00:00:00: Als letztes Wort in allen Ansprachen vor meinen Mitarbeitern habe ich immer gesagt, per aspera at astra.
00:00:07: Das heißt auf Frauenfaden zu den Sternen stammt von Seneca.
00:00:12: Behalte deine Sterne im Auge, sei ambitioniert.
00:00:16: aber es muss ja auch klar sein dass das nicht glatte polierte Straßen sind sondern über so Findernisse stoßen Rückschläge erleben und dann musst du durchhalten und weiter deinen Weg verfolgen.
00:00:42: Lieber Hermann, einen wunderschönen guten Morgen.
00:00:44: Herzlich willkommen das zweite Mal bei SMP Leader Talks!
00:00:48: Guten Morgen Georgi.
00:00:50: ich freue mich auf unser Gespräch.
00:00:52: Ja und du hast hier ein neues Buch rausgebracht.
00:00:55: Simon sagt Und wenn ich das richtig reflektiere hast Du drei Millionen Zeichen Text im Laufe deines Lebens aufgenommen Bei den Themen die dich bewegt haben, bei den Zitaten die dich bewegten und hast die Quintessenz in deinem Buch veröffentlicht.
00:01:12: Und da war ich sehr neidisch, weil ich mir das auch immer wieder vornehme einen guten Text oder ein gutes Zitat oder ein guter Erkenntnis aufzuscheiben.
00:01:20: Aber irgendwie braucht man da auch extrem viel Disziplin, dass zu tun.
00:01:26: Ja, das war natürlich auch unterschiedlich.
00:01:28: Ich habe damit nineteenhundertfünfundsiebzig angefangen die ersten zwanzig Jahre in Notizbüchern und so etwa ab Mitte der neunziger Jahre dann digital nicht wie ein Tagebuch, sondern Ideen, Einsichten, Begegnungen.
00:01:46: Und da kam diese drei Millionen Zeichen zusammen.
00:01:49: aus denen habe ich die besten zwanzig Prozent ausgewählt das sind halt so sechshundert tausend ungefähr dreihundert Seiten und in dreiundzwanzig Kapiteln gekliedert.
00:02:01: und eine ganz wichtige Einsicht bei der Durcharbeitung dieser langen Notizen war Wie viel man vergessen hat An Begegnungen, an Ideen.
00:02:12: Also es war ein AHA-Erlebnis durchzugehen und zu sehen was man in dem Jahr nineteen Hundert Vierund Neunzehnteinundneunzig oder neunzehnundneuzechten Achtzig gemacht und erlebt hat.
00:02:24: also ich kann nur jedem raten solche Ideen aufzuschreiben.
00:02:28: Und heute mit digital ist das ja einfacher.
00:02:30: Man kann das unterwegs machen.
00:02:33: Man kann dann suchen nach bestimmten Stichworten Man vergisst unheimlich viel.
00:02:40: Ja, und mit einem Telefon hat man zur Zeit wirklich die Möglichkeit... ...die Vergangenheit zuverewigen ja permanent, weder durch Bilder oder durch Aufnahmen von spannenden Notizen.
00:02:54: Und ich wurde mal in einem Interview gefragt, gibt es irgendwelche physische Dinge an denen ich wirklich hänge?
00:03:01: Ich musste wirklich nachdenken weil ich darin bin so... Klassisches Detachment zu betreiben.
00:03:08: und dann ist mir eingefallen, ich hänge am Backup meines iPhones.
00:03:13: Das ist alles was man so in den letzten Jahrzehnten aufgenommen hat und irgendwie erfasst hat, dass es da gespeichert.
00:03:22: Und ich meine wir tendieren sowieso dazu die Vergangenheit ein bisschen zu glorifizieren weil man nimmt ja nur die schönen Eindrücke und Einblicke auf und nichts was so schlecht gelaufen ist.
00:03:34: Ich weiß nicht ob du das auch so wahrgenommen hast.
00:03:37: Ja
00:03:37: das ist natürlich ein Mechanismus der menschlichen Psyche Das Leben möglichst angenehm zu gestalten, indem man unangenehme Dinge eher in den Hintergrund drängt.
00:03:51: Allerdings gelingt das nicht immer bei irgendwelchen dramatischen Ereignissen und bleibt doch etwas hängen.
00:03:58: aber was die Aufzeichnung von solchen Dingen angeht da bin ich der Meinung dass man doch schriftlich machen sollte.
00:04:10: zum Beispiel hatte ich dann so einen dicken Ordner, sechzehnhundert Zeiten oder zwei Ordner und da kann man auch mal durchplättern.
00:04:20: Während ich mir das auditiv vorstelle, ist es doch ein bisschen schwieriger.
00:04:26: Ich wundere mich immer wenn solche Filmfestivals sind wo dann hundert Stunden Filme angeboten werden wie die Jurys das bewältigen Und das gilt im Übrigen auch für das Buch Lies man nicht von Anfang bis Ende, sondern man plättert, denkt nach über ein Gedanken und geht dann weiter.
00:04:50: Und die Kapitel helfen eben dass man sich gerade einen Thema aussucht das geht von Führung als erstem Kapitel sozusagen als wichtigste in Management bis zum Kapitel zweiundzwanzig war sein ähnlich mysteriöses Phänomen wie Führungen beinhalten nämlich Marke.
00:05:08: Warum sind Marken so attraktiv und andere nicht attraktive?
00:05:13: Das ist also auch ähnlich wie bei Führung, nicht zu hundert Prozent wissenschaftlich erklärbar.
00:05:19: Und du startest ja bei dem wichtigsten Kapitel über die Führungen mit einem Zitat.
00:05:24: Führungs bleibt ein mysteriöses Phänomen.
00:05:28: Es gibt ja unglaublich viel Forschung aber man hat das Gefühl dass es immer noch nicht sehr fortgeschritten.
00:05:35: Die Erklärung für dieses Phänomene
00:05:37: ganz genau.
00:05:38: Also die Wissenschaft kann heute nicht fundiert oder überzeugend erklären, warum Menschen bestimmten Führern folgen und anderen eben nicht folgen oder andere als Führer nicht erfolgreich sind.
00:05:54: Nicht wirksam sind.
00:05:56: Und das bezieht sich auch auf die Prognostizierbarkeit.
00:06:02: Man kann nicht mit Sicherheit voraussagen ob jemand als Führer performen wird.
00:06:08: Zwei Beispiele aus der Geschichte habe ich dort zitiert, das eine ist ein Zitat des österreichischen Schriftstellers Franz Plei.
00:06:16: Der Lenin während dessen Münchner Studienzeit kennenlernte um, und sagte niemand von uns der Lenin kannte hätte sich jemals diese Rolle Lenins in der Geschichte vorstellen können.
00:06:32: Und ein fast identisches Zitat gibt es zu Putin aus seiner Zeit in Dresden als KGB-Agent.
00:06:41: Dort sagt ein KGB Kollege von ihm, niemals hätte uns einer von uns sich das vorstellen können.
00:06:48: und das geht auch auf moderne Führungsauswahl.
00:06:55: Ein ganz aktuelles Beispiel im September hörte Ulf Marc Schneider als CEO von Nestle auf.
00:07:08: Und Nestle gilt ja, als das Musterbeispiel von Kontinuität und Geschick in der Auswahl der Top-Führungskräfte.
00:07:17: Dann wurde ein neuer CEO ernannt, der wurde nach einem Jahr gefeuert.
00:07:22: Also selbst einem Unternehmen wie Nestle passiert, dass sie sich irren bei Besetzung von Top-Führungspositionen.
00:07:32: Bei BP in England ist vor kurzem dasselbe passiert, nach kurzer Zeit wurde der CEO wieder verabschiedet.
00:07:39: also Führung bleibt ein mysteriöses nicht mit Sicherheit prognostizierbares Phänomen
00:07:47: das auch sehr interessant zu beobachten.
00:07:49: wir haben ja sehr viele intelligente hungrige Menschen in unserer Firma und wie Beobachten ja unser Alumnus- und Aluminienetzwerk.
00:07:58: Und es ist total faszinierend, wie in unterschiedlichen Kontexten die Menschen im unterschiedlichsten System eine ganz andere Potenzallenfaltung erleben und erfahren – wie zum Beispiel in unserer Firma!
00:08:11: Weil wenn sie dann einen anderen Pfad nehmen stellt man plötzlich fest, wow das hätten wir in dem Kontext nie zugetraut den Menschen.
00:08:19: und da hast du jetzt sehr bestimmt ähnliche Erfahrungen machen dürfen.
00:08:23: Ja, ich habe diese Erfahrung vielfach gemacht und hab mich genauso oft geirrt wie die eben zitierten.
00:08:32: Manche, die wir zu Partnern befördert haben bei uns wo ich skeptisch war ob sie es packen, die haben dann meine Erwartungen weit übertroffen.
00:08:44: Und bei anderen war ich sicher dass Sie es packern und hohe Leistung bringen würden und das Draht nicht ein.
00:08:52: Also ich habe mich genauso oft gehört wie irgendwelche Aufsichtsratsgremien in großen oder mittelständischen Unternehmen, so eine besondere Situation ist dann auch beim Übergang von Familienmanagement auf Familienfremde.
00:09:09: Das ist ja für die Familie der das Unternehmen gehört immer eine schwierige Situation wenn bisher ein Familienmitglied die Firma geführt hat Und jetzt hat man keinen oder die Nachfolger wollen es nicht und dann geht man auf Familienfremdenmanager.
00:09:25: Das sage ich auch aus vielen Erfahrungen, der dritte Versuch wird normalerweise klappen also beim ersten Versuch.
00:09:33: das kann sowohl für die Familie liegen dass sie sich nicht damit abfinden können dass ein anderer jetzt zumindest das operative sagen haben muss.
00:09:42: Es kann aber auch genauso an dem Manager liegen, die kommen ja dann oft aus Großkonzernen und sind eine ganz andere Unternehmenskultur gewohnt.
00:09:50: Und das gilt auch für Mitarbeiter, die uns verlassen.
00:09:56: da machen manche große Karriere und andere bleiben dann in den neuen Unternehmen irgendwo stecken.
00:10:02: also Fähigkeit zu führen bleibt mysteriös Ist sie genetisch, ist sie erfahrungsbedingt.
00:10:13: Kann sie gelehrt und gelernt werden?
00:10:16: Das sind alles sehr offene Fragen!
00:10:19: Du hast ja auch in deinem Buch eine sehr interessante Anmerkung.
00:10:24: immer wieder Merke.
00:10:26: Meistens sind das deine eigenen Beobachtungen die du ausgesucht hast Und du sagst bei einem wer führen will darf nicht die Stimmen zählen.
00:10:36: Herrmann
00:10:37: Ja führen heißt nicht abgucken, was die Masse gerne hätte sondern das zu tun von dem man überzeugt ist und wo man dann auch authentisch sein kann und keine Rolle spielt.
00:10:53: Das ist keine Garantie dass das die optimale oder die richtige Entscheidung ist.
00:10:58: aber zu dieser Entscheidung muss man stehen und versuchen sie durchzusetzen.
00:11:02: es gibt ja zwei, zwei Arten von Führern oder ich sage mal sogenannten Führer gibt es eine alte Geschichte.
00:11:10: Ich glaube aus der französischen Revolution.
00:11:12: Eine Masse von Leuten Läuft über den Marktplatz und dahinter läuft einer her und stolpert Und jemand sagt zu ihm pass auf die überrennen dich und er sagt da nein ich muss zudem ich bin ihr Führers das ist der führer guckt, was in der letzten Volksbefragung rauskommt und sich da nach Dauern drichtet.
00:11:36: Aber das sind nicht die Führer, die die Welt verändern.
00:11:39: Die kommen eben mit Überzeugungen und richten sich nicht nach der jeweiligen Stimmungsumfrage.
00:11:51: diese Menschen, die zurzeit vielleicht auf die Geschichte verändern.
00:11:55: Ich würde jetzt Elon Musk nehmen weil der als Führungskraft auf einer Seite sehr umstritten ist aber auf anderen Seite was er wirklich nicht macht die Stimmen zählen und das ist jetzt der erste Billionär und der hat so viele Branchen ein bisschen auf den Kopf gestellt.
00:12:15: Und ob er dabei sehr viele Fans gewonnen hat in eigenen Reihen, kann ich nicht einschätzen.
00:12:20: Aber der war irgendwie gegen Isomophismus.
00:12:24: Der hat wirklich seinen eigenen Weg gemacht.
00:12:26: Wie siehst du diese?
00:12:29: Wenn man die Leistung von Elon Musk sieht mit Tesla, mit SpaceX und X
00:12:35: usw.,
00:12:38: dann übersteigt das meine Vorstellungskraft Und ich habe seine sehr umfangreiche Biografie gelesen, da hat man den Eindruck das ist die idealtypische Mischung zwischen Genie und Wahnsinn.
00:12:57: Also er hat sicher nicht die Fahne nach dem Winter der Meinung gerichtet.
00:13:04: Umgekehrt ohne dass ich diese Details kenne muss er ja in seinen Unternehmen extrem fähige Führungskräfte haben.
00:13:16: Und diese auch halten.
00:13:17: zum Beispiel den SpaceX, spielte ein Deutscher eine sehr große Rolle.
00:13:22: ich glaube der hieß Königsmann und da ist interessant eher beansprucht ja ausschließlich die Bühne.
00:13:30: wenn etwas passiert neues Modell eingeführt wird oder jetzt die Börsen-Einführungen von SpaceX dann erscheint er nur als einziger auf der Bühne.
00:13:43: Und das heißt, die Führungskräfte in der zweiten Reihe, die tatsächlich diese Unternehmen managen, denn so viel Zeit kann er gar nicht haben sich um jeden Fall dazu kümmern, die müssen auch bereit sein ihm die Bühnen zu überlassen.
00:13:59: Da darf wahrscheinlich keiner den Kopf rausstrecken und sagen ich will jetzt auch mal im Weltfernsehen erscheinen.
00:14:06: Das ist eine sehr interessante Konstellation.
00:14:09: Aber diese Typen gibt es auch, die extrem fähige Manager sind aber nicht am erscheinlichen Öffentlichkeit interessiert sind und meinem Eindruck nach muss es ihm gelungen sein solche Leute zu gewinnen und auch zu halten.
00:14:25: Und du beschreibst in deinem Buch das Du von der Tuscana faszinierst bist weil Toscana so viele fähige Menschen hervorgebracht hat und eine der Erfolgsfaktoren war, dass die fähigen Menschen anziehen.
00:14:42: Und ich glaube das kann man schon als Erfolgsfaktor in einer Firma betrachten?
00:14:45: Ja,
00:14:45: das ist ganz eindeutig so in vielerlei Hinsicht.
00:14:50: also wenn wir die Toscano um um sechzehn, siebzehnt hundert sehen da war da eine Ansammlung von Weltschinis Leonardo da Vinci Michelangelo und Buonarrotti, wie sie alle hießen Architekten auch dann Naturwissenschaftler.
00:15:09: Das ist einmalig das ist vergleichbar mit dem Silikon Valley heute.
00:15:14: die kennen sich ja auch alle untereinander.
00:15:17: Peter Thiel Elon Musk hat zusammen
00:15:19: PayPal
00:15:21: gegründet bei Palantir Das ist ja ein relativ kleines Gebiet, San Francisco bis Santa Clara.
00:15:29: Das sind siebzig-achtig Kilometer wo sich das fast alles abspielt auch mit Antropik und wie die neuen dann heißen Und die ziehen mehr an aber die befruchten sich auch gegenseitig und Sie haben dann einen Ökosystem in dem auch Kapital zur Verfügung steht.
00:15:49: Wir haben ja in Deutschland nicht das Problem, dass wir zu wenig Grundlagenerkenntnisse haben.
00:15:55: Aber ein Alfalfa hat dann eine Rekordsumme von fünfhundert Millionen eingesammelt und Ansropik hat gerade seventy-fünf Milliarden in einer Finanzierungsrunde angeht.
00:16:06: Dann ist doch klar wer bei diesen teuren Investitionen im Datenzentren, im Training der Modelle in Entwicklung der Software gewinnen wird?
00:16:16: Nicht der der fünfhundert Millionen einsammelt sondern der der im Milliardenwert ist, an der Börse oder auch bei Private Equity-Investoren dann hohe zweistellige, wenn nicht dreistelligem Milliarden, nicht Millionen, so ein Milliardenbeträger einsammeln kann.
00:16:34: Die Frage ist ob das überhaupt möglich ist?
00:16:36: Dass wir das je aufholen in diesem Wettrennen wie so viel Venture-Captain... Also
00:16:42: innerhalb Deutschlands und auch innerhalb Europas können wir das nicht auffohlen.
00:16:47: Deswegen ist für mich auch dieses Streben nach Souveränität eine Illusion.
00:16:54: Ich war vor kurzem bei einer Veranstaltung mit einem sehr bekannten Politiker, der sagt ja jetzt wird in Heilbronn investiert und wir werden jetzt auch einen Einfluss in dieser IT-Weltwirtschaft haben so.
00:17:09: In Heilbron investiert die Schwarzgruppe Lidl.
00:17:13: Ich habe mir dann mal die Zahlen angeguckt Liedemacht hundert fünfzehn Milliarden Umsatz ist ja auch nicht wenig.
00:17:20: Wenn es hoch kommt zwei drei Prozent Netto gewinnen, also wir reden von einem netto Gewinn dann von zwei drei Milliarden in der Größenordnung Apple Alphabet Die Mutter Von Google Machen Hundert Milliarde Netto Gewinnen.
00:17:36: Auch das setzt wieder die Größenordnungen In Beziehung zueinander.
00:17:42: Und was ist für mich die Schlussfolgerung daraus?
00:17:45: Die Schlussfolge ist, dass wir in dieser globalen Arena nur etwas über transatlantische Kooperation erreichen können.
00:17:56: Das kann zum Beispiel bedeuten das man wenn man etwas zu bieten hat in New York an die Börse geht, an den Astak wie BioNTech das gemacht hat und Kapital, Private Equity-Kapital auch aus Amerika dann sich holen muss.
00:18:15: Weil hier einfach nicht genug Masse verfügbar ist und es wird jeden Tag appelliert dass die wohlhabenden Family Offices, die Rentenversicherung usw.
00:18:26: da reingehen.
00:18:27: aber das passiert ja faktisch nicht
00:18:30: Und du bist ja auch ein Kenner von China und du bist sehr viel drüben von der Seite, die Entwicklung in diesem Land betrachtet.
00:18:42: Alleine jetzt in der humanoid Robotik.
00:18:44: was sie da mit diesen Shaolin-Robotern gezeigt haben das ist ja absolut faszinierend!
00:18:50: Mit welcher Geschwindigkeit sie auch industrialisieren?
00:18:54: Wie beobachtest du das?
00:18:57: Bei meiner letzten Reise vor einigen Monaten war ich unter anderem in zwei Städten Nanjing und Hefai.
00:19:08: Nanjing kennt man vielleicht hier noch Hefrei eher nicht, und dann fiel mir eine globale Ranking Scala zufällig in die Hand nach dem wissenschaftlichen Output nach Steppen.
00:19:23: Global!
00:19:24: So an welcher Stelle lag Nanjing?
00:19:28: Das sind alles natürlich zwölf oder fünfzehn Millionen Städte... Nanjing war Nummer sechs.
00:19:33: Hefail, keiner kennt die hier.
00:19:36: Nummer drei zehn.
00:19:38: Die beste deutsche Stadt war Berlin, Nummer sieben und zwanzig.
00:19:40: In München lag auf Platz achtundzwanzig.
00:19:43: also das zum Thema wissenschaftliche Grundlage.
00:19:48: Hier rede ich von von wissenschaftlichen Publikationen.
00:19:52: Das zweite Thema war vielleicht noch wichtiger.
00:19:56: Ich höre mir dann ja auch immer die Vorträge der chinesischen Referenten an, die werden ja übersetzt.
00:20:02: Da gab es ein Thema Innovation mit Betonung auf Schnelligkeit der Umsetzung von Forschungen in marktfähige Produkte.
00:20:12: Das scheint also eine ganz besondere Stärke zu sein, mir erzählte kürzlich ein Autoindustrie Insider das deutsche Unternehmen bisher etwa vier Jahre brauchten für die Entwicklung eines neuen Modells und mal mit Hilfe von KI, dass auf achtzehn Monate reduzieren will.
00:20:34: Und die Chinesen sein bei vierzehn Monaten.
00:20:37: also das ist gleichzeitig unsere größte Schwäche.
00:20:41: es dauert aufgrund von Bürokratie aber auch auf Grund von zu langen langsamen Entscheidungsprozessen in Deutschland zu lange bis wir Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umsetzen.
00:20:59: und diese Geschwindigkeit, die scheint ja überall zugenommen zu haben.
00:21:04: Das kommt also hinzu zur mangelnden Skalierungsfähigkeit durch Kapitalengpässe oder zu engen Markt oder Bürokratie.
00:21:15: In Holland gibt es einen Unternehmer der hat eine interessante Sache und zwar mobile Ladegeräte.
00:21:24: Jetzt sind wir Elektroautos im Umlauf und wenn irgendwo einer stehen bleibt, weil die Batterie leer ist.
00:21:30: Dann ruft er der an.
00:21:31: den anderen kommt dann mit seiner Batterie und er kann die Batteries vor Ort auflagen
00:21:36: so
00:21:37: wie ADAC bei traditionellen Autos
00:21:41: elektrische Kanister sozusagen ja
00:21:43: elektrische Kanister.
00:21:45: und der ist in Holland ganz erfolgreich und sagt ich will jetzt nach Europa expandieren.
00:21:51: Es dauert in jedem Jahr Land zwei Jahre oder so, bis ich die Zulassung habe.
00:21:55: Weil er muss dann in jedem Land wieder zertifiziert werden.
00:21:58: Er muss natürlich seine Dokumentationen in sieben und zwanzig Sprachen übersetzen.
00:22:05: Das ist ein fundamentaler Unterschied zu USA und China.
00:22:09: Uber hat sein System drei Jahre lang in San Francisco getestet und dann unmodifiziert es auf alle amerikanischen Großstädte ausgerollt.
00:22:19: Wenn Sie das Berlin oder Köln machen, dann muss man siebenundzwanzig Bürokratien überwinden, sieben und zwanzig Sprachen usw.
00:22:30: Deshalb werden solche Massensysteme in Massenarkten nicht aus Deutschland und auch nicht Europa.
00:22:39: Es gibt ein paar Gegenbeispiele, Spotify nenne ich mal aber als Regel kann man sagen solche Massen digitalen Systeme werden nicht aus Deutschland oder Europa kommen.
00:22:55: Um das zu illustrieren nehme ich ein Zitat von dir, die zehn Gebote bestehen aus zweihundertneunundsiebzig Wörtern.
00:23:03: Aus dreihundertwörtern besteht die Unabhängigkeitserklärung der USA und aus fünfundzwanzigtausend neunhundertelf Wörtern besteht die EU-Verordnung zur Einfuhr von Caramel Bonbons.
00:23:17: Das sagt alles!
00:23:19: Wenn man wahrscheinlich alle EU-Verordnungen dieser Art zusammenrechnet, dann sind das nicht drei Millionen Zeichen wie in meinen Notizen, sondern wahrscheinlich eher drei Milliarden.
00:23:31: Und dann werden diese EU-Verordnung ja noch mal in nationale Gesetze und Verordnung.
00:23:37: Da vervielfacht sich das Ja?
00:23:39: Und Karamellbombons und deren Einfuhr sind natürlich ein wichtiges Thema so dass dafür muss man von zwanzigtausend Zeichen oder Seiten haben.
00:23:50: Ja, das sagt alles!
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00:24:05: Du sagst auch dass erfolgreiche Menschen steigen nicht auf weil sie oben hin wollten sondern weil sie unten weg wollten.
00:24:13: Ja, das ist ja eine Frage der Motivation.
00:24:15: Warum kämpft man da voranzukommen?
00:24:19: Und wenn es einem unten nicht gefällt dann ist das die einzige Methode dass man sieht, dass man befördert wird.
00:24:26: Wenn man das gut macht kommt man automatisch nach oben.
00:24:30: Da habe ich übrigens noch einen Tipp insbesondere für junge Leute.
00:24:35: dazu halte ich demnächst in Warschern Vortrag.
00:24:38: Ich halte nichts davon, wenn junge Leute mit neunzehn oder zwanzig schon wissen wo sie mit sechzig stehen.
00:24:45: Soll an mein Rat ist macht das was du gerade tust sehr gut optimal dann werden sich Chancen eröffnen.
00:24:54: auch wenn ich meinen eigenen Lebenslauf sehe.
00:24:57: Studium ich komme ja von einem kleinen Bauernhof dass ich promovieren würde war da nicht vorgesehen und da gab es sich die Chance.
00:25:05: Ich wollte eigentlich Manager werden, dann ergab sich die Chance zur Abilitation zum Professor.
00:25:10: Als ich Professor wurde hätte ich niemals gedacht dass ich das aufgebe.
00:25:13: aber fünfzehn Jahre später habe ich die Professur damals an der Universität Mainz aufgegeben und bin voll in unser Unternehmen eingestiegen.
00:25:21: also mein Leben ist völlig ungeplant verlaufen aber es gaben sich immer wieder Zwischenstation mit Chancen die ich dann ergriffen habe.
00:25:30: Also mach den Job den du gerade tust wirklich optimal Dann wirst du neue Chancen bekommen und dann kannst du dich entscheiden.
00:25:38: Ja, was mir auch in meinem Leben geholfen hat zu verstehen dass wir zwar vorwärts leben aber so richtig das Leben verstehen wie er es rückwärzt.
00:25:46: Das
00:25:47: ist richtig ja!
00:25:48: Und
00:25:48: die Serendipität ich weiß nicht ob Du Dich mit dem Phänomen beschäftigt hast Aber das ist etwas worauf Wie achten sollten dass wir möglichst viele Chancern kreieren?
00:25:57: Ja
00:25:57: diese Serendippität habe Ich auch In einem Kapitel im Buch beleuchtet.
00:26:04: Der Ausdruck ist mir zum ersten Mal übrigens, und da gab es nämlich auf der Messerschuhsetz Avenue in Cambridge einen Laden, der hieß Serendipity.
00:26:19: Da habe ich mich damals mal damit beschäftigt und das ist ein altes Wort für Cylon wo dann die drei Prinzen von Serendib.
00:26:28: Und da kann ich nur sagen Auch wieder, da kann man ja aus dem eigenen Leben nur berichten.
00:26:35: Wie viele solcher Zufälle ungeplanten Dinge auch mein Leben bestimmt haben?
00:26:43: Ein Beispiel!
00:26:44: Ob man das als Serendipität bezeichnen würde weiß ich nicht aber auf jeden Fall als Zufall.
00:26:50: Im Januar neunzehnhundertneunundsebzig habe ich den berühmten Marketing-Gro Philipp Kotler an der University Northwestern University besucht.
00:27:00: Ich habe ihm dann erzählt, ich mache Preisforschung und ich hab die Ambition einen Einfluss auf die Praxis zu erzielen.
00:27:07: Das haben doch alle jungen Wissenschaftler und keiner schafft das.
00:27:11: Und dann sagte er aber ich kenne einen in Chicago der nennt sich Price Consultant, Preisberater.
00:27:20: den habe ich auch später getroffen.
00:27:21: es war ein Einzelkämpfer.
00:27:23: da ging mir ein Licht auf kannst du mit preisberatung was mein Forschungsgebiet war, deinen Lebensunterhalt verdienen.
00:27:31: Also das war sicher so ein kleiner Baustein da in einige Jahre später Simon Kucher zu gründen zusammen mit meinem ersten Doktoran Eckhardt Kucher.
00:27:41: Das sind nur Zufälle die dann ein kleines Flämmchen in Gang setzen was später eine große Flamme werden kann.
00:27:50: Ja absolut und... In diesem Kontext ist auch eine Frage nach dem Bauchgefühl.
00:27:56: Du sagst ja, das Bauch-Gefühl dominiert den Intellekt?
00:27:59: Der Bauch ist schneller als der Geist oder dass es so einen Merkposten bei dir... Wie siehst du das aktuell?
00:28:07: Ich meine doch blickst jetzt auf so viele Jahrzehnte erfolgreichen Lebensweise und Führung.
00:28:14: Bestätigt sich das jetzt?
00:28:17: Ganz klar!
00:28:18: Es ist oft so, spontane Bauchgefühl dann doch durchsetzt.
00:28:26: Also ich bin da nicht immer diszipliniert, aber in der Regel mache ich so wenn ich vor einer Entscheidung stehe und nicht richtig weiß ja oder nein soll ich oder soll ich nicht?
00:28:38: Dann wachte ich in der regel einige Tage ab überschlafe das und dann ergibt sich die Entscheidung.
00:28:47: Die ergibt sich aber weniger aus intensivem Nachdenken-Analyse, sondern eher dass du vom Bauchherz und dem Gefühl kommst so wird es jetzt gemacht.
00:28:59: Und da darf ich noch ein zweites Inkridient dazu bringen.
00:29:04: bei vielen meiner wichtigen Entscheidungen hat meine Frau eine ganz decisive Rolle gespielt zum Beispiel bei der Entscheidung meine Lebenszeitprofessur aufzugeben.
00:29:22: Was soll ich das machen?
00:29:23: Da trägt man sich natürlich eine Zeit lang.
00:29:25: Ich bin übrigens der einzige, mir bekannte, der das gemacht hat unter deutschen Professoren und wenn dann von der Lebenspartnerin oder dem Lebenspartners eben diese Entscheidung mitgetragen oder sogar gepusht wird, dann fühlt man sich sicherer oder wohler in der Entscheidung.
00:29:48: also dass Bei jeder Entscheidung gibt es ja die sogenannte kognitive Dissonanz, weil man für eine Alternative die andere Alternative aufgibt.
00:30:01: Also ich habe mich für den Fulltime Job bei Simon Kuch entschieden und damit meine Professur aufgegeben und das bereitet unwohl Gefühle kognitiver Dissonanzen.
00:30:15: Und wenn man da einen hat der mit Buch hält dann ist die Kognitive Dessonanz nicht ganz so stark.
00:30:22: Ja, man sagt ja auch das der eine der wichtigsten Erfolgsfaktoren des Lebens den richtigen Partner oder die richtige Partnerin anzutreffen.
00:30:30: Das kann natürlich in die Neidrichtung oder in die andere Richtung sehr teuer werden, ja?
00:30:34: Ja und wenn man die Realität und die Statistiken sieht – auch in meinem bekannten Kreis– Wenn man jetzt als Kriterium nimmt dass man nicht die Richtige Partner oder den Richtigen Partner gefunden hat dann würde ich sagen die Wahrscheinlichkeit ist da bestenfalls fünfzig Prozent.
00:30:51: Natürlich kann einer sagen, ja gut wir waren zehn Jahre zusammen für die Zeit.
00:30:55: war das richtig der richtige Partner oder nicht Richtige?
00:31:00: ich bin jetzt in diesem Jahr seit dreieinundfünfzig Jahren verheiratet und mal versuchen dass das einigermaßen geklappt aber auch das ist Glückssache.
00:31:11: Also
00:31:11: Herrmann, das ist aber auch viel Arbeit.
00:31:13: Ich meine so viele Jahrzehnte zusammenzuleben bedeutet ja nicht nur Glück zu haben Das alles Perfekt ist und dass es auch eine Frage der Entscheidungen der Disonanzen die man vielleicht immer wieder trifft.
00:31:26: Ja zum Beispiel ich habe ja viele aus mehrere Jahre in USA Japan China Und bei diesen Auslandsaufenthalten ist immer Meine Frau mit Kindern.
00:31:38: Unsere Tochter ist alleine, als sie acht Jahre war durch in die deutsche Schule gefahren in Tokio, als wir da zu einem Gastsemester waren und das muss auch jemand mitmachen.
00:31:49: also ich kenne auch Fälle wo Karrieren gescheitert sind weil der Lebenspartner nicht will es zwar in solche Situationen hineinzugehen
00:32:00: Und das ziemlich häufig so geil Das ist ja schon in gewisser Art und Weise eine Aufopferung für gewisse Zustände.
00:32:08: Ja,
00:32:08: auf der eigenen beruflichen Laufbahn weil da muss man verzichten oder sich beurlauben lassen für bestimmte Zeiten und das ist ja alles nicht wenn jemand einer Karriere ist nicht karriereförderlich.
00:32:25: Ich glaube, was hier auch eine große Rolle spielt.
00:32:27: Das sind soziale Erwartungen und das heißt an einem Mann oder einen Frau.
00:32:32: Und die Auslandesetzung mit diesen Erwartungern kostet auch unglaublich viel Energie, woran auch sehr viele scheitern weil es sich gehört dass der Mann die Frauen einfach daheim sind in jedem Arbeit.
00:32:44: ich bin ja auch vier fünf Tage unterwegs gewesen.
00:32:48: Ich glaube auch ein größeres Thema.
00:32:51: Ja, ich
00:32:51: habe gerade noch so einen Fall von Bekannten gehört.
00:32:53: da war jemand Professor an einer deutschen kleineren Universität und er hatte auch eine Reihe von Rufen an größere und bekannterer Universitäten.
00:33:04: Da sagte mir jemand der uns beide kennt das ist an der Frau gescheitert also sein ganzes Leben dann in der kleineren universität geblieben obwohl er größere Chancen hatte an berühmteren Universitäten.
00:33:18: Ja, das sind dann so Karriereplöcke eben auch schwieriges Thema wenn insbesondere beide Partner eine Karrierekarriere verfolgen so dass Dual Career Problem ist wirklich schwer zu lösen.
00:33:36: und diese Dual Ansatz, duale Ansätze.
00:33:41: Du hast ja das als ambidextrie beschieben diese Beidhändigkeit und du sagst ja dass rund zehn Prozent der Menschen oder Manager beherrschen... ...diese Beidhängigkeit.
00:33:52: Das heißt wir sagen immer wieder zum Beispiel die duale Anzahl der Transformation.
00:33:57: Das machen bereits jetzt sich Nicht nur mit der Reparatur des bestehenden Kerngeschäfts beschäftigen sollte, sondern sie schon Gedanken machen sollte wie ich über übermorgen erfolgreich bleibe oder sein kann.
00:34:09: Ja wenn man jetzt mein aktuelles Beispiel nimmt Nehmen wir an jemand ist wirklich ein Top-Engineer in der Konstruktion In der Verbesserung von Verbrennungsmotoren und er ist forty fünf Jahre alt hat also noch oder mehr Berufsjahre vor sich.
00:34:31: Was macht der arme Kerl?
00:34:34: Steigert er sich jetzt noch mehr den Verbrennungsmotor zu verbessern mit sehr fraglichen Aussichten, dass er es schafft auf Elektro und die ganze damit verbundene Software umzustellen ist relativ unwahrscheinlich Und im Moment haben wir ja sehr viele dieser Umbruchssituationen, wo man dann Manager haben muss die beides handeln können.
00:35:06: In der Energie in der Chemie in internationalen Friktionen das ist schon eine verdammt große Herausforderung weil es gibt auch nur zwei oder drei Leute den Nobelpreis in zwei verschiedenen Disziplinen gewonnen haben.
00:35:27: Ich glaube Madame Curie war eine und ich glaube Linus Pauling.
00:35:32: Ja, das ist ja insofern interessant weil einige das mit der Fluide Intelligenz erklären die nachlässt und man sagt dass man für einen Nobelpreis in besten Jahren der kognitiven Fähigkeit sein muss und deswegen ist es ja meist so bis ein Dreißig von dreißig Und dann erreicht es nicht mehr für die zweite Auszeichnung, weil man einfach nicht genug Power unter den Dach hat.
00:36:00: Ich weiß nicht ob du dir Gedanken gemacht hast, dass es über dieses Survival-Bias Prinzip das sehr viele darüber reden was die Erfolgsfaktoren sind der Führung und des Unternehmertoms.
00:36:11: Es gibt aber auch sehr viele Misserfolgs-Faktoren die man eher vernachlässigt Die aber genauso entscheiden sind um einfach viele zu vermeiden.
00:36:20: Würdest du sagen, dass du da auch ein paar Misserfolgsfaktoren vor Augen hast?
00:36:25: Ich habe mir jetzt über einen gesprochen hier zum Beispiel nicht zu viele Stimmen zu zählen.
00:36:29: Das ist ja auch
00:36:32: für eine große Gefahr und einen Misserfolg Faktor bei.
00:36:39: Personen die aufsteigen in höhere Führungspositionen halte ich arrogant.
00:36:49: Die werden mit dieser neuen Situation nicht so richtig fertig, entwickeln dann Arroganz und das schwächt total die Führungsfähigkeit.
00:37:00: Weil... ...die Führungspfähigkeit, das habe ich ja vorher schon gesagt, wir wissen nicht genau warum folgen die Menschen manchen oder anderen nicht aber sie folgen nicht Leuten, die gegenüber ihnen mit Arroganz- und Respektlosigkeit auftreten.
00:37:18: Also das würde ich für einen großen Misserfolgsfaktor erhalten.
00:37:23: Man kann da so ein bisschen umdrehen, weil es ist das Gegenteil von Arroganzbescheidenheit Demut.
00:37:31: Da habe ich übrigens einen Aus... Ich komme ja aus der Eifel einem ländlichen Gebiet früher des Sibirien Preußens und ein Landsmann von mir ist Mario Adorf Und der war auch ganz bodenständig geblieben.
00:37:46: In einer Lordazio für ihn habe ich den Ausdruck Eifelkeit geprägt, als Gegenteil von Eitelkeit.
00:37:55: also Eiffelkeit ist eine wichtige Eigenschaft wenn man als Führer erfolgreich sein will.
00:38:02: das heißt relativ bescheiden mit Respekt den Leuten gegenüber auftreten.
00:38:07: demut sagst du Das sind ja alles Begriffe die in die gleiche Richtung gehen und auf diese Begriffsprägung, Eifelkeit war ich besonders stolz.
00:38:15: Sie kommt natürlich bei meinen Landsleuten in mein Heimatgut an.
00:38:18: Extrem gut an!
00:38:20: Ach kann nicht nachvollziehen.
00:38:22: Viele Kölner sind ja auch eifelstämmig.
00:38:24: Nein
00:38:26: aber das kann ich sehr gut nachvollzen.
00:38:28: und ich merke auch dass Menschen man einfach weniger Erfolg gönnt wenn sie diese Arroganz auch an den Tag liegen ist es einfach besser offen im Herzen den anderen Menschen gegenüber zu sein.
00:38:43: Und das widerspricht sich, wenn man arrogant ist.
00:38:48: Ja und es wird dann teilweise befördert durch Symbole zum Beispiel einen entsprechend großen Dienstwagen oder ein Schiffhör zu haben oder Leibwächter Bodyguard zu haben.
00:39:04: Da merkt man richtig dass sich manche... Das gilt jetzt vor allem für Politiker dass die sich wohl fühlen, dadurch das sie so wie früher der König auftreten können mit einer Entourage und dicken Autos da vor.
00:39:22: Mit Blaulicht.
00:39:25: Damit werden nicht alle fertig.
00:39:28: Während andere was ganz gut machen, die ändern ihre Persönlichkeit nicht und kommen damit auch wesentlich besser an.
00:39:36: Kann ich auch nachvollziehen, wenn man deinen Lebensweg anschaut ist ziemlich Erfolgslinie.
00:39:44: Das ist ja... Man hat das Gefühl so von eine Etappe zu der nächsten, von einer Etape zu uns eher ein richtiger Aufstieg.
00:39:52: Herrmann, hattest du auch Zweifel auf diesen Wege?
00:39:55: und wenn ja wie gehst du mit solchen Zweifen um oder niederladen?
00:40:00: Ja
00:40:00: es gab natürlich viele, viele Situationen in denen ich zweifelte.
00:40:06: Ich hatte nie vor Wissenschaftler zu werden, dann kommt die das Angebot dass sich habilitieren konnte bei meinem Doktorvater und da war meine Frau auch ganz entscheidend.
00:40:18: Ich wollte Manager werden und nicht am Schreibtisch sitzen.
00:40:21: heute bin ich ein Schreiberling geworden und der sagt nein das machst du ja gut.
00:40:26: dann habe ich das gemacht.
00:40:27: wir haben auch bei Simon Kucher Fehler gemacht strategische Fehler.
00:40:33: Ich darf mal zwei Beispiele nennen,
00:40:37: bevor
00:40:39: wir Simon Krucher gründeten war ich Direktor des größten Management Weiterbildungs Institutes.
00:40:44: das hieß Universitätsseminar der Wirtschaft und saß in Schloss Kraft bei Köln damals als größte Institute dieser Art.
00:40:52: also ist er Vorgänger von der European School of Management and Technology die heute in Berlin setzt.
00:40:59: Und deshalb war ich mit Management-Weiterbildung sehr vertraut.
00:41:02: und da haben wir gedacht bei Simon Kuchar, wir machen auch einen Zweig auf Management-Walterbildung.
00:41:08: Und zwar gab es damals so etwas wie Executive MBA also neben der beruflichen Tätigkeit einen MBA oder sowas erwerben noch nicht.
00:41:17: Wir wollten das nach dem Modell des Deutschen Berufsschuldes dualen Bildungssysteme machen – das ist junge Naturwissenschaftleringenieure Einen oder zwei Tage pro Woche.
00:41:27: Und wir hatten mit Siemens schon eine Vereinbarung, wir hatten Dozenten das Stand also alles.
00:41:33: und dann gab es ein entscheidendes Mittagessen bei Siemens und dann sagte der Vorstand Wir können es nicht machen!
00:41:39: Wir können diese Leute die in Forschungsentwicklung arbeiten nicht einen oder zweitage pro Woche aus der Fabrik lassen und damit war das Ding gestorben.
00:41:52: Das war so ein Fälscher, wir hatten da eine eigene GmbH gegründet und also auch schon investiert.
00:41:58: Ein zweiter Fehlschlag war das nennt man Economic Consulting.
00:42:03: Da geht es darum in Kartell oder ähnlichen Prozessen Gutachten abzugeben.
00:42:13: Und da haben Dame eingestellt, die hatte einen Doktor in Jura.
00:42:20: Hatte bei der Europäischen Kommission in der Wettbewerbsbehörde gearbeitet, also Erfahrung und ein Doktor im Wirtschaften.
00:42:29: Und dann haben wir ein Projekt für einen großen Softwarekonzern gemacht, der eine andere Marke übernehmen wollte.
00:42:37: Dann habe ich beim Bundeskartellamt vorgetragen unsere Befunde Die eigentlich dafür sprachen, dass dadurch keine Marktmacht entstand.
00:42:47: Weil das war ein anderer Zweig von Softgetränken.
00:42:49: Dann sagte der Vorsitzende der Kommission, beraten sie dieses Unternehmen auch?
00:42:58: Da muss ich ja sagen damit war ich als Vudachter weg und auch da hatten wir die Abteilung, die Dame eingestellt alles investiert.
00:43:11: Und dann habe Die Rolle als Berater und als Gutachter, die ist unvereinbar.
00:43:18: Also das sind so zwei Dinge wo auch Dinge gefloppt und nicht so gelaufen sind wie wir das geplant hatten.
00:43:25: Und was waren die besten Entscheidungen?
00:43:28: Wo du sagst, dass war es strategisch sehr spannend.
00:43:30: Ihr seid ja vom Preising ein bisschen auch zu Top-Line-Beratung...
00:43:34: Ja!
00:43:35: Wir nennen das heute Commercial Excellence mit nach wie vor Schwerpunkt auf Beißing, aber Vertrieb Marketing Positionierung.
00:43:42: Das gehört alles dazu.
00:43:45: eine ganz wichtige Entscheidung.
00:43:46: ich bin da nineteenhundert und neunzig full time an Bord gekommen als Vorsitzender der Geschäftsführung Und wir haben einen Strategieplan für die nächsten zehn Jahre formuliert.
00:44:00: Und da stand drin, wir wollen ein globales Consulting unternehmen werden.
00:44:04: bis zu dem Zeitpunkt waren wir nur im Büro Bonn und hatten so dreißig Mitarbeiter und eine Konsequenz aus der Zielsetzung Wir wollen ein Globales Unternehmen werden war dass wir unmittelbar danach in den Jahren unser Büro in USA, in Boston eröffnet waren.
00:44:27: Das war erst unser zweites Büro.
00:44:29: Wenn man ein globales Consulting-Unternehmen werden will dann gewinnt man nicht viel.
00:44:33: wenn man nach Wien oder Zürich geht schön im Deutsch Dann muss man in die Höhle des Löwen gehen sich dort bewerten nur dann wird man ein Klub alles Consulting Unternehmen.
00:44:43: das war eine ganz wichtige Entscheidung.
00:44:44: und eine zweite sehr wichtige Entscheidung war unser Partnermodell.
00:44:51: ich hatte immer die Absicht dass unser Unternehmen unabhängig bleiben soll.
00:44:57: Das übliche Schicksal von Konsulting-Unternehmen ist folgendes, die Gründer behalten möglichst hohe Anteile, möglichst lange und plötzlich sind sie fünfundfünfzig oder sechzig und ich habe ja erst mit achtundvierzig meine Professur aufgegeben.
00:45:18: dann müssen sie aus dem Unternehmen verkaufen, weil die jungen Partner wenn es einigermaßen gut gelaufen ist das nicht mehr bezahlen können.
00:45:26: Das heißt, der Konsulting-Unternehmen verschwinden durch Verkauf und durch die Gründungspartner.
00:45:33: Und wir haben um die Unabhängigkeit zu halten Anteile sehr früh abgegeben an den jüngeren Partnern.
00:45:41: Und in deiner Zeit haben wir den Beschluss gefasst dass die drei Gründungspartner, das waren also neben mir Dr.
00:45:50: Kuchau und dann kamen Dr.
00:45:51: Sebastian dazu auch ein Doktorand von mir sich verpflichtend bei ihrem Ausscheiden, zwei Ninze Komma fünf Prozent der Anteile abzugeben und dafür sieben Komma Fünf Prozent halten zu dürfen.
00:46:05: Die Sieben Kommas fünf Prozent sind mittlerweile auf ungefähr fünf Prozent abgeschmolzen.
00:46:13: Die jungen Partner kaufen jedes Jahr neue Anteile, sodass das Unternehmen heute den zweihundertdreißig Partnern zu ninety-fünf Prozent gehört.
00:46:23: Und die investieren auch und passen auf, dass er in ihr Geld nix dran kommt.
00:46:27: Also ich sehe das als die Haupttriebkraft unseres Unternehmens, dass wir wirklich ein unternehmerisches Beteiligungsmodell haben und von Unternehmern getrieben werden.
00:46:38: also das würde ich den Schritt nach USA als Schritt in die Globalisierung und unser Partnermodell zur Sicherstellung, dass wir eigenständig und unabhängig bleiben und nicht verkauft werden.
00:46:54: Wobei das vom Cashier für mich vielleicht mehr gebracht hätte.
00:46:59: aber mir ging es drum ein Unternehmen zu schaffen was auf Dauer existiert.
00:47:04: Und ich glaube der riesen Vorteil von euch war, dass ihr immer auf den Fokus und auf die sehr scharfe Positionierung gesetzt habt.
00:47:12: Und in den USA auch dort diese Preising-Kompetenz vor sich getragen hattet.
00:47:18: Weil wenn ich jetzt die klassischen deutschen Beratungshose anschaue, die auch größer sind... Ich meine kaum jemand war wirklich im Ausland erfolgreich.
00:47:27: Man blieb irgendwie in Deutschland.
00:47:29: aber da diese Beliebigkeit mit dem man konfrontiert ist als wenn Sagen wir, als Eier legende Wolchmilisauberatung unterwegs ist.
00:47:39: Ihr wart immer sehr scharf positioniert?
00:47:43: Ja unsere Strategie habe ich von den Hidden Champions gelernt.
00:47:48: was sind die drei Pfeiler?
00:47:50: erstens Ambitionen der beste zu sein.
00:47:52: auf seinem Gebiet haben wir ganz klar Wie wird man der Beste?
00:47:55: nur durch Fokus?
00:47:56: Nur Fokus führt zur Weltklasse, aber Fokus macht einen Markt klein.
00:48:01: Wenn wir Preisingberater in Deutschland wären da hätten wir vielleicht hundert Leute.
00:48:05: Deshalb Globalisierung und auf eins bin ich stolz Der US-Markt ist heute größer als der deutsche mark.
00:48:13: Im letzten Jahr haben wir zum ersten mal den USA mehr Umsatz gemacht als in Deutschland.
00:48:19: Per Ende Mai sind wir in USA zwanzig Prozent gewachsen, insgesamt vierzehn Komma zwei Prozent also erwachsen trotz der Krise und USA wächst überproportional wird also noch stärker.
00:48:33: und wie du sagst es gibt eigentlich kein deutsches Beratungsunternehmen das im Ausland oder global Ähnlich erfolgreich ist.
00:48:43: Wir sind mittlerweile, was deutschstämmige Unternehmen angeht nach Hohleinberger die Nummer zwei aber haben im Ausland vor allem in Amerika eine ganz andere Position als andere Deutsche ja.
00:48:58: Aber umgekehrt muss man sehen.
00:48:59: wir sind da ja mittlerweile auch dreißig Jahre.
00:49:01: Wir haben sechsten- neunzehnte Star angefangen.
00:49:02: September sechstehnneunzig.
00:49:04: Ist ja nicht lang.
00:49:05: ich meine einige Jahre sind alter
00:49:08: Nicht lang, wenn man es mit dem Alter von sie oder Schwallitzewald bei Unterberg.
00:49:14: Die sind in den Hundert-Achzig Jahren geworden und dann ist das nicht alt aber im Verhältnis zu einer Lebensarbeitsspanne ist doch ganz schön lang.
00:49:22: Einverstanden.
00:49:23: Aber gibt es aktuell auch Versuche euch aufzukaufen?
00:49:25: Weil das ja so der aktuelle Trend Beratungshäuse zu kaufen weil man da noch guter Inditen erreichen kann und auch eine gewisse Differenzierung erfährt.
00:49:36: Erste Anfrage, die ich bekommen habe uns aufzukaufen war in der Harvard Business School und da sprach mich ein amerikanischer Berater an, der auch Deutschland kannte.
00:49:48: Damals hatten wir zwölf Leute, der aber gesehen hatte dass wir mit dieser Spezialität reinkamen und seitdem haben Ich sag mal jede Woche zwei Anrufe bekommen, wo jemand uns kaufen wollt.
00:50:00: Ich weiß jetzt nicht wie die aktuelle Lage da ist weil ich mich da nicht mehr darum kümmere aber es gibt immer noch direkte Anfragen auch an mich, die ich aber gar nicht weiter beachte oder leite weil das ist kein Thema bei uns.
00:50:17: Das ist ja sehr schön!
00:50:18: Bei uns auch nicht.
00:50:20: Aktuell ist das wirklich ein neuer Trend weil auch Venture so Equity Versucht ja, über Privilegität reinzukommen.
00:50:29: Das ist ja neu.
00:50:30: Früher waren das eher Strategien die versucht haben so etwas aufzubauen oder so strategisch sich zu verstärken.
00:50:36: Aktuell ist es wirklich ein Private Equity Case und Herrmann man sagt ja dass KI die Beratung zerstören kann.
00:50:48: gleichzeitig zitierst du folgendes folgende Satz der Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Produktivität bleibt ein großes Rätsel.
00:50:58: Ja, das ist ein langes Rätsel.
00:51:01: Das bezieht sich nämlich auf IT-Investitionen generell.
00:51:05: über die letzten vierzig, fünfzig Jahre gibt es ja viele Untersuchungen und es ist nicht so ganz klar wo kann das liegt.
00:51:14: teilweise liegt es daran dass eben mehr Anteil am Bruttoinlandsprodukt von hoch produktiver Industrie auf weniger produktive Dienstleistung gegangen.
00:51:26: einer, der mit dem Fahrradessen ausfährt.
00:51:29: Der hat nicht dieselbe Produktivität wie ein Industriearbeiter in einem modernen Fabrik und bei KI ist das bisher auch nicht ganz so klar.
00:51:43: Wobei ich aber die Frage offen lasse ob KI da nicht doch eine andere Qualität?
00:51:49: Ich habe eben erwähnt dass dieser Experte aus der Automobilindustrie Mir sagte, dass sie hoffen mit KI die Entwicklungszeit für ein neues Auto von zu vier Jahren.
00:52:04: Das sind achtundvierzig Monate auf achtzehn Monate.
00:52:07: Das wäre weniger als die Hälfte zu reduzieren.
00:52:12: Du hast humanoide Roboter erwähnt.
00:52:15: dazu habe ich auch in den nächsten Tagen noch einen Interview und da frage ich mich zum Beispiel was ist der Vorteil?
00:52:28: Roboter humanoin zu gestalten, die führen?
00:52:31: ja irgendwie ist das sozusagen eine Replikation der Evolution.
00:52:35: Dass der Mensch so optimal gestaltet ist bestimmte Dinge durchführen zu können auf effiziente Weise.
00:52:44: ich habe zum ersten mal Videos der Roboter von Boston Dynamics gesehen, bei einer Konferenz in Korea wo ein Professor aus Harvard George White Sides diese vorstellte.
00:52:57: Das waren dann so Tiere die über Gelände gingen und damals war die Meinung das würde vor allem im Militär eingesetzt.
00:53:10: Dann hat Google Boston Dynamics gekauft und ich glaube, dann wurden sie weiter an Hyundai verkauft.
00:53:20: Also diese Geräte gibt es seit seit fünfzehn Jahren.
00:53:25: die sind natürlich heute können heute Salto machen
00:53:28: usw.,
00:53:30: aber auch da ist für mich die Frage kommt aus diesen Humanoid speziell ein Produktivitätsschub wenn man sieht wie automatisiert Firmen heutig schon sind wenn man in moderne Auto Fabriken oder so Reingeld.
00:53:47: übrigens einen Unterschied zwischen China und ich war vor einem Jahr in der modernsten Fabrik von BYD.
00:53:53: Da war sehr wenig Automatisierung, was ja auch konsistent ist mit niedrigeren Lohnkosten.
00:54:03: Ich glaube schon dass die KI vor allem bei Dienstleistungen ein Produktivitätsschub bringen würden zweifach Hinsicht.
00:54:13: Ich arbeite selbst sehr viel mit KI Einmal was Effizienz angeht, weniger Zeit für bestimmte Aufgaben.
00:54:20: Recherchen, Analysen, Daten aber auch eine qualitative Verbesserung also Effektivität.
00:54:30: Ich schreibe zurzeit an der zweiten Auflage meines amerikanischen Preismanagement Buches.
00:54:36: Da habe ich Fragen untersucht mit Hilfe KI die ich manuell nicht hätte untersuchen können.
00:54:42: ein Beispiel Da geht es um Gewinnrisiken aus falschen Preisstellungen.
00:54:50: Das heißt, das geht um die Krümung der Gewinnkurve.
00:54:54: Diese Krümmung kann eine sehr komplexe Formel haben.
00:54:58: Aus der siehst du nicht wie krumm die ist.
00:55:00: Dazu musst du eine Visualisierung haben.
00:55:02: Diese Visualisierung von Hand zu arbeiten hätte einen in den Wahnsinn getrieben weil man dann immer wieder Paramet ändern muss.
00:55:09: so sage ich KI.
00:55:10: Visualisiere mir diese Funktion und ich sehe ob steil ist.
00:55:15: Das heißt Spitz, dann muss ich aufpassen dass sich nicht zehn Prozent drunter oder drüberliege oder ob die Kurve flach ist, dann spielt das nicht so eine große Rolle.
00:55:22: also man kann mit der KI auch ganz andere Dinge machen die man bisher manuell realistischerweise nicht machen konnte und insofern erwarte ich da schon ein Produktivitätsanstieg vor allem im Bereich schnellstens mal Geistesleistungen, wo es also nicht um Manuelle sondern um Verarbeitung von Wissen und von Daten auch Wissenschaft geht.
00:55:46: Und das geht ja dann auch, wo die Leute sagen wir werden viel schneller in der Lage sein pharmazeutische Wirkstoff Kombinationen zu entwickeln
00:55:54: oder individueller
00:55:56: und individueller ja Preising zum Beispiel was man Personifikation nimmt preise stärker auf die Preisbereitschaft des Individuums auszurichten Weil es immer alles an Daten hängt.
00:56:08: Klar, ohne die Verarbeitung von den Daten.
00:56:12: Also mal
00:56:12: zwei Beispiele dazu – wir haben einen Projekt gemacht da ging's um die Wirkung von Sonderangeboten in einer Fast-Food Kette.
00:56:21: alle Daten du dir vorstellen kannst reingeworfen und dann kam raus wie höchste Wirkungen von Sondere Angeboten ist.
00:56:28: wenn in der Stadt ein Bundesligaspiel ist so man kann das ausdehnen.
00:56:31: wenn da Großveranstaltungen sind Dann rennen die Leute massenweise dahin.
00:56:37: In einem amerikanischen Fall eine Einzelhandelskette, die wenden Dynamic Pricing an für verderbliche Produkte nach achtzehn Uhr also Brot Obst etc.
00:56:47: und haben festgestellt dass die Wirkung der Städten extrem unterschiedlich ist konnten sich das nicht erklären.
00:56:54: wieder alle Daten rein und es kam raus wenn in einer Stadt viele Baustellen sind oder viele Verkehrsangehörige Engpässe, dann wirken diese Dynamic Pricing Sondangebote nicht.
00:57:05: Auch einleuchten?
00:57:07: Dann fahren die Leute nicht fünf Kilometer zum Supermarkt um das
00:57:11: zu
00:57:12: nutzen weil sie da im Stau stehen.
00:57:14: also solche Dinge findet man nicht mit normalem menschlichen Herangehen.
00:57:22: Und wie macht ihr das intern in der Beratung selbst?
00:57:27: Ist es eine größere Initiative, investiert er in eigene Kapazitäten oder wie gestaltet er die Zukunft
00:57:34: hat.
00:57:35: Wir haben zwei Investitionsmessgroße-Initiativen, die einer heißt Elevate, Simon Kuchar Elevate also ein höheres Niveau zu heben.
00:57:48: Das sind die Know-how Träger, die sich mit KI Anwendungen bei uns befassen.
00:57:53: Und dann haben wir eine eigene Tochtergesellschaft gegründet, die heißt Simon Kucher Engine, die das tatsächlich in der Software implementiert und praktisch Software as a Service operiert.
00:58:04: Die ist mittlerweile auch schon in sieben Ländern vertreten, weil wir dieses Geschäft der IT Implementierung Das müssen wir trennen vom Konsultingeschäft hilft aber dem Konsultingsgeschäft enorm, weil wir natürlich sagen können.
00:58:22: Wir implementieren das auch und die sind sehr erfolgreich zum Beispiel im Einzelhandel mit speziellen Programmen auch zu Dynamic Pricing Aber generell Pricin im Einzeland und auch in Banking zum Beispiel.
00:58:38: Wir leben ja eine sehr schnelle Begezeit durch extrem hohe Komplexität gepackt ist und du hast ja mehrmals an vielen Stellen betont, dass die Prognosen glaube nur zu zehn oder fünfzehn Prozent antreffen.
00:58:54: Das ist für dann schwierig.
00:58:55: ist sie richtig den Prognose aufzustellen.
00:58:57: Auf der anderen Seite braucht ein Unternehmen eine Vision.
00:59:00: Du hast ja selbst erzählt zehn Jahresplan.
00:59:03: wie findet man hier eine goldene Balance zwischen Unsicherheit und Notwendigkeit Sicherheit herbeizuführen?
00:59:13: Ja, da gibt es natürlich keine goldene Balance.
00:59:16: Wenn ich im Nebel fahre und nicht sehe was ein Kilometer von mir passiert dann muss ich schnell reagieren können.
00:59:25: das ist die einzige Antwort darauf.
00:59:29: Und speziell mal auf die KI bezogen Ich habe auch einen Spruch im Buch Wer heute an vorgibt zu wissen wie sich die Karrieren fünf Jahre auswirken wird, der ist ein Angeber.
00:59:47: Man muss also schneller sein.
00:59:49: Da sind wir wieder bei dem Thema der Chinesen, die schneller sind.
00:59:55: Das das ist die einzige Antwort darauf was natürlich auch Fehler beinhalten kann weil wenn ich dann umsteuere und dass die ursprüngliche Vision erweist dich doch als zutreffend.
01:00:10: aber Bringe ich mal ein Beispiel, wo meines Erachtens auch eine Abhängigkeit von Modestimmungen eine zu große Rolle spielt.
01:00:20: Nämlich Elektroautos.
01:00:23: vor fünf sechs Jahren glaubte jeder es wird nur noch das Elektroauto geben in Kürze.
01:00:32: Es wurden neuntausend Euro Prämie gezahlt und VW insbesondere hat fast alles auf Elektro Autos umgestellt.
01:00:40: in den Fabriken.
01:00:41: BMW hat das nicht gemacht, die haben Technologie offeneid.
01:00:44: Ich habe selber mit Oliver Zipsel, der war ja bis vor wenigen Wochen CEO darüber gesprochen und sagt wir wissen nicht wie sich das Elektroauto durchsetzt.
01:00:54: Da haben mir übrigens zwei Argumente gebracht, die ich auch nicht kannte.
01:00:58: Das eine war wenn die ganze PKW-Flotte elektrifiziert wäre mit Batterien sagt da die Rohstoffe sind überhaupt nicht verfügbar Wenn eins Komma vier Milliarden Autos alle eine Batterie hätten die.
01:01:12: und dann ein zweites Argument was ich auch interessant war.
01:01:17: Die die Batterie die wiegt fünfhundert Kilo, wenn wir das mal Eins Komma Vier Milliarden Auto standen werden sieben hundert Millionen Tonnen ständig transportiert.
01:01:28: also Das ist ja auch ein Thema, wenn man von Frankfurt nach München fährt.
01:01:34: Da fährt man oft drauf und runter oder gar über die Alpen.
01:01:37: Da müssen siebenhundert Millionen Tonnen transportiert werden.
01:01:42: Was ist da passiert?
01:01:44: Meine Interpretation ist die folgende, dass sich die Automanager zu stark von dieser Mode, die vom Staat gepusht wurde mit hohen Prämien... Ideologischen!
01:01:59: Überlegungen.
01:02:00: Ja, haben verführen lassen und nicht eine einfache Sache nicht beachtet haben das nämlich nur selbst.
01:02:08: heute sagen ja nur neunzwanzig Prozent der Leute ich kauf mir beim nächsten mal ein Elektroauto.
01:02:13: die Stimmung auch.
01:02:18: das Thema Reichweite ist für mich ganz entscheidend Während zum Beispiel das Thema ob das Ding in in Null Komma fünf Sekunden von null auf hundert beschleunigt oder in sechs Sekunden auf zweihundert.
01:02:30: Für mich völlig irgendeine.
01:02:31: es gibt Leute bei denen ist das irrelevant aber ich würde mal sagen, dass sind nicht allzu viele Bei den sie punkten können indem ihr Auto von null Auf Zwei Hunderten Sechs Sekunden Beschleunigte.
01:02:41: also da ist auch immer die das Risiko des Bayes der nicht kundengerechten Wahrnehmungen von Technikern, die stolz sind auf solche Entwicklungen.
01:02:54: Und das ist so ein Beispiel wo man völlig daneben gelegen hat.
01:02:59: ob man schnell genug umgesteuert hat kann ich nicht beurteilen.
01:03:02: aber da ist ein Grund warum Volkswagen ... in der tiefen Misere steckt.
01:03:09: Und Daimler auch?
01:03:10: In Daimlers Auto,
01:03:11: ja!
01:03:11: Ich bin auch ein bekenn'n ich mich als großer Fan von BMW... ... aber die hatten ja sogar im Jahr... ... sogar im Jahr-Zwei-Tausend-Dreizehn mit damaligem I-Drei so ziemlich viel... ... visionäres Handeln und Unternehmertum gezeigt.
01:03:26: Die haben dann irgendwann das nicht durchgehalten weil man doch sehr viel Geld verbrannt hat,... ... dass es jetzt Unterschied zu Elon Musk, der da unbegrenzten Zugang zum Kapital hatte.
01:03:34: In Deutschland musste man... doch irgendwie positive Zahlen vorweisen, aber die Fahrzeuge waren damals derzeit voraus.
01:03:41: Ja ja das ist richtig!
01:03:43: Und ich muss mich bekennen?
01:03:44: Ich habe am Freitag mir ein Elektrowagen bestellt...
01:03:49: Aber
01:03:49: BMW?!
01:03:50: Ja von den neuen i-Drei, der fährt jetzt neunhundert Kilometer, erreich weiter, aber ich habe unter anderem deswegen Teilautonomen oder fast vollständig autonomen Fahrends gestellt, weil ich doch sehr viel telefoniere währenddich fahre und die Konferenz.
01:04:09: Und dann möchte ich, dass sich
01:04:11: da bin ich gespannt wie sich das bewährt?
01:04:15: Ja!
01:04:15: Ich bin auch sehr gespannt aber... Von der Reichweite, iX-Dreis ja schon draußen.
01:04:22: Wenn man so wie ich fährt relativ langsam und gemäßig dann ist das eine sehr hohe Reichweiterung.
01:04:28: Das ist natürlich sagenhaft.
01:04:30: Ihr gebt mir immer... Ich fahre nach wie vor einen Siebener Diesel.
01:04:34: Wenn ich den voll tanke und vorher nicht zu aggressiv gefahren bin, dann habe ich elfhundert Kilometer Reichweiten.
01:04:42: Aber neunhundert
01:04:43: ist da nicht mehr weit weg!
01:04:44: Nein, nein.
01:04:45: Und für mich ist es ja... Ich reise sehr viel und für mich meistens Reise von Hotel zu Hotel am Abend.
01:04:54: Das heißt in neunzig Prozent der Hotels kann man inzwischen Auto aufladen.
01:05:00: Vielleicht funktioniert das auch dass man da nicht
01:05:02: mal
01:05:03: tanken muss, sondern nochmals
01:05:05: einfach
01:05:05: im Hotel.
01:05:07: Und ich würde gerne noch einen Punkt aufgreifen, bei Hidden Champions auch als Erfolgsfaktor.
01:05:13: Gilt du sagst eine der wichtigsten Erfolgesformel lautet mehr Arbeit als Leute zu haben?
01:05:18: Das ist ja für viele kontroinduiziv.
01:05:22: Ja gut wenn ich das Gegenteil nehme Zu viel leute zu haben Dann ist das ein Produktivitätskiller Denn die beschäftigen sich ja die halten unnötige und produktive Meetings.
01:05:39: Wir stellen den zweiten erst ein, wenn wir den dritten brauchen.
01:05:44: Also jeden Champions haben natürlich überwiegend davon profitiert dass sie kontinuierlich gewachsen sind.
01:05:51: dann hat man quasi automatisch immer etwas zu wenig Leute.
01:05:56: ich will aber auch sagen das man das nicht übertreiben darf.
01:05:59: Wenn man heute mit Handwerkern spricht die sagen wir haben viel zu wenige leute das ist nicht damit gemeint sondern dass man eine gewisse Spannung hält in der Kapazität der Arbeitskräfte und der Auftragslage.
01:06:14: Und wenn man da ein bisschen zu wenig hat, dann ist das ein Produktivitätstreiber.
01:06:18: umgekehrt?
01:06:19: Wenn man zu viele hat, ist es ein Produktiveilskiller?
01:06:23: Das kann ich auch nachvollziehen und wir haben auch damit ein gutes Gefühl bei unseren Kunden weil die Leute sind immer beschäftigt Aber nicht immer in der Arbeit.
01:06:35: Das ist ein großer Unterschied und ähnlich gilt es auch für die Umsetzung, und ich fand das bei dir einen sehr interessanten Merksatz.
01:06:43: Taktik ist die Opposition der Umsetzer gegen die Herrschaften der Strategien?
01:06:49: Ja, das kann man natürlich sagen.
01:06:51: Die Umsetze sind ja mit den täglichen Aufgaben befasst Und sie können natürlich die Strategien unterlaufen.
01:07:01: Ich gebe mir mal ein Beispiel Wir hatten ein Vertriebsprojekt in einem Logistikunternehmen und der Vorstand hatte beschlossen, dass man die Preise ein bis zwei Prozent anheben will.
01:07:16: Der Vertrieb war aber dagegen.
01:07:19: Er kann jetzt natürlich nicht offen oponieren sondern der Vertrieb hat Folgendes gemacht beim Kunden X, er hat bisher achtzigtausend Pakete verschickt.
01:07:29: das sagt da ja nächstes Jahr schaffst du ja vielleicht die hunderttausend.
01:07:33: ab hundert tausend gibt's fünf prozent rabatt.
01:07:37: so an hat er mit dem der vereinbarung getroffen dass er auf die über hundert Tausend geht und hat dann fünf Prozent Rabatt gekommen.
01:07:46: Ergebnis die preise nicht um ein zwei Prozent gestiegen sondern um zwei oder drei Prozent gesunken.
01:07:53: und ein jahr später hat da wirklich einer überprüft, ob die hundert Prozent die Hundert erreicht
01:07:59: wurden.
01:08:00: Und wenn er dann bei Neunzigtausend war, dann hätte auch keiner gesagt du musst jetzt nochmal fünf Prozent nachschießen.
01:08:08: also der Vertrieb hat Die Strategie des Vorstandes unterlaufen.
01:08:13: So,
01:08:14: wer hat hier den Fehler gemacht?
01:08:17: Schwer zu sagen.
01:08:18: Es kann sein dass das Vorhaben des Vorstandes unrealistisch war, dass zu viel Widerstand bei den Kunden gegen eine Preiseröhung von zwei Prozent da war.
01:08:28: oder es kann sein, dass der Vertrieb sich einfach das Leben etwas bequemer machen wollte und nicht diese Preiserhöhungen durchsetzen wollte also... Das ist so ein Beispiel wo die Taktiker im Tagesbetrieb die Strategien ausgetrickst haben.
01:08:47: Und was ist die Schlussfolgung daraus, dass in dem Fall der Vorstand sich besser mit dem Vertrieb abstimmen muss?
01:08:53: Der muss verstehen, was ist denn umsetzbar?
01:08:57: und Herrmann vielleicht waren die zwei gegen den Widerstand des Vertriebs waren die zwar nicht umsetzt bar oder man hätte den Vertrieb dann überzeugen oder incentivieren müssen das tatsächlich zu tun was da umgeschlossen wurde.
01:09:12: Du sagst ja auch in deinem Buch, dass Vertrieb eine enorme Bedeutung für ein Unternehmen hat.
01:09:18: Klar!
01:09:21: Wie findet man gute Vertriebsleute?
01:09:24: Wie habt ihr das gemacht?
01:09:25: wie läuft bei euch der Vertrieb?
01:09:27: Bei
01:09:27: uns ist Vertrieb und Ausführungen nicht getrennt.
01:09:30: wir haben keinen Vertrieb sondern die Partner sind die Vertriebler und gleichzeitig den Ausführenden.
01:09:37: Das ist aber nicht in einem Unternehmen möglich wo man eine Fabrik hat und dann Produkte verkauft oder wo man eine Zentrale in einer Dienstleistung hat, in der ein Dienstleistungsprodukt entwickelt wird und das muss an die Kunden vertrieben und verkauft werden.
01:09:55: Und da sage ich auch, da gilt ähnliches wie bei Führungskräften.
01:10:01: Man wird erst im Einsatz sehen ob einer performt.
01:10:06: Ein wichtiger Unterschied ist bei Vertriebs-, bei Sales Forces, bei Außendiensten hat man Werteverkäufer, Value Verkäufe oder primär Preisverkäufen.
01:10:20: Und wir hatten mal ein interessantes Projekt in Frankreich.
01:10:24: da haben wir festgestellt das ungefähr die Hälfte der Vertriebplanur über Preis und Rabatte usw.
01:10:30: verkaufte und wir haben dann den Management vorgeschlagen ihr müsst diese Leute austauschen.
01:10:36: Ihr werdet eure Marge nicht hochkriegen wenn hat die eben nur über Rabatte und nicht über Wert und höhere Preise.
01:10:48: Und da muss man auch das Incentive-System steuern, auch ein interessantes Projekt für ein großes deutsches Unternehmen, die weltweit seventy fünftausend Leute im Außendienst haben.
01:11:03: Dort haben wir einen Anti-Rabatt-Incentiv eingeführt.
01:11:08: Die sahen das auch auf ihrem Computer, wenn sie mehr Rabatt geben wie viel weniger in ihren Portmonee ankommt.
01:11:15: Und da ist innerhalb von drei Monaten der Durchschnittsrabatt von sechzehn auf vierzehn Prozent zurückgegangen ohne dass es Absatzverluste oder Kunden Verluste gab.
01:11:24: Das ist natürlich genau dasselbe als zwei Prozent Preiserhöhung.
01:11:27: Weil letztlich kommt's ja nur auf den Preis nach, aber bei dem Transaktionspreis an.
01:11:32: also dann muss man auch steuern.
01:11:37: Wie siehst du das mit den Incentives?
01:11:39: Ich habe mir zum Beispiel bei uns das komplett abgeschafft, dass wir sagen die Führen gebrauchen an das nicht auf ein System auszusorsen.
01:11:48: Dass unsere Leute bestraft oder vielleicht auch in die falsche Richtung lenkt wenn man jetzt nur den Mehrwert des Kunden als Maßstab.
01:11:58: Also wir haben bei uns das wichtigste Incentives, was bei uns im System ist unser Partnersystem.
01:12:06: Die Partner müssen investieren und sind damit Unternehmer und werden entsprechend am Erfolg des Unternehmens beteiligt.
01:12:13: Wir haben aber daruntergehend auch ein Incentive-System, bei dem wir die Leistung einer Division oder eine Abteilung eines Landes auch honorieren.
01:12:27: Aber auf Gewinnbasis.
01:12:29: Nicht jetzt detailgesteuert, auf den einzelnen Kunden bezogen...
01:12:35: Als der Volksbeteiligung im Prinzip?
01:12:36: Das ist eine Erfolgsbeteilligung wie das Verhältnis zwischen einem Partner und einem einzelnen Kunden ist.
01:12:42: Ob der das da richtig macht, das können wir nicht beurteilen.
01:12:44: Wir beurteilten es nur am Erfolg und beteiligen die Partner daran.
01:12:50: Und Herr Hermann vielleicht noch eine Frage zu dem sehr vielen Menschen, die du in deinem Buch immer wieder zitierst.
01:12:57: Du hattest glaube ein Riesenprivileg in deinim Leben unglaublich viele Denker, Wirtschaftslänker, Philosophen kennenzulernen von Kotler bis zu Drucker.
01:13:11: Wer hat sich wirklich beeindruckt und
01:13:14: womit?
01:13:16: Also die zwei Personen, denen ich am meisten beeindruckte Da war einer aus dem ganz anderen Bereich, das ist der frühere Kardinal Joseph Höfner.
01:13:26: Aus Köln den ich zweimal getroffen habe einmal in Tokio und einmal in Kölnen.
01:13:34: aber frag mich nicht warum er mich beeindruckt hat?
01:13:37: Das kann ich auch nicht erklären.
01:13:40: Passiert!
01:13:41: Und die
01:13:42: zweite Person die mich sehr beeindrucked hat ist eine Koreanerin Miky Lee dass es die Enkelin des Gründers von Samsung schwerstbehindert ist von einer Kindheitskrankheit.
01:13:59: Eine unglaubliche Ausstrahlung hat, die hat ein Unternehmen gegründet das heißt CJ Group.
01:14:08: Das macht mittlerweile im Entertainment Bereich auch im Einzelhandel aktiv macht dreißig Milliarden Dollar Umsatz.
01:14:17: Die spielt eine ganz wichtige Rolle in Hollywood.
01:14:21: ich sage ja entertainment hat mit den berühmtesten Hollywood-Produzenten zusammengearbeitet, gemeinsam Unternehmen gemacht.
01:14:31: Das sind die Personen, die mich am meisten beeindruckt haben.
01:14:35: Wahnsinn!
01:14:37: In dem Fall von Micheli trotz schwerster Behinderung eine unglaubliche unternehmerische Leistung.
01:14:46: und im Falle von Kardinal Höfner kann ich das nicht erklären... Also, die konkrete Situation.
01:14:55: Da ich sagte, ich war an diesem Management-Seminar in Schloss Kracht und wir hatten eine Tagung Kirche und Wirtschaft.
01:15:03: Und da wollten wir Höfner – ich rede jetzt von Mitte der Achtzigerjahre als Referenten haben.
01:15:10: Höfners hat vier erworbene Doktortitel Nicht HC,
01:15:15: sondern wirklich... Nicht
01:15:16: HC.
01:15:16: Ideologie, Philosophie, Jura und in Volkswirtschaft.
01:15:20: Alle erworben durch Stock da arbeiten!
01:15:22: Und der wäre also insofern ein idealer Referent für das thema kirische und Wirtschaft.
01:15:26: Dann bin ich zu ihm gefahren nach Köln hat mich empfangen.
01:15:30: dann habe ich ihm das geschildert und dann sagt er ganz ruhig nein ich kann das nicht machen.
01:15:41: Da wusste ich, ich brauche kein Wort mehr zu verlieren.
01:15:45: Das war so endgültig, ganz ruhig und gelassen.
01:15:49: Und dann sagt er aber ich besorge ihnen jemanden der das macht.
01:15:53: und da hat er uns tatsächlich aus Rom, aus dem Vatikan ein deutschstämmigen Kardinal Cordes beschafft, der auch auf dem Gebiet kompetent war.
01:16:03: Und das sind so Situationen, wo weiß man... Da ist, also er war nicht unfreundlich nix.
01:16:10: Man weiß woran man isst!
01:16:12: Das ist
01:16:15: sehr schön.
01:16:16: Herrmann, dein Leben kann man auch als Buch bezeichnen und du hast ja sogar schon einen Buch darüber geschieben.
01:16:24: aber wenn du jetzt dein Leben reflektierst und sagst okay der Titel meines Buches des Lebens wäre
01:16:33: Da würde ich den amerikanischen Titel meiner Autobiografie übernehmen, das heißt Many Worlds One Life.
01:16:41: In Deutschland haben wir zwei Welten ein Leben.
01:16:43: aber viele Welten Einleben ist eigentlich besser.
01:16:46: Ich bin nach wie vor der Bauernjunge aus der Eifel geblieben, der durch glückliche Zufälle und Weichenstellungen dann in die Welt hinaus gekommen ist.
01:16:57: Aber viele Welte einleben.
01:17:02: Und als letztes Wort in allen Ansprachen vor meinen Mitarbeitern habe ich immer gesagt, per aspera at astra.
01:17:13: Das heißt auf Frauenfaden zu den Sternen stammt von Seneca behalte deine Sterne im Auge sei ambitioniert.
01:17:25: aber es musste auch klar sein dass das nicht glatte polierte Straßen sind, sondern über das Erfinder nicht sich stoßen, Rückschläge erleben.
01:17:33: und dann musst du durchhalten und weiter deinen Weg verfolgen.
01:17:37: Das kann man vielleicht als Ratschlag für die Menschen nehmen?
01:17:43: Ja!
01:17:44: Hast du zuletzt ein spannendes Buch gelesen Herrmann, dass dich wirklich beeindruckt hat?
01:17:50: Ich lese im Moment ob das spannend ist... Ein Buch über Superreiche über amerikanische superreiche.
01:17:59: Das fängt mit Jachten an und hat auch im Titel was, das ist schon ziemlich verrückt.
01:18:07: Also
01:18:09: ich bin ja mittlerweile der Meinung dass unter den Superreichen noch mehr Verrückte sind als unter der allgemeinen Bevölkerung.
01:18:16: Das ist so ein Rattenrennen wer die größere Yacht hat oder da eine Rolle spielt.
01:18:24: also ich denke Man muss das mit einem Kölschen-Motto sehen.
01:18:31: Jeder Ecke ist anders.
01:18:33: Eifel ist etwas anderes, ja?
01:18:36: Demut und Eichkeit... Das hat auch
01:18:37: ein gutes Motto mit der Menschheit zurechtzukommen, dass jeder Ecke is' anders aber nimm's mit Eifeln kalt.
01:18:45: Ach Herrmann!
01:18:46: Ich bedanke mich herzlich zu deinem wunderbares Gespräch.
01:18:48: Das war wieder eine Freude und ich freue mich dich nächstes Jahr bei unserem Thönnrauen Forum sich zu sehen.
01:18:54: Ja, anfangs merkt es das.
01:18:57: Ich wünsche dir eine wunderbare Woche.
01:18:59: Bleiben wir im Austausch, danke dir!
01:19:01: Alles klar, schönen Tag, schöne Woche.