen wurden.

00:24:08: Das ist glaube ich ganz wichtig aber viele verstehen das nicht.

00:24:11: Und dieses People Pleasing vor allem bei Frauen ist das glaube ich rein statistisch glaube deutlich stärker ausgeprägt und da braucht man einfach mehr vielleicht Transparenz um das klare zu machen.

00:24:23: Ja, People Pleasings ein großes Thema also diese Konfliktscheuer dass wir denken Wir müssen es allen recht machen unbemocht zu werden, um wertvoll zu sein.

00:24:33: Und das tragen grundsätzlich mehr Frauen als Männer in sich laut den Studien zufolge.

00:24:41: Das hat ganz bestimmt auch was damit zu tun dass Frauen eher mal so erzogen werden, dass ihnen gesagt wird sei lieb, sei artig, mach's allen recht kannst du dich nicht um die anderen besser kümmern.

00:24:51: und deswegen denken viele Frauen aber auch Männer haben das in sich so dieses ich darf nicht annecken Und das wird dann oft aber auch mit Freundlichkeit verwechselt, was ja eben gar nicht unbedingt der Fall ist.

00:25:06: Weil es zu diesen negativen Konsequenzen wie Lästern etc.

00:25:08: fühlt, was wir gerade hatten.

00:25:10: Gibt es aus Deiner Erfahrung irgendwelche Ratschläge die Du geben kannst?

00:25:15: Um weniger in dieser Modus unterwegs zu sein?

00:25:19: Also ich glaube sich erst mal damit bewusst machen bin ich ein Tiefelpießer!

00:25:23: Wie gehe ich eigentlich mit Konflikten um?

00:25:26: Also bin ich eher so ein, naja ist es so ein Konflikt.

00:25:29: Ist das so ein Thema?

00:25:30: auch nur... Da schuckelt es mich schon wenn ich drüber nachdenke, habe ich immer was Negatives zu sagen.

00:25:37: also einmal so ein bisschen sein eigenes Konflekt verhalten denke ich kann man ein bisschen gucken und dann auch ja zu überlegen wie ist eigentlich das Thema Konflikte mir früher vorgelebt worden finde ich auch mal ganz spannend.

00:25:51: Menschen mitgebe, so wurde bei uns eigentlich früher viel gestritten.

00:25:54: Was sind die Überzeugungen, die ich daraus gezogen habe?

00:26:02: Ich muss es allen recht machen oder Konflikte werden schnell laut und gefährlich für mich.

00:26:10: Also was für Überzeugung stehen wir diesen ganzen Thema-Konflikte in Einsagen, Grenzen setzen... Was für Konflikte habe ich da?

00:26:18: denke, wenn ich nein sage dass ich dann egoistisch bin.

00:26:20: So das haben viele und die dann mal wirklich kritisch zu hinterfragen.

00:26:25: ist das so?

00:26:26: Und ich finde da hilft es eben wirklich sich klarzumachen.

00:26:29: so wie Grenzen setzen auf seine eigenen grenzen achten konflikte führen Das ist eigentlich alles freundlich und transparent den anderen gegenüber.

00:26:37: Du hast letztes Jahr dein erstes Unternehmen erfolgreich verkauft mit bis zu siebzig Leuten glaube ich.

00:26:45: ein erfolgreiches Start-up im Vergleich zu vielen, die scheitern.

00:26:50: Welche Rolle spielt er bei dir?

00:26:51: Die Freundlichkeit und auch Konflikt, Kompetenz in Unternehmen?

00:26:57: Also ich würde nach wie vor sagen mit einem sehr erfolgreiches Unternehmen das mein Hauptfaktor für unser Erfolg unsere Freundlichkeit war.

00:27:10: Und das ist auch einer der Gründe warum ich das Buch geschrieben habe weil einfach Freundlichkeit so wahnsinnig unterschätzt finde als Qualität.

00:27:17: Der Grund ist der, dass wir immer sehr, sehr loyale Mitarbeitende hatten die auch wirklich sehr viel und toll und hart gearbeitet haben.

00:27:25: Einfach weil sie Lust hat mit uns zusammen zu arbeiten, weil sie uns freundlich fanden.

00:27:28: Und das andere ist, dass viele Kooperationspartnerschaften schließen konnten.

00:27:32: Weil unsere Kooperationpartner sagen wollten hey, wir wollen mit dem zusammenarbeiten.

00:27:36: Wir haben jetzt tatsächlich einen Fleck.

00:27:37: Das sind wertgetriebene Menschen.

00:27:39: Das hat mir immer sehr geholfen.

00:27:43: Am Ende denke ich, es gibt immer Menschen die die Freundlichkeit nicht verstehen.

00:27:50: Also ich hatte auch negative Erfahrungen in Bezug auf meine Freundlichkeit das Leute mich dafür für schwach gehalten haben Für ja Konfliktunfähig.

00:28:02: Es gibt immer noch das Bild von erfolgreichen Unternehmern die wir Eldenbogen die ganze Zeit ausfahren müssen.

00:28:06: meiner Meinung nach ist es nicht der Fall so.

00:28:09: In den zehn Jahren waren es Unternehmen, zum Beispiel nicht meine Ellenbogen ausgefahren.

00:28:12: Ich war auch mit Konkurrenten immer noch kooperativ unterwegs, respektvoll und das hat mir am Ende sehr viel mehr gebracht als dass ich mich mit Härte durchgesetzt habe.

00:28:21: Und ich finde hier ist es wieder wichtig zu unterscheiden.

00:28:24: Das heißt nicht, dass ich nicht ganz klar für mich eintreten kann.

00:28:27: Ich hab immer sehr klar – auch meine Meinung vertreten – gesagt was Sache ist und war aber trotzdem gleichzeitig freundlich zu Menschen und ich glaube das ist das Wichtige In den ersten Jahren, außerdem das Thema Konfliktscheuen.

00:28:40: Den ersten Jahren hatten wir in der Start-up würde ich sagen so ein bisschen eine Fake-Harmoniekultur.

00:28:45: So einen typischen Start up, Harmonie.

00:28:48: Alle mögen sich, keiner sagt ineinander schlechte Sachen Kultur und das ist ganz schlecht fürs Unternehmen also für den Unternehmens Erfolg ist es schlecht auch für das Zwischenmenschliche im Unternehmen.

00:28:59: Es ist ganz schlimm Und da war ich ganz bestimmt auch kein gutes Vorbild.

00:29:05: Erst in den letzten Jahren haben wir es hingekriegt, würde ich sagen, da eine gute Kultur aufzubauen, wo wir es hingekriegt haben gleichzeitig sehr klar und direkt Dinge auszusprechen aber trotzdem respektvoll und freundlich zu dem Mitarbeitenden sein.

00:29:19: Ich denke diese Mischung ist das was das Ziel sein

00:29:22: sollte.".

00:29:25: wächst unser Podcast und Topgäste sagen noch schnelle zu.

00:29:29: Abonnieren Sie unseren Kanal, aktivieren sie die Glocke und wir liefern die besten Köpfe.

00:29:34: versprochen!

00:29:39: Wie man so schön sagt, die Werte einer Kultur hängen bei sehr vielen an der Wand.

00:29:55: Die Kultur findet aber zwischen den Wänden statt.

00:29:59: Schön schöner Spruch ja und ich glaube auch das also... Ich will gar nicht sagen dass unser Unternehmen immer da perfekt war oder da eine Top-Kultur hatte.

00:30:07: Ich denke das haben wir wirklich erst in den letzten Jahren hingekriegt.

00:30:10: davor waren wir auf einigen Bereichen immer sehr freundlich und gut und in anderen Bereichen Ja, wie gesagt mit der Konfliktscheue und den fehlenden Prozessenstrukturen.

00:30:21: Der fehlende Klarheit in Teilen waren mir auch nicht so gut.

00:30:24: es ist denke ich aber auch oft eine Kapazitätensache.

00:30:28: also so wie wichtig nehme ich das Thema Kultur?

00:30:30: Wie wichtig nehme Ich das Thema Mitarbeiterzufriedenheit Und bei uns war viele Jahre des Unternehmens auch so am Limit.

00:30:41: Also, wir hatten zeitweise ja so über hundert Mitarbeitende und ich hab das Unternehmen gegründet dabei in W-Twenty mit meinen Mitkünderinnen.

00:30:47: Also noch total frisch von der Uni mehr oder weniger irgendwie erfolgreich gewesen und schnell gewachsen.

00:30:57: Und waren maßlos überfordert in Zeiten auch, da hatten wir dann auch keine gute Kultur.

00:31:02: Wir haben dann aber irgendwann investiert wirklich eine ganz tolle Personal angestellte und die haben wirklich tolle Feedback-Prozesse eingezogen.

00:31:11: Die haben sich darum gekümmert dass wirklich die Kommunikation sich viel mehr verbessert.

00:31:17: Dass es viel transparenter wird, dass sie viel transparenther insgesamt kommunizieren.

00:31:21: Das hat einen riesen Unterschied gemacht bei uns.

00:31:24: Und das ist ja ungewöhnlich, dass drei Frauen gründen?

00:31:27: Das ist in Deutschland, ich freu es mich mal weltweit.

00:31:32: Man wünscht sich, dass das häufiger passiert oder was passiert nicht so häufig.

00:31:35: Wie ist das bei euch entstanden?

00:31:37: Ja wie ist das entstanden?

00:31:39: also... Ich finde es total schade!

00:31:40: Ich würde gerne haben, dass mehr Frauen gründe.

00:31:43: Ich finde Gründen ist auch etwas Tolles und Schönes, was super anstrengend ist aber auch etwas tolles.

00:31:48: Bei uns war's so wir haben ein Unternehmen gegründet Menschen mit Depressionen zu helfen.

00:31:52: Wir haben eine App entwickelt, die Menschen die Strategien der Kokentinverhaltenstherapie beibringt aber eben online also mit Videos und Audios mit Übungen, die auf die Situation zugeschnitten sind.

00:32:02: Und jetzt ich meine mittlerweile fragen alle Chat-DBT nach dem psychologischen Themen, aber mittlerweile früher vor zehn Jahren war das hoch innovativ was wir gemacht haben.

00:32:11: Unsere Apps werden auch Nachwürfe von allen deutschen Krankenkassen erstattet, was der absolute Durchbruch für uns damals war.

00:32:18: Ich glaube, Psychologie ist sowieso ja ein Thema, wo Frauen mehr aktiv sind.

00:32:24: Wir kannten uns aus dem Psychologiestudium und die Dritte waren Marketingkönigin.

00:32:30: Und wir haben alle drei das Ziel Menschen zu helfen mit Depressionen und wollten da etwas aufbauen.

00:32:38: Und ich glaub damals sind wir auch eher so bisschen grüneugig daran gegangen.

00:32:43: Glaube ich grüneulich?

00:32:45: Sonst wäre es vielleicht nie dran gegangen.

00:32:48: Blauäugig,

00:32:49: sagt man ja.

00:32:51: Wenn man von den Haaren ausgeht...

00:32:54: Ja

00:32:54: genau!

00:32:59: Wir haben es einfach gemacht damals, ohne viel drüber nachzudenken.

00:33:03: Ich glaube das hat uns geholfen.

00:33:04: auch, dass wir ja damals für uns zumindest noch so jung waren und nicht groß war und gefragt haben.

00:33:07: Und dann kam ganz viele glückliche Oberstände dazu, dass das dann irgendwie wirklich so erfolgreich gewesen ist.

00:33:13: Und wir haben bestimmt auf jedes richtig gemacht.

00:33:14: Wir haben bestimmt auch auf jedes falsch gemacht.

00:33:16: Aber am Ende gucke ich gerne auf was zurück, auf diese fast zehn Jahre.

00:33:22: Wie war es für dich?

00:33:26: Berührungen zu Depressionen.

00:33:28: Das ist ja wirklich eine radikale Unfreundlichkeit, was in den Menschen drin sitzt mit sich selbst.

00:33:36: Sie können nicht freundlich sein.

00:33:39: Hat dich das berührt oder gab es da irgendwelche Parallelen?

00:33:43: Also das Thema Selbstfürsorge ist ein Aspekt, den wir letztendlich... bei allen unseren Programmen auch immer ganz groß geschrieben haben.

00:33:50: Also dieses Thema, ich nenn's jetzt selbst Freundlichkeit oder was ist letztendlich?

00:33:53: Für Sorge also das Thema wie gehe ich eigentlich mit mir selbst und bespreche ich mit mich selbst.

00:33:56: Und... ...ich hat damals schon gewundert, wie manche Menschen es schaffen so freundlich zu anderen zu sein aber eben nicht sich selbst gegenüber.

00:34:06: Und wiederum aber andere... Es auch nicht schaffen anderen Freunde gegenüber zu sein weil sie so verstrickt sind mit ihren eigenen Themen.

00:34:14: Weil wir so sehr... Wenn wir selbst etwas Stechtes von uns denkt und dann projizieren wir diese Meinung oft auch in andere.

00:34:22: Und schaffen es dann auch nicht ordentlich zu sein?

00:34:24: Also ich denke, das Thema war auch damals in irgendeiner Weise präsent.

00:34:28: Mich hat es aber fast noch mehr berührt was da draußen im täglichen Leben bei jedem Menschen für mich gerade stattfindet wenn ich in die Welt hinaus trete, wenn ich an die U-Bahn steige dass die Menschen sich nicht mehr angucken, wenn sie auf Social Media gehen wie viel Hass hetze da ist wenn man teilweise in die Kommentarspalten geht, das ist nicht gruselig.

00:34:53: Aber auf der anderen Seite, wenn ich in die Medien schaue und gucke wie Politikerinnen und Politiker auf offener Bühne sich gegenseitig anfeinden, dann ist es irgendwie auch kein Wunder.

00:35:03: Und da ist ganz viel Raum um die Welt freundlicher zu machen.

00:35:09: Das ist mir das große Anliegen.

00:35:11: Ich glaube du hast auch in deinem Buch dem Handy ein eigenes Kapitel gewinnt, weil das so eine Großrolle spielt?

00:35:21: Ja.

00:35:21: Es ist ein Killer!

00:35:23: Weil die Grundvoraussetzung für Freundlichkeit... Das ist letztendlich unsere Aufmerksamkeit.

00:35:28: Ich kann gar nicht freundlich zu jemandem sein wenn ich nicht aufmerksam da bin.

00:35:31: Wenn ich sehe nicht ob in der U-Bahn jetzt jemand irgendwie meinen Platz braucht, wenn ich mich hingucke und wenn ich mit dem Gespräch bin aber parallel irgendwie die ganze Zeit aufs Handy gucke dann kann ich auch nicht wirklich auf dich beziehen.

00:35:43: diese Grund Voraussetzung, Aufmerksamkeit.

00:35:45: Das ist etwas was unser Handy uns immer wieder von uns raubt und ich halte da hier auch das Smartphone für eine größten Killer von Freundlichkeit Obgleiches natürlich auf viele Möglichkeiten bietet sich zu vernetzen etc.

00:35:59: aber gerade so im Umgang mit Fremden Ist es aus meiner Sicht Etwas was uns oft davon abhält miteinander ins kleine Gespräch zu gehen oder aufeinander wirklich ach zu geben.

00:36:13: Aber wir sind ja mit der Nase am Screen sind.

00:36:17: Wie machst du?

00:36:18: Oder wie ist dein Umgang mit deinem Handy.

00:36:21: Hast du paar Regeln in der Familie aufgestellt, mit deinim Mann?

00:36:25: Ja, also wir haben diese Regeln... Ich bin da auch nicht die Beste drin!

00:36:29: Was gerade zu Hause komischerweise... Also was will zum Beispiel wirklich nicht machen weil ich hasse das auch wenn man irgendwie... Wenn wir miteinander wirklich im Gespräch sind, wenn wir miteinander sprechen und am Estisch sind abends im Bett so... Da bleibt das Handy weg.

00:36:44: Ich finde es aber grade in der Partnerschaft manchmal schwierig Die Gänze, so ein bisschen verschwimmen von sind wir gerade im Gespräch oder macht jeder grad nochmal seins.

00:36:51: Dann ist man irgendwie doch mal am Smartphone und dann gerede man über die Küchenzeile entdeckt miteinander.

00:36:57: Da probieren wir uns auch immer wieder dran zu erinnern wo ich wirklich darauf achte es um einmal ein Gespräch mit Freunden.

00:37:02: also wenn ich zu jemandem gehe dann lass ich das hier nie meistens in der Tasche ich nehme das nicht mit.

00:37:07: Und das andere is dass ich wirklich doll probiere es im öffentlichen Verkehrsmitteln oder im öffentlicheren Raum einzuschränken.

00:37:15: Also, ich hab früher auch oft noch so aufs Handy geguckt.

00:37:18: Wenn ich was bezahlt habe im Café oder dann irgendwie nochmal eine Kopfhörer drin gehabt und ... Ich bin auch in diesen Stressphasen mit meinem Unternehmen Selfie... Oft so in die Bahn gestiegen, mit dem Handy vor der Nase und setz mich hin.

00:37:31: Und mir wäre nicht mal aufgefallen wenn man eine eigene Mutter am Bus sitzen würde.

00:37:35: So, ich hatte gar nichts mitbekommen weil ich so vertieft in dieses Gerät war.

00:37:39: Das macht ja etwas mit uns bekommen dann ja die Menschen, um mich herum gar nicht mehr mit.

00:37:45: Ich sehe nicht, ob jemand meinen Platz braucht... ich verbinde mich auch nicht mit den anderen!

00:37:50: Ich habe jetzt das Gefühl immer wenn ich in öffentliches Verkehrsmittel steige, ich hab so eine ... die forty-fünfzehnte Sekundenregel nenne ich sie, bevor ich in jedes öffentliche Verkehrsmittel steige gucke ich nicht auf mein Smartphone sondern gucke in den Raum und betrachte die Menschen um mich herum verteilen, auch mal ein Dächel.

00:38:07: aber es geht eher darum wirklich die anderen Menschen wahrzunehmen, wie der andere Lebensrealitäten wahrzuleben.

00:38:13: Ich überlege mir kleine Geschichten und gucke einfach wer ist da so um mich herum?

00:38:17: Wer sind diese anderen Menschen?

00:38:19: Und das macht was mit einem!

00:38:20: Es macht etwas damit, wie ich in dieser Bahn dann sitze... es macht aber auch etwas damit wie mein Billig ist im Bezug auf andere Meinungen weil ich mehr mich verbinde einfach mit anderen Menschen Sei es nur, weil ich mein blödes Handy in der Tasche ab für forty-fünfzehn Sekunden.

00:38:39: Es macht einen Unterschied!

00:38:43: Sehr hilfreich ist... Ich bin auch da.

00:38:46: wirklich kein gutes Beispiel das Ding.

00:38:48: Ich meine jetzt geht ja in der heutigen Ökonomie um die Aufmerksamkeit.

00:38:52: Das ist die Währung.

00:38:53: Ja.

00:38:54: Das hier aufmerksamkeitsökonomie und alle tun genau das, um mit Dopamin uns zu reizen und Aufmerksamkeit bei... zu fangen.

00:39:04: Von der Seite ist das ein ewiger Kampf, ich glaube nicht dass man das einfach nur digitale abschalten kann im Kopf sondern gegen Hormone kommt man und boten Storfe ist es schwierig anzukommen.

00:39:14: Komplett!

00:39:15: Es ist ja manchmal schwierig sich auf dem Gespräch zu konzentrieren ohne dann parallel nochmal kurz doch aufs Smartphone gucken zu wollen oder im Kopf die To-Do Liste durchzugehen wenn jemand so ein bisschen... Ich bin auch ein total ungeluldiger Mensch wenn da niemand etwas langsam redet dann denke Hallo, komm auf den Punkt und dann merk ich oh Gott Nora das ist denn los mit dir.

00:39:34: Halt mal kurz inne so sei wieder neugierig für andere Menschen ohne jetzt direkt die nächsten Kick zu brauchen.

00:39:41: und Das ist auch zum Beispiel einfach eine Übungs Sache finde Ich

00:39:45: ja.

00:39:45: aber zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.

00:39:48: Ja denen solltest du betreten können dass es Die Selbstregulation sie den Unterschied ausmacht ist aber rational Nach Holzeba im Alltag durch Routinen so stark verankert, da muss man sehr lange kognitive Psychologie üben um das neu zu überschreiben.

00:40:07: Ja ja, das stimmt!

00:40:10: Man ist es auch vollkommen in Ordnung dass man mal Tage hat wo es besser funktioniert und andere Tage nicht so gut funktionierte.

00:40:16: Nora und du beschäftigst dich auch mit der Paliativbegleitung?

00:40:22: Genau, habe ich die letzten Jahre gemacht.

00:40:24: Ich hab das jetzt mein neun Monate alte Tochter und Zeit ist momentan sehr, sehr rar.

00:40:30: Hätte man nie gedacht, dass ein Unternehmer weniger Zeit in Anspruch nimmt wie eine Tochter?

00:40:34: Ja,

00:40:34: stimmt!

00:40:35: Das stimmt.

00:40:36: Aber ich hab in der Stabilhilfe ehrenamtlich gearbeitet bevor ich meinen Baby bekommen hab und das auch als riesengroße Bereicherung empfunden.

00:40:47: Genau, ich hab vor, wann hab ich die Ausbildung gemacht, vor drei Jahren glaube ich ungefähr Danach ging es doch um Menschen in der letzten Lebensphase zu begleiten.

00:40:58: Ich habe einmal die Woche jemanden gesucht, meistens so für zwei Stunden mich einfach ans Bett gesetzt und das gegeben was die Person dann gerade gebraucht hat.

00:41:07: Was hat das mit dir gemacht?

00:41:09: Weil ich hab jetzt mit Johanna Klug gesprochen.

00:41:12: Ja, die macht das professionell.

00:41:15: Ach cool!

00:41:16: Das ist auch sehr spannend weil es eine ganz andere Perspektive aufs Leben auch in Bezug auf die Dankbarkeit Verbindung Freundlichkeit.

00:41:25: Was hat das mit ihr gemacht?

00:41:27: Ich würde sagen ähnliches.

00:41:29: Also ich... Es bringt ein bisschen Ruhe in den Kopf, ins hektische Leben.

00:41:39: manchmal ärgere ich mich noch darüber und halte es für wahnsinnig wichtig jetzt noch diese E-Mail zu schreiben oder regt mich über irgendwen auf.

00:41:45: Und dann sitzt man da plötzlich zwei Stunden mit jemandem und wird

00:41:49: da... Das ist alles relativ?

00:41:51: Dass das alles relativ ist und dass das Leben endlich ist und was wirklich zählt im Leben.

00:41:56: Das geht aus den Gesprächen sehr wohl und deutlich hervor.

00:42:00: Das sind die Beziehungen, die wir im Leben führen.

00:42:07: Manchmal hatte ich auch ... hab ich das Gefühl gehabt, es passt jetzt nicht in meinen Tag oder so.

00:42:12: Und immer jedes Mal wenn ich dann da war und diese Ruhe plötzlich wieder in mein Körper gelassen habe und ins Gespräch gegangen bin oder nur geschwiegen hat, bin immer anders rausgegangen.

00:42:24: Immer dankbar für mein Leben mit mehr innerer Ruhe einfach und wieder mit einem besseren Blick darauf was eigentlich wichtig ist im

00:42:37: Leben.".

00:42:40: Alle beschließen, dass wir radikal-freundlicher sein wollen.

00:42:45: Gibt es da handwerkliche Empfehlungen wie man sagt okay ab jetzt bin ich anders?

00:42:52: Wie übere ich denn diese radikale Freundlichkeit?

00:42:56: auch das sind ganz viele kleine Tipps die man da tricks und tipps die mal machen kann.

00:43:00: erst was ich sage ist wirklich so dieses Mal Leute auf der Straße anlächeln?

00:43:04: Das macht ihn nicht wenn du den schlechtesten Tag hast und dich sowieso gerade doof fühlst aber wenn du so neutral einen positiven Tag hast und so durch die Gegend gehst.

00:43:11: Kann man das mal ausprobieren, mal ein paar Leute auf der Straße anzulächeln?

00:43:14: Was ich zum Beispiel auch mache ist wenn ich mich in vierer Sitzreinsätze im Zug oder in einem Bus auch dass sich guten Morgen wünsche freuen sich die Leute auch immer drüber und wenn sie aussteigen sagen Sie dann immer einen schönen Tag noch und das ist immer eine kleine schöne Verbindung.

00:43:27: also dieses Lächeln, die fremden wir wieder auf der Strasse wahrnehmen einen guten Tag wünschen.

00:43:31: Das kann man machen

00:43:32: Nora.

00:43:33: vielleicht nur meine eigene Erfahrung.

00:43:35: Ich lächle Menschen auf der Straße auch im Vorbeigeinnahen.

00:43:39: Grüße im Inneren.

00:43:41: Das Interessante ist, sehr viele Menschen sind wirklich irritiert!

00:43:46: Nicht negativ, sondern positiv.

00:43:48: und das ist so goldig da zu beobachten.

00:43:52: und ich sage es ja gegen Lächeln kann man sich nicht wehren wenn das ehrlich rüberkommt.

00:43:58: Es ist einfach eine sehr schöne Resonanz mit der Welt.

00:44:02: Schön dass du das machst und es ist Resonanzen mit der welt finde ich einen richtig richtig schönen Ausdruck.

00:44:08: Genauso finde ich es.

00:44:09: Wir befinden uns manchmal so sehr in unserem Tunnelblick und sind so gestresst laufen, durch die Welt ohne nach rechts oder links zu gucken.

00:44:16: Das Leben ist hektisch!

00:44:18: Und diese Verbindungen zu anderen Menschen gehen... Wir fühlen wir manchmal gar nicht so.

00:44:28: Es geht so schnell, wenn man einmal nur kurz jemanden andächelt und einen kurzen Moment miteinander teilt, dass man diese Verbundenheit wiederfühlt und es gibt einem direkt ein schönes Gefühl.

00:44:35: Ich kann das wirklich auch sehr empfehlen.

00:44:37: und es ist auch wie du sagst Wir unterschätzen, das zeigen übrigens auch Studien was ganz interessant ist.

00:44:42: Wir unterscherzen den Effekt, den es beim anderen hat.

00:44:44: Also kleine freundliche Gesten lächeln... Das versüßt anderen Menschen den Tag und wir unterschetzen diesen Effekt!

00:44:52: Wir sollten uns viel häufiger mal probieren.

00:44:55: Und weitere Tipps zum Beispiel?

00:44:58: Du hast ja Freundlichkeits-Tagebuch, ein Beispiel.

00:45:01: Jaa, Freundlichkeit zeigt gut, das mache ich auch total gerne.

00:45:04: Das ist ja so, dass man irgendwie ganz viele freundliche kleine Begegnungen hat.

00:45:13: Und da haben wir dann eine Negative und dann kommt man nach Hause und ist so, oh du glaubst nicht wie unfreundlich Person X heute zu mir war.

00:45:19: So

00:45:19: ist es mit der Evolution.

00:45:20: Die Evolution hat halt ein Fokus auf das Negative.

00:45:24: Ja!

00:45:24: Und das Konsequenz sozusagen, das breche ich... Ich probiere mich mal aufs Positive zu fokussieren weil diese Aufmerksamkeit auf Freundlichkeit, die schafft dann auch wieder mehr Freundlichkeit.

00:45:35: Also ich probiere wirklich mich auf die freundlichen kleinen Interaktionen zu konzentrieren und so das macht einen Unterschied.

00:45:42: was ich auch ganz wichtig finde ist dieses Wohlwollend.

00:45:44: also ich kann immer denken der will mir gerade etwas Böses und der hat sich in da grad bei mir vorgedrängelt.

00:45:51: und ja der ist ein schlechter Mensch und er ist egoistisch etc.

00:45:56: Ich kann aber auch probieren positive Absichten den Menschen zu unterstellen und erst mal nicht vom negativen auszugehen.

00:46:01: Ich kann sagen, der hatte vielleicht einen schlechten Tag oder ...

00:46:07: Wurde vielleicht verlassen?

00:46:08: Wer weiß?

00:46:11: Wenn ich Kopfschmerzen habe, dann bin ich auch ganz eingegangen.

00:46:14: Dann sollen mir alle weggehen.

00:46:15: so.

00:46:16: das heißt aber nicht dass ich unfreundlich bin.

00:46:17: Ich hatte einfach nur dann ein schlechtem Tammelkopfschmerz.

00:46:20: Wenn jemand langsam vor dir mit dem Auto fährt, dann macht er das mich.

00:46:23: Weil der heute aufgestanden ist um zu sagen ich will dich ärgern sondern vielleicht ist einfach eine ältere Person die nicht mehr so schnell fahren möchte oder kann.

00:46:30: Es gibt für alles wohlwollende Erklärungen und sehr oft liegt es eben... Nicht an uns, wir müssen sich alles persönlich nehmen, sondern es auch im Training zu sagen was könnte mir jetzt für ein wohlwohlender Erklärung hinterstecken?

00:46:42: Und wir sind überrascht wie oft gar nichts so negativ ist wie wir glauben.

00:46:50: Das Dritte ist eben dieses Kein-People-Pleasing, sondern in den Konflikt gehen.

00:46:56: Wenn etwas belastet mehr als dass wir denken es ist freundlich das jetzt so tot zu schweigen Sondern wirklich eher ins Gespräch gehen aber probieren dann im Gespräch ja Freund hier respektvoll zu bleiben Selbstfreundlichkeit ganz wichtig erst immer mal wieder mit sich einzuchecken auch da wieder sich die Ruhe zu nehmen zu sagen was brauche ich heute eigentlich?

00:47:19: Und wir hetzen auch so durch die Tage, ich auch.

00:47:22: Ich hette auch so doll durch die Tag.

00:47:26: Wenn es mich sehr gestresst bin, dann mache ich mir alle Stunden einen kleinen Bäcker irgendwie und dann klingelt der ...

00:47:33: Das zweite Mal am Tage aufzuwachen sozusagen?

00:47:35: Ja das ist auch wieder ein schöner Ausdruck.

00:47:38: Wieder präsent zu sein und zu sagen Puh!

00:47:40: Ich renne was brauche ich gerade?

00:47:42: eigentlich kann nicht mehr kurz einmal fünf Minuten nehmen und kurz einmal rauszugehen und zu atmen oder Puh!

00:47:48: Einmal aufzustehen und mich auszuschütteln oder, ich weiß es nicht.

00:47:52: Aber was brauche ich gerade?

00:47:53: Also diese kurzen Check-ins mit einem selbst um die Freundlichkeit mit einem Selbst auch zu praktizieren.

00:47:59: Und dann ja ... Ich meine der Gebrauch mit dem Smartphone, ich fange da an einer Supermarktkasse an dass ich sage, ich nehme da kein Smartphone in die Hand außer vielleicht mal zum Zahlen mit Apple Pay aber ich gucke da dann nicht drauf, ich nehm die Kopfhörer aus meinen Ohren.

00:48:12: Ähm...ich probier eben die Menschen

00:48:15: anzugucken.

00:48:16: Präsent wahrzunehmen.

00:48:17: Genau Nora, du bist jetzt letztes Jahr aus dem unternehmerischen Hamsterrad ausgestiegen.

00:48:24: Bis jetzt im Mutter-Sein-Hamsterrad war es in Deiner Pläne.

00:48:29: Hast Du schon was gegründet?

00:48:30: Hast Du eine Skizze der Neugründung?

00:48:35: Also das Thema Freundlichkeit ist wirklich... Immer noch nach wie vor mein absolutes Lieblingsthema, also ich halt Vorträge darüber ein Unternehmen.

00:48:42: Ich mache auch immer noch eine kleine Lesung mit dem Buch was ich geschrieben habe.

00:48:46: das ist wirklich nach wie vorher meine Liebe im Herzen dieses Thema und finde da... Das

00:48:51: fühlte sich aber nicht aus so wie die ich anschätze

00:48:53: zu tun.

00:48:56: Ja ich hab also durch meine Tochter habe ich ein bisschen mehr innere Ruhe bekommen um ehrlich zu sein was auch schönes weil es die Prioritäten so ein bisschen verschiebt viel mehr um sie als irgendwelche unternehmerischen Sachen.

00:49:07: Aber wir probieren gerade, meinen female-house Club auch aufzubauen.

00:49:11: Also Frauen gemeinsam in ihrer Gesundheit arbeiten aktuell noch für die Zielgruppe Pospatum also viele solche, die gerade Mütter geworden sind und gehen dadurch durch die verschiedenen Säulen der Gesundheit zusammen.

00:49:21: Da testen wir grade was zusammen mit einer Ärztin, was cool ist glaube ich.

00:49:26: aber mein Fokus aktuell immer noch einmal Mutter sein Was schön, weil ich noch in älteren Zeiten primär.

00:49:35: Thema Freundlichkeit und Gesundheit aber das gilt für mich so ins breite Thema dazu.

00:49:40: Ich bin gespannt was du in drei Jahren geschrieben hast oder gegründet hast.

00:49:45: Das kann ja alles sein.

00:49:46: Nora wenn du dir vorstellst dass du ein Buch des Lebens schreibst jeden Tag einen Kapitel oder jede Monat ein Kapitel.

00:49:57: wie würde so dieses Buch?

00:49:59: Wir nennen, was wäre der Titel deines Buches Lebens?

00:50:08: Denk nach.

00:50:08: Das ist spontan schwierig zu beantworten.

00:50:11: Ja, das ist übrigens... Mein Mann fragt immer am Ende des Jahres wenn ein Jahr ein Buch wäre welchen Titel hätte er gerade dran.

00:50:24: Es ist noch ein größeres Big Picture.

00:50:27: Aber ich glaube es wäre irgendetwas mit dem Thema Freundlichkeit weil das einfach mein Leben so.

00:50:32: Das ist so sehr meine Lebensphilosophie, dann ist es das womit ich unser Unternehmen großgezogen habe.

00:50:40: Es ist das glaube ich auch der aktuelle Leben und auch meine größte innerliche Einstellung mit der ich durch die Welt gehe und die mir glaube ich sehr viel Lebenszufriedenheit gegeben hat schon immer und sehr viele innere Stärke dieser wohlwollende Blick auf Menschen.

00:50:58: Ich denke, es wäre irgendetwas mit Freundlichkeit.

00:51:01: Mit Radikala-Freundigkeit zu Lebensfreude.

00:51:04: Irgendwie so etwas unberuflichem Erfolg

00:51:06: oder zur Zufriedenheit.

00:51:08: Ja,

00:51:09: hoher Zufredenheit!

00:51:11: Und was macht denn Ehmann beruflich?

00:51:14: Der ist Rechtsanwalt aber der macht KI Begleitung für Kanzleien aktuell.

00:51:19: Okay, das ist jetzt was freundlicher.

00:51:21: Wenn ich ein Strafrechtler wäre, wäre es jetzt eine radikale Freundlichkeit, radikal schwierig aber... Aber er

00:51:27: ist auch sehr, sehr freundlich muss man sagen und ich glaube...

00:51:30: Das kann ich mir nicht anders vorstellen weil der Ähnlichkeiten sollten sich anziehen, dass das ein Fundament für eine erfolgreiche Beziehung gibt.

00:51:39: Ja, das stimmt.

00:51:42: Gibt es einen Buch, das dich in deinem Leben sehr stark geprägt hat?

00:51:46: Ich hab alle Bücher von Bendict Wales verschlungen.

00:51:51: Ich weiß nicht, ob ihr ihn kennst?

00:51:52: Er schreibt Bücher ... Coming-of-Age Romane und die haben mich einfach immer zutiefst innerlich berührt, wir so schafft tiefen Schmerz auszudrücken mit einer Leichtigkeit, die dann kommt wenn man ein Teeniealter ist.

00:52:16: Diese Bücher habe ich immer sehr berührt und hab jedes Buch von ihm Verschlungen.

00:52:21: Ich bin auch ein großer Fan von dem Alchemisten, von Paulo Tilo.

00:52:29: Ja.

00:52:30: Das ist ein ... ja ich stelle seit hundertfünfzig Folgen dieser Frage

00:52:36: und es ist ein Buch was man auch genannt?

00:52:39: Ja, Victor Frankel trotzdem Jahr zum Leben sagen und Alchemist werden ein paar Kollegen global auch so eine der Top Outro an.

00:52:51: Also ich mag schon auch solche... Ich bin jemand, der... Ich lese ja gerne Romane.

00:52:54: Ich bin jetzt keiner, der die ganze Zeit nur Sach- und Optimierungsbücher liest, überhaupt nicht.

00:52:59: Liebe Romane!

00:53:01: Und ich finde auch

00:53:01: da... Wobei Alchemist ist jetzt Romano auf... Das ist mein Typ Romani.

00:53:05: Nee, nee das ist kein Romanz, würde ich auch

00:53:06: nicht freuen.

00:53:07: Das ist ja deutlich tiefgründiger.

00:53:09: und weil du sagst Selbstoptimierung, Alchemis hat in sich diese Aufbrucht zu... zu Reise und zum Abenteuern.

00:53:20: Ja, das würde ich auch... Deswegen hab' ich so geil ... Das ist für mich eher in der Sparte.

00:53:23: Das ist etwas was ich den nicht sehr mag.

00:53:25: aber ich lese sonst eigentlich wirklich primär Romane Und ich finde auch bei Romanes es ist auch sehr ... Es ist dann letztendlich Weiterbildung fürs Herz weil man verschiedene Menschen mit ihren verschiedenen Beweggründen versteht und dass ja auch ganz viel Wert ist im Umgang wieder mit allen Menschen.

00:53:44: Ich vermute Ich kenne deine Antwort.

00:53:48: Aber wenn du jetzt einen Ratschlag geben könntest, den du als besten Radschlag deines Lebens bezeichnen würdest?

00:53:54: Was wäre das?

00:53:56: Ja, das ist nicht langweilig aber es ist sei freundlich weil um nicht mit moralisch erhobenen Zeigefringern auch nicht für die anderen sondern für dich selbst also...

00:54:04: Aus egozentrischer Perspektive

00:54:05: so zu sagen.

00:54:06: Ich sage ja immer ich bin aus egoistischen Gründen freundlicher, weil es gibt dafür ganz viele Studien dass freundliche Menschen mehr Lebenszufriedenheit haben, körperlich gesünder sind, dass sie sogar länger leben.

00:54:16: Ich erfahre das auch am eigenen Leib.

00:54:18: Mir geht es deutlich besser, oder ich hab einfach eine sehr hohe Lebenszufriedenheit aus dem Grund, dass ich mich nicht so über andere ärger und dass sich sehr transparent und menschlich mit Menschen umgehe.

00:54:29: Und das schafft in mir ein tiefes Gefühl von Verbundenheit ... Mit Fremden, mit Vertrauten, mit gelittenen Personen.

00:54:37: Das ist das, worum's im Leben geht, aus meiner Sicht.

00:54:41: Es lohnt sich wirklich!

00:54:45: Ich kann dir sehr, sehr gut folgen.

00:54:46: und auch das was du empfohlen hast in Bezug auf die Absicht.

00:54:52: Ja ich habe ja davor.

00:54:53: so der kleine Schmerz steht am Anfang als mein Lebensmuster des Erfolgs.

00:55:00: da gibt es auch im Zweifel Gut.

00:55:04: Das heißt wenn Du jetzt zweifelst war das jetzt in guter Absicht oder in schlechter Absicht?

00:55:09: entscheide dich immer für die gute Absicht.

00:55:11: bei dem anderen Scheitest in deinem Naum, dann hat sich hier nicht verändert.

00:55:19: Hättest du von vorne rein das gedacht?

00:55:20: Dann würde sie bestätigen.

00:55:23: aber so hast du vielleicht den Siebzig Prozent der Fällen keine negative Resonanz erlebt.

00:55:31: und die abschließende Frage Nora was ist für dich der Sinn des Lebens?

00:55:39: Ich glaube dass ich glaube nicht dass es diesen einen Sinn des lebens gibt ja für alle

00:55:45: um Gottesfällen

00:55:47: gleich ist.

00:55:50: So für dich?

00:55:52: Für mich ist es wichtig zur Verbindung zu haben, zu anderen Menschen diese Liebe zu geben.

00:56:00: Da bin ich sehr gut drin sie zu empfangen, sie auch aufzunehmen und da sein zu lassen.

00:56:06: Ich bin aber auch eine starke Hedonistin würde ich sagen.

00:56:11: also ich bin auch einfach Freude zu empfinden um Leben schöne Gespräche zu haben schönes Glas Wein zu trinken so lachen Spaß zu haben.

00:56:19: Darum gibt es bei mir auch für mich ein schönen Teil des Lebens.

00:56:25: Das ist doch schön!

00:56:26: Ich bedanke mich für das sehr freundliche Gespräch, das war radikal schön und hat mir sehr viel Freude gemacht.

00:56:32: Gleichfalls vielen Dank, dass du dabei sein durftest.

00:56:35: Danke dir!