SMP LeaderTalks

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00:00:00: Ich denke immer, dass man bei so einem Unfall auch seine eigene Identität zu einem Stück weit zumindest mit verliert.

00:00:07: Also bei mir war auf jeden Fall die Sportkomponente.

00:00:09: wenn ich daran denke... Wenn ich mich jetzt früher wie vorgestellt hab vor meinem Unfall, der hat gefragt hey wer bist du?

00:00:14: Dann habe ich ihn gesagt!

00:00:15: Ich bin die Michi, ich fahre Mountainbike und studiere Mechatronik oder irgendwie sowas.

00:00:19: also ich glaube ich hätte den Sportner Formel Studium gesagt.

00:00:22: Jetzt war das natürlich komplett weg.

00:00:41: Liebe Michi Herzlich willkommen in der aktuellen Ausgabe von der Sympilite Talks.

00:00:44: Ich freue mich, die dabei zu haben.

00:00:46: Danke schön!

00:00:47: Ich freu mich auch sehr.

00:00:48: Ja du hast ja einen sehr, sehr spannenden Lebenslauf bisher und gehörst zuerst zwei Frauen aus Deutschland, die mal Raumfahrt nicht aus den Theories oder aus der Praxis erlebt haben und da oben die Erdkugel gesehen haben.

00:01:03: Das ist ja super spannend und vor allem im Alter.

00:01:07: Und deswegen finde ich das Auch vor dem Hintergrund einer Frage, die mich bewegt hat.

00:01:13: Du hast bestimmt vor zehn, fünfzehn Jahren gewisse Grenzen im Kopf gehabt.

00:01:20: Jetzt wenn du zurückblickst und sich die Frage stellst gibts überhaupt Grenzen!

00:01:26: Ich hätte mir das nicht vorstellen können was überhaupt passiert und wo ich jetzt sein werde.

00:01:31: wie ist dein Urteil über den grenzenden Kopf?

00:01:35: Hm, da ist eine wirklich gute Frage.

00:01:37: also... Ich würde sagen, es gibt Tongrenzen.

00:01:41: Also wir können das vielleicht so ein bisschen vorweg nehmen aber ich hatte einen Unfall beim Downhill fahren und sitze im Rollstuhl und ich meine... Das bringt einfach Grenzen mit sich.

00:01:50: also ich kann jetzt nicht Fußballspielen gehen weil ich einfach den Ball nicht mehr kicken kann Aber gleichzeitig finde ich schon dass in unserem Kopf viel mehr Grenzen sind als eigentlich da sind.

00:02:01: Also es lässt sich vielleicht nicht jede Grenze bedingungslos überbinden aber viele davon

00:02:08: Und du hast ja zu Recht angemerkt, nach deinem Unfall stand bei dir das Leben Kopf und ich hatte in unserer Podcastreihe mal mit Boris Grundel gesprochen.

00:02:20: Ich weiß nicht ob du ihn kennst.

00:02:21: Der hatte glaube auch mit Anfang zwanzig einen Sportunfall des von irgendwo im Ausland der Kippe gesprungen und leider auch Querschnitts gelehmt.

00:02:36: Der ist aber richtig abgestürzt auch im Leben und für ihn war das ein unglaublich schmerzhafter Weg zurück.

00:02:45: Er hat dann von Hartz IV zum Multimillionär, weil er jetzt ein sehr erfolgreicher Leadership Coach ist und ich habe dein Buch gelesen es ist auch so autobiografisch mit sehr viel Gefühl geschrieben Michi und da hatte man... Ich hatte das Gefühl dass deine Familie die unglaublich viel Kraft gegeben hat.

00:03:07: Ja, das richtig!

00:03:08: Also ich finde sowieso ein stabiles Umfeld zu haben, egal ob es jetzt Freunde oder Familie sind ist in jeder Lebenssituation einfach unglaublich sehr wert.

00:03:18: und natürlich in solchen Lebenssituations, wo... Ich meine da braucht man jetzt kein Geheimnis draus machen, dass so einen Unfall schon wirklich schwierig ist auch mental.

00:03:27: also wenn es von einer Sekunde auf die anderen in einer komplett anderen Welt sozusagen Und da so ganz alleine durchgehen, stell ich mir wirklich super schwer vor.

00:03:38: Ich bin sehr rankbar, dass ich so ein gutes Umfeld gehabt habe.

00:03:43: Wenn man dich vor zehn Jahren nach der Resilienz gefragt hätte und jetzt, wo siehst du den wahren Kern einer stabilen Resilience?

00:03:57: Das hab' ich auch nicht so eine... Antwort drauf, würde ich sagen.

00:04:02: Ich glaube vor so zehn Jahren habe ich mir Resilienz überhaupt keine Gedanken gemacht aber hatte sie trotzdem irgendwie schon weil ja.

00:04:10: also ich hab erst Wirtschaftwissenschaften angefangen zu studieren.

00:04:14: Ich war in der Schule nie besonders gut zwar nie so mein Ding irgendwie.

00:04:18: Hab immer super viel Sport gemacht und dann wollte Physik studieren, also mit Schaffung auf Astrophysik habe ich mich nicht getraut und hab Wirtschaftswissenschaften angefangen.

00:04:29: Und dann aber trotzdem auf Mechatronik gewechselt... Also ich habe dann diese Ingenieurseite für mich entdeckt die ich vorher gar nicht so kannte und dachte mir ja das ist vielleicht genau um eins!

00:04:37: ...und hatte da auch keine einfache Zeit als in der kleineren Uni als die Wirtschaftsstudentin auf Bechatronika was total männerlastig ist zu wechseln.

00:04:48: Ja war spannend auf jeden Fall und wurde auch nicht von allen so ganz ernst genommen.

00:04:52: am Anfang

00:04:54: Wie viele Frauen waren denn da im Studium?

00:04:57: Ich

00:04:57: kann es nicht mehr genau sagen.

00:04:58: Wir waren bei uns relativ viele angefangen und vielleicht zu acht Prozent, würde ich sagen.

00:05:04: Das ist

00:05:04: wirklich mächtig viel!

00:05:06: Ja vor allem für so eine ganze

00:05:07: acht Prozent.

00:05:10: Wie relativ alles ist, dass man bei acht Prozent schon von sehr großer Quote spricht.

00:05:15: Also damals und in dem Studiengang bei Maschinenbau- und Elektrotechnik also Mechatronik ist so eine Mischung ist halt wirklich schon eher sehr minder dominiert.

00:05:25: ja und ich will auch niemandem fliegen so mathematische Dinge zu als ich mag mal zu sehr gerne Ich zerbreche mir gern über dicke den Kopf aber es nicht so dass das alles zu mir kommt, sondern ich muss mich dafür schon auch richtig anstrengen.

00:05:41: Also bin da nicht irgendwie mit irgendwas gesegnet und... Da hab' ich echt auch eine Resilienz entwickelt weil ich einfach durchhalten musste.

00:05:49: Ich bin so oft gegen die Wand gelaufen habe auch echt einige Klausuren nicht geschafft obwohl ich dafür gelernt hab und so.

00:05:56: Und ich glaube da hat sich diese Resilient schon irgendwie aufgebaut ohne dass ich die wahrgenommen hab.

00:06:00: und dann über den Sport natürlich.

00:06:02: Ich finde Sport ist auch was wo man Ja, Rückwirkung total viel lernt.

00:06:06: Also ich hab in der Schule Parkour gemacht, da sprit man so bei Mauern und dann musste ich mich auch ständig selber überwenden, viel trainieren damit ich auch nur ansatzweise mit den Männern die ja viel stärker sind, viel mehr Sprungkraft haben und so größer sind irgendwie mithalten konnte.

00:06:22: Und ja, ich glaube diese ganzen Grundlagen hatte ich dann irgendwie beim Unfall ohne dass ich wusste das ich sie hatte.

00:06:29: Das hat mir auch sehr geholfen.

00:06:31: Aber dann ist das auch eine Frage des Selbstvertrauens, dass du dir selbst aufgebaut hast.

00:06:36: Dass sehr vieles kannst und ein paar Kur erfordert ihr auch.

00:06:41: Ich meine es ist ja leicht atemberaubend was man da so treibt muss man sagen die Menschen haben einen Mut-Risikoverhältnis wo ich sage das ist nicht mehr gesund aber sieht spektakulär aus wenn man für Red Bull da aufläuft.

00:06:56: Das wird leicht verrückt.

00:07:00: Auch da muss ich sagen, als ich Parkour gemacht habe schon viele Jahre her.

00:07:04: Da war ich, glaube ich, mit vierzehn angefangen.

00:07:07: Ich bin jetzt dreißig, also schon ein bisschen her und dann gab es diese ganzen Red Bull-Sachen noch gar nicht.

00:07:13: Das war mehr so die Anfänge von Parkour, wo du einfach ausgegangen bist mit deinen Freunden, dein Sprotschuhn oder deiner Jogginghose und einfach mal irgendwie etwas über die Mauern umgesprungen bist.

00:07:24: Deswegen war das Risiko auch da aber ich glaube nur nicht ganz so...

00:07:28: Und was denkst du, warum so wenige Frauen Nechatronik studieren?

00:07:33: Oder so viele – ich meine acht Prozent muss man ja vor Augen halten.

00:07:36: Ist das Sozialisierung oder ist es auch gewisse biologische Interessen?

00:07:43: wo man sagt die Frauen sag' man ja eher menschenorientiert Männer sind eher Gadgets orientiert und in der Nechatronic findet man mehr Gadgets wie Menschen und deswegen tendieren Männer dazu dort zu studieren.

00:07:57: Ich denke, es ist eine Kombination aus beiden.

00:07:59: Also ich glaube schon dass viele Frauen grundlegend einfach ein bisschen andere Interessen haben als viele Männer was aber nicht heißt das es nicht auch viele Frauen gibt die sich für technische Studiengänge interessieren und langsam immer besser, aber so diese Hürde dann als Mädel dahin zu gehen und zu sagen ich mach das jetzt auch.

00:08:21: Und ich traue mir das zu.

00:08:22: Ich weiß nicht ob du den Begriff kennst, so Imposter-Syndrom?

00:08:25: Wenn man selber denkt, man kann das nichts hat sich auch ganz stark.

00:08:28: am Anfang habe ich auch würde ich sagen immer noch ein Stück weit und ich glaube dass ist was was tatsächlich generell auch mehr Frauen haben Und also mehr auf der Frauen als Männer und das spielt einfach bei der Studiengangswahl auch rein.

00:08:43: Also hat es ja bei mir auch, ich habe mir gedacht okay das kann ich irgendwie nicht.

00:08:47: Hab erst noch was anderes studiert und hab dann irgendwie später auf das gewechselt.

00:08:52: Das Interessante ist mich dass wenn man jetzt die schulderische Leistungen anschaut Dann würde ich vermuten dass die Abinoten der durchschnittlichen Frauen in Mathematik besser sind, wie durchschnittliche Männer.

00:09:05: Das heißt das legt jetzt nicht daran dass Frauen einen Postessyndrom in Bezug auf Mathe haben oder Physik.

00:09:13: Ich glaube Schulnoten sagen darüber gar nichts aus was man sich zutraut.

00:09:18: Ich glaube, es sind zwei unterschiedliche Dinge.

00:09:20: Genauso wenig wie Schuloten was darüber ausseigend intelligent man ist.

00:09:23: auch Uni-Noten sagen wir da meinung nach nichts.

00:09:25: Wobei das?

00:09:25: ich würde sagen dass korrigiert positiv mich hier.

00:09:27: da werde ich jetzt.

00:09:29: ich werde leider dir da nicht zustimmen habe das im Buch gelesen und habe geschmunzelt und sage okay wenn man einfach ein IQ von Achtzig hat sieht man einfach in Physik ist wahrscheinlich keine Eins Null schreiben egal wie viel man lernt.

00:09:43: ja

00:09:44: Das kann sein, aber ich glaube das ist wenn man jetzt einfach von einem durchschnittlichen IQ ausgeht.

00:09:49: Von hundert?

00:09:50: Von hundert genau!

00:09:51: Okay da bin ich bei dir.

00:09:53: Dann glaube ich, wenn das Interesse groß genug ist, kann man sich vieles erarbeiten.

00:10:01: Das gilt aber für alles im Leben, wenn man ehrlich ist.

00:10:04: Und ich glaube trotzdem dass Frauen also was mit zum Beispiel auch aufgefallen ist natürlich das ja auch so ein Ding in der technischen Studiengänge, dass sich der Studiengang recht schnell halbiert.

00:10:12: Also es fangen reizt die viele an und dann nach zwei Semestern merkst du plötzlich oh!

00:10:17: Es ist ein bisschen näher geworden der Hörsaal und erstaunlicherweise war der Anteil der Frauen die aufgehört haben, aber deutlich kleiner als der Antteil der Männer.

00:10:26: Weißt Du warum?

00:10:28: Zeigst du mir gerne?

00:10:30: Ja, weil die Frauen, die sich das zutrauen sowohl vom Durchhaltevermögen als auch von Verständnis für was sie machen einfach ausgeprägt besser selektiert sind wie die Männer.

00:10:42: Die sich alles zu trauen um dann festzustellen dass sie da gar nicht weiterkommen.

00:10:47: und so ein Ausleserprozess ist deswegen nicht als nie gewundert.

00:10:50: also du hast jetzt erzählt, dass die Frauen... Genau.

00:10:51: aber deswegen

00:10:52: meine ich auch glaube dieses Imposter-Syndrom kommt halt genau da rein.

00:10:55: Das kommt eher bei Frauen verstärkt vor als bei Männer, dass Frauen sich eigentlich weniger zutrauen, als sie vielleicht könnten.

00:11:02: Ich glaube das ist... wenn ich mich nicht irre, heißt es in dem Kontext ein Nicht-im-Poster-Syndrom so eine Overconfidence bei ist.

00:11:10: Frauen nehmen sich deutlich realistischer wie die Männer war.

00:11:14: deswegen trauen sich die Männer mehr zu.

00:11:17: manchmal klappt es und wenn's nicht klappt sagen Sie naja das Umfeld hat nicht gepasst super spannend.

00:11:26: Du hast dann trotzdem nicht nur Mikatronik studiert und da hast du gesagt, okay das ist ja gar nichts besonderes im Vergleich zu dem was noch möglich ist.

00:11:36: So Astrophysik klingt noch cooler.

00:11:38: oder wie war dein Gedankengang?

00:11:41: Nicht so ganz!

00:11:43: Wie gesagt ich war an der Schule hauptsächlich Parkour gemacht.

00:11:45: Das war mein ganzes Leben in der Schule.

00:11:48: Ich habe dann überlegt was studiere.

00:11:50: Ich wollte eigentlich meinen Papa als Physiker also... kam ich eher so irgendwie aus der Physik Richtung.

00:11:55: Das war das, was einfach mir eher vorgelebt wurde und wollte dann mit Schwerpunkt auf Astrophysik studieren weil ich einfach Weltraum schon immer unglaublich spannend fand und immer irgendwas mit Raumfahrt, Weltraum machen wollte.

00:12:07: Ja, dann habe ich mir das eben nicht zugetraut.

00:12:09: Ich bin auf Wissenschaften angefangen in Linz oder Österreich und da gab es einfach keine Stundraumvertechnik.

00:12:14: Und über Parkour über den Sport hab' ich andere Leute kennengelernt die mechatronik studiert haben und hab' mir so gedacht, ähm, kann ja eigentlich auch ganz spannend.

00:12:22: Das komme ich mal mit an der Vorlesung, hören wir das mal an und dann hab' mich halt so gemerkt, ja ich glaub', dass ist das Richtige für mich, was soll ich machen?

00:12:30: Hab' dann darauf gewechselt aber hatte immer dieses Hinterkopf.

00:12:33: okay, aber eigentlich will ich Raumfahrt!

00:12:34: Eigentlich will ich unbedingt irgendwas mit Weltraum machen Und hatte dann rausgefunden, dass es an der Theo München im Master Luft- und Raumvertechnik geht.

00:12:42: Es gab's da noch gar nicht als Bachelor.

00:12:44: Mittlerweile gibt das aber zu der Zeit, gab's das auch nicht.

00:12:47: Dann habe ich schon für mich beschlossen okay, ich mach meinen Bachelor in Linz fertig... ...und dann versuche ich in München für Luft- & Raumvertechnik zugelassen zu werden.

00:12:55: Und dann hat ich mein Unfall bei Mountainbiken am Ende meines Bachelors.

00:12:59: Dann kannst du dir vorstellen, dass mein Leben erst mal komplett auf den Kopf gestellt war... geht's überhaupt weiter.

00:13:05: Also dieses Sportkomponente ist natürlich komplett weggebrochen, weil die Sportarten, die ich so geliebt habe, wie konnte ich alle jetzt nicht mehr machen oder kann ich jetzt auch nicht mehr?

00:13:14: Und dann hab' ich mich halt gefragt, wie es mit meinem Studium... Kann ich das eigentlich fertigmachen und kann ich vielleicht trotzdem noch einen Luft- und Rahmenvertrag studieren?

00:13:24: Die Good News sind bei Ingenious Jobs sitzt man viel ab Computer und das geht auch im Rollstuhl!

00:13:31: Und ja, dann war ich so ein Jahr im Krakenhaus und auf Freyja.

00:13:34: Dann ist es so langsam habe ich mein Bachelor wieder aufgenommen.

00:13:37: Und mich eine grundsätzliche Frage, du hast ja kreativ in das auch nochmal betont mit Sport um deinem Leben und dann plötzlich alles auf den Kopf gestellt?

00:13:46: Es gibt ja immer wieder diese Perspektive auf eigenes Ich mit der Identität.

00:13:53: Und du hast dich auch mit sehr vielen Dingen identifiziert.

00:13:56: seit des Downhill oder Parkour Das Studium war das jetzt nicht so sehr im Fokus wie die anderen emotionalen Aktivitäten.

00:14:07: War da auch für dich eine Art Identitätskrise?

00:14:11: Wie du das jetzt dich neu in einen Führungszeichen erfindest?

00:14:16: Ja, auf jeden Fall!

00:14:17: Es denkt immer, dass man bei einem Unfall seine eigene Identität zu einem Stück weit zumindest mit verliert.

00:14:25: Also, bei mir war auf jeden Fall die Sportkomponente.

00:14:27: Wenn ich mich jetzt früher wie vorgestellt habe vor meinem Unfall und der hat gefragt, hey wer bist du?

00:14:32: Dann hab' ich ihm gesagt... Ich bin die Michi, ich fahre Mountainbike und studiere Mechatronik oder irgendwie so.

00:14:38: also ich glaube ich hätte den Sportner Formel Studium gesagt.

00:14:41: Und jetzt war das natürlich komplett weg.

00:14:46: Irgendwie ist es nicht nur der Teil, was macht man.

00:14:49: Sondern auch wie sieht man aus?

00:14:50: Dass das als junges Mädel natürlich auch super wichtig.

00:14:53: Also plötzlich ist der Körper nicht mehr wie vorher.

00:14:55: Man kann sich nicht mehr so bewegen und vielleicht nicht mehr die gleichen Klamotten anziehen.

00:14:59: Man findet sich selber einfach auch nicht mehr akkraktiv.

00:15:03: Das sind ganz viele Sachen, die in die eigene Identität ja mit einspielen und die für mich definitiv neu aufgebaut werden mussten.

00:15:11: Mich hat's dann gerettet... relativ schnell, dass ich halt wusste.

00:15:15: Ich will unbedingt Raumfahrt machen und irgendwie habe ich dann relativ schnell festgestellt ja es kann mein Bachelor fertig machen.

00:15:22: Ich kann auch Luft- und Raumfahrtechnik studieren und das hat mir dann sehr viel Fokus und Energie gegeben und auch ein Stück wird wieder natürlich eine neue Identität.

00:15:32: Und dann hab' ich für mich beschlossen okay ich stecke jetzt mal die ganze Energie da rein, dass wenigstens das klappt also diesen Teil nicht auch noch verlieren.

00:15:39: Und hast du jetzt deine Neuidentität?

00:15:43: Ja, auf jeden Fall würde ich sagen.

00:15:45: Was sagst du jetzt?

00:15:48: Ich glaube wenn... ...ich würde meine Identität gar nicht mehr so sehr an die Dinge nicht machen besthalten sondern mehr an dem wäre ich als an meiner Persönlichkeit, wer ich bin.

00:15:59: Wer bist Du?

00:16:01: Das verfeihe ja auch nicht!

00:16:04: Sich selber so viel loben.

00:16:06: aber ich glaube ich würde einfach ein netter und lustiger Mensch.

00:16:09: Und mit anderen Leuten auch egal ob euch zu neuen nicht vielleicht gerne um sich haben.

00:16:14: Ich glaube, wenn man ... ich hab das Gefühl.

00:16:17: Ich hatte auch beschreib' ich in meinem Buch viele mentale Struggles immer mal wieder.

00:16:22: Ich glaub', ich habe so langsam zu mir gefunden was nicht heißt dass ich mich auch noch mitdinge in Struggle und manchmal Sachen in Frage stell'.

00:16:30: Aber ja...ich fühl mich eigentlich recht gesettelt im Moment.

00:16:33: Und gleichzeitig natürlich, wenn jemand fragt, was machst du dann sagt mir, ich bin Raumfahrt-Engineurin.

00:16:39: Klingt dir auch nie schlecht in dich?

00:16:40: Ja,

00:16:41: es gibt schlimmer das hier auch!

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00:16:53: versprochen!

00:17:03: Schein eingerüstete multimillionärien geworden bist, oder so ein riesen Unfall hat.

00:17:08: Da gibt es ja in eine Richtung und in andere Richtung Ausschlag.

00:17:12: aber man sagt dass man irgendwann durch diese Habituation wieder auf den alten Stand der Baselines zurückkommt.

00:17:20: So zu sich selbst wieder findet im... ... in dem State of Mind sozusagen.

00:17:25: Hast du auch das Gefühl, dass du jetzt genauso bist... ...aushältst?

00:17:29: Dass du nicht alles machen kannst wie vor zehn Jahren?

00:17:31: aber eigentlich bist die Mische von damals nur ein bisschen reifer, erwachsener und weiser.

00:17:38: Ja irgendwie.

00:17:39: ja.

00:17:40: ich glaube die Baseline hat sich ein bisschen verändert also ist es nicht mehr die gleiche Baseline Aber die verändert sich aber eben im Laufe des Lebens.

00:17:46: Also wie du gerade selber gesagt hast man wird älter, man wird weiser Man lernt dazu durch alle möglichen Dinge.

00:17:52: Natürlich gibt's bei mir einfach Sachen, die sind jetzt anders als zuvor.

00:17:57: Die sind nicht gravierend aber schon... Ja, einfach Dinge dauern länger im Leben auch wenn es nur so Kleinigkeiten sind da beisummieren sich auf und man muss oft mehr planen.

00:18:08: also wenn man irgendwie auf Urlaub fahren will oder ja auch nur mit einem Zug fahren will, oder kann oder fliegen?

00:18:15: Man muss das alles anmelden, man muss das vorher planen.

00:18:17: Also ich glaube dass diese ganzen Sachen von wie bewegt man sich durchs Leben einfach irgendwie anders sind, die glaube ich lassen sich mit der Vorgang was

00:18:27: richtig vergleichen.

00:18:27: Aufwendiger ist es, deutlich aufwendiger.

00:18:29: Transaktionaler sozusagen.

00:18:31: Genau das ist einfach anders und natürlich auch herausfordernder.

00:18:35: Was rein so dieses Ding eigene Identität Persönlichkeit angeht würde ich sagen die grundlegende Persönlichkeit, die ich früher gehabt habe ist auf jeden Fall noch da, die verändert sich ja.

00:18:47: also hat sich jedenfalls bei mir durch den Unfall nicht verändert.

00:18:50: Also meine Interessen sind die gleichen, was ich ja mag oder auch nicht mag ist größter als das Gleiche.

00:18:59: Wie viel mein Unfall in meiner Persönlichkeit verändert hat und wie viele einfach nur das Älter werden?

00:19:03: Ist ganz schwer zu sagen, finde ich weil ... Mein Unfall ist jetzt acht Jahre her und... Ich glaube in acht Jahren verändert sich jeder ziemlich viel.

00:19:10: Vor allem mit dem Alter wo man quasi... Genau

00:19:12: deswegen kann ich es ganz schwer halt trennen und sagen, dass eine würde ich zum Unfall zuschreiben, dass andere einfach nehmen Etter werden.

00:19:17: Ja und wenn man sowieso davon ausgeht, dass alle sieben Jahre unsere Zellen sich komplett wandeln und erneuern dann sind wir sowieso permanent neue Menschen und das ist...

00:19:26: Genau!

00:19:27: Was mir noch aufgefallen ist ich weiß nicht ob ich das vielleicht überinterpretiert habe aber als du vor deinem Vor-Deinemumfall die Situation in Entscheidungen beschrieben hast, hast du drei Mal glaube von deinem Baugefühl geschrieben.

00:19:44: dir dein Baugefühl gesagt hat, lieber nicht hier springen.

00:19:47: Lieber nicht da springen und dann bist du irgendwo gesprungen wo für dich das als sich leicht angefühlt hat.

00:19:53: Warum hast du das Baugefühl so stark betont?

00:19:57: Das ist eine super gute Frage.

00:19:58: Ist mir gar nicht aufgefallen beim Schreiben aber interessant mal aus einer anderen Perspektive zu hören jetzt.

00:20:04: Hast du dir das vielleicht vorgeworfen dass du dann auf das vierte Baugefühl nicht gehört hast?

00:20:11: Nee, also bei dem Sprung wo ich gestürzt hatte, hab ich überhaupt kein schlechtes Bauchgefühl.

00:20:16: Das war für mich so was, das geht jetzt easy!

00:20:19: Ich habe das sogar auf Video, ich hab noch meinen Kumpel die GoPro in die Hand gedrückt und hab gesagt, film mal, weil ich war sicher dass das kein Problem ist in der Sprung.

00:20:28: Und genau da ist es aber dann schiefgegangen, was schon irgendwie crazy ist ob man darüber nachdenkt.

00:20:34: Aber dann ist das insofern glaube ich wichtig, dass man sich selbst keine Vorwürfe macht?

00:20:39: Mach ich auch nicht.

00:20:40: Ja, weil wenn du damals gesagt hast, ich hatte ja das Bauchgefühl und dann wärst du trotzdem gesprungen, dann würdest du vielleicht dir selbst mehr Vorwürfe machen?

00:20:50: Das kann sein.

00:20:51: also ich denke mit Downhill fahren ist halt ein gewisses Risiko.

00:20:56: Eindeutig!

00:20:56: Akku

00:20:57: ist auch ein Risiko, Skifahren auch, Autofahren auch.

00:21:00: es gibt viele Dinge.

00:21:02: da muss man sich überlegen Wollen wir das als Menschen machen oder nicht?

00:21:06: Und der eine sagt, ja ich habe da Bock drauf.

00:21:09: Der andere sagt nee, hab' ich gar keinen Bock drauf!

00:21:11: Ich finde man darf sich sowas nicht komplett verbieten aber man sollte schon die Sachen so... Kalkulieren.

00:21:16: Ja genau, so wenig Risiko für möglich eingehen also fünftig Protektoren anziehen, nicht irgendwie.

00:21:22: äh ja als kompletter Anfänger beim Downhill fahren irgendeinen Riesensprung machen oder so es gibt ja dann schon so mal... Man muss einfach lernen das eigene Risiko einzuschätzen.

00:21:33: Und ich glaube, das habe ich aber immer sehr gewissenhaft gemacht.

00:21:36: Und dann ist es halt einfach eine statistische Wahrscheinlichkeit dass es irgendwen trifft.

00:21:41: also jetzt wo ich mehr mich mit dem Thema natürlich beschäftige und mehr von anderen Unfällen mitkrieg findest erstaunlich wie viele Leute sich verletzen bei allen möglichen Dingen auch wie du vorhin gesagt hast einfach mit einem Kopfsprung ins Wasser als eines der häufigsten Ursachen warum leute sich das genickt weichen Weil man einfach im Sommer vom Steg springt oder so.

00:22:02: Und ich verstehe das unter eigentlich grad ein Dicker Felsen liegt, oder so und irgendwie in Triftzeit.

00:22:08: andere Leute fahren ihr Leben lang Downhill Workup, fallen mal hinstehen wieder auffahren die viel krasseren Strecken als ich und ich mach dahinten einen Sprungfall blöd hin und es hat solche Auswirkungen.

00:22:19: Ich glaube dass lässt sich ganz schwer voraus sehen oder auch verhindern.

00:22:26: dass man wird dann irgendwann verkopft, wenn man versucht alles voraus zu kalkulieren.

00:22:32: Alle Risiken ist das kein Leben mehr sondern vielleicht errechnen und das ist halt nicht immer sexy ja?

00:22:38: Vielleicht deswegen studieren so wenige Frauen weil sie cleverer sind wie Männer.

00:22:42: Was ich mir halt denke ist okay!

00:22:45: Ich habe es natürlich irgendwie selber verschuldet.

00:22:49: also ich kann ja jetzt...ich würde nicht sagen, dass meine Schuld ist aber ich kann auch niemandem anderen dafür die Schuld geben.

00:22:54: Es hat mich ja keiner ... betrunken wir im Auto angefahren und ich sage dann, was ist das für ein Debt der Art jetzt getrunken?

00:23:00: Und hat sich ins Auto gesetzt oder so.

00:23:02: Sondern es ist natürlich schon etwas... Ich habe mich für diese freizeitige Aktivität entschieden,... ...habe nicht mit solchen Konsequenzen gerecht, weil erst was Troxon passiert, jetzt muss ich natürlich irgendwie auch mit den Konse quenzen leben.

00:23:12: Aber vor sieben Jahren und sechs Monaten, wo du im tiefsten Loch... Ich glaube nicht dass du da so rational darüber gedacht hast, oder?

00:23:22: Nee!

00:23:23: Aber ich habe mir tatsächlich selber nie wirklich Vorwürfe gemacht und meinen Umfeld auch nicht.

00:23:27: Das Einzige, was für mich echt fast das Schierigste war ... Also in der ganz akuten Situation wo ich jetzt ganz viele Schmerzen hatte und so da denkt man sowieso über andere Dinge nach aber dann so... Ich würde mal sagen wenn man dann so auf Reha kommt ein bisschen fitter ist oder jetzt auch im Nachhinein es mir einfach leidtut dass meine Eltern So meine Familie, einfach auch mit den Situationen reingezogen wurden.

00:23:50: Und die konnten dann wirklich gar nichts dafür.

00:23:52: Die haben sich ja nicht mal auf das Radio gesetzt.

00:23:53: Zum Gegenteil, die haben mir noch eher vielleicht gesagt, pass auf!

00:23:57: Aber das ist natürlich immer solche Entscheidungen, was man selber macht, haben halt Auswirkungen auf das eigene Umfeld und das war für mich schon ein Thema.

00:24:05: Ja kann ich nachvollziehen dass es waren bestimmt achtzehn, sechzehn-achzehn Monate so sehr Intensiv und Betreuung bis du jetzt wirklich in Einführungszeichen wieder Bei dir war es in deiner volle Kraft, soweit das mögliche.

00:24:22: Ich bin nach einem Jahr zurück nach Linz gezogen und mein Wetsch da fertig zu machen.

00:24:26: Halbisjahr später kam dann Corona.

00:24:28: Dann hat sich das auch erst mal wieder erledigt.

00:24:31: Spannende Zeiten aber bis dahin war es auf jeden Fall so, dass besonders meine Mama mit mir schon einfach echt viel Arbeit hatte.

00:24:41: Es war ein ganzes Jahr wo Guy eigentlich alle stehen und liegen gelassen hat Und danach, als ich dann wieder in Linz war, habe ich zwar alleine da im Studentenheim gewohnt.

00:24:50: Aber auch dann startet man nicht bei hundert Prozent.

00:24:52: Da muss man sich erst mal einfinden und schauen so okay wie funktioniert das Leben jetzt eigentlich allein für mich als Rollstuhlfahrerin?

00:24:59: Und wenn es halt ein langsamer Prozess bis man sich wieder an regelmäßiger den Alltag aufgebaut hat.

00:25:06: Kennst du den Begriff Serendipität?

00:25:09: Nee.

00:25:10: Nein, das ist also ein... Die Rolle des Zufalls in unserem Leben.

00:25:15: Du schreibst zum Beispiel, dass du mal eine E-Mail von einer Freundin bekommen hast ob du Interesse hättest an so einem Programm und das ist...und dann antwortest du und bist plötzlich irgendwo in einem suborbitalen Programm unterwegs?

00:25:33: Und das ist Serendipität!

00:25:35: Das heißt ein Zufall zu leben und den Zufallen zu folgen und aktiv eine Handlung wahrzunehmen.

00:25:41: Das heißt, ich bin jetzt deutlich älter als du und wenn ich jetzt mein Leben ein bisschen rückwärts betrachte habe ich das Gefühl dass diese Zufälle doch eine große Rolle spielen?

00:25:53: Und da ist natürlich die Frage wie wir mit diesen Zufällen umgehen und hattest du das Gefühl, dass da sehr viele Begegnungen zufällige Eingebungen waren, die eigentlich nie geplant waren?

00:26:09: Ja und nein.

00:26:10: Also ich finde schon jemand erst mal nutze ich meine Gelegenheiten im Leben, also ich bin schon so, wenn sich eine mehr Gelegenheit bietet dann greife ich da auch zu und ich versuche auch aktiv mir selber Gelegenhalten zu schaffen.

00:26:23: Also würde ich sagen es ist ein bisschen so ein Mix aus.

00:26:26: ja man muss zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sein und auch die Möglichkeiten bekommen aber gleichzeitig kann man schon auch dafür was tun das Ja.

00:26:35: Die Möglichkeiten auch irgendwie zu einkommen und ich glaube, es ist immer so ein Mix daraus.

00:26:39: Ja zum Beispiel als du Hans Königsmann angeschieben hast das war deine bewusste Aktion dass du sozusagen die Chance genutzt hast.

00:26:49: Ich sag verlieren kann nicht viel ja ich kann nur gewinnen.

00:26:54: Ja und auch so generell.

00:26:56: also was du gerade meinst mit der E-Mail von der Freundin?

00:26:59: Das war da habe ich... So Astro

00:27:00: Access

00:27:01: Da war ich noch im Master, also der Luft- und Raumvertechnik.

00:27:04: Dann habe ich einen Parabelflug gemacht.

00:27:06: Da fliegt man mit dem Flugzeug auf normale Reiseflughöhe und fliege dann einfach parabeln.

00:27:10: Und dadurch erst mal ein Proparabel, zwanzig Sekunden schwerelos!

00:27:15: Genau das ist auch so.

00:27:16: natürlich... habe ich diese Gelegenheit dann, also ich hab mich da beworben bin auch genommen worden freue ich mich auch sehr drüber.

00:27:23: Aber habe diese Gelegnhät aufbekommen weil ich natürlich erst mal jahrelang darum Finger erarbeitet haben überhaupt im Master Luft- und Raumvertechnik zu studieren und in dieses Feld reinzukommen.

00:27:31: Und dann habe ich hinterher auch keine Gelegenhät ausgelassen Leuten zu erzählen was ich eigentlich machen würde.

00:27:35: und dann war meine Freundin halt so hey Michi du willst doch sowas machen?

00:27:39: Hier ist doch eine Gelegenhalt!

00:27:41: Das ist für die Dipität Das ist Serendipität, wo man sich die Chancen kreiert.

00:27:45: Indem man sehr viel spricht, sehr viele Menschen vielleicht auch kontaktiert und Kontaktfläche vergrößert um anschlussfähig zu bleiben.

00:27:55: Genau das mache ich schon immer.

00:27:58: Und wie war es?

00:28:00: Ich meine schwer loszusehen.

00:28:03: Mega cool!

00:28:04: Lässt dich da nicht so easy überschreiben irgendwie.

00:28:08: aber also bei dem Parabelflug kommt man ja... dem Weltall noch nicht nahe ist, sondern man fliegt halt diese Parabel mit dem Flugzeug und einfach weil man sich dann im freien Fall befindet, ist man schwerelos.

00:28:18: Und das ist halt auch dann so zwanzig Sekunden oder es jetzt auch nicht so lange.

00:28:22: Man merkt halt so wie der Flugzeugboden, man stößt sich ein bisschen ab, so dann unter einem weg geht... ...und dann hat man in den ersten Moment das Gefühl, man fällt aber dann bleibt... ...wird der Zustand halt!

00:28:32: Also es ist so wie wenn man auf einen Trampolin ganz hoch springt.. ..und dann ist so eine Sekunde, da hat man dieses Gefühl man steht so in der Luft und dann geht's ja gleich wieder runter.

00:28:39: Aber dieses in der Luftstehen hat einfach an und das ist ein totales, gar nichts vergleichendes Gefühl.

00:28:44: Aber ich habe es mega voll gefreut nicht wahr?

00:28:47: So happy!

00:28:47: Und dann natürlich als Rollstuhlfahrerin...

00:28:49: Die sind komplett verfallen an DRR.

00:28:50: Ja ja, immer so megabegeistert.

00:28:54: Als Rollstufahrerin natürlich sich frei ohne den Rollstuch bewegen zu können ist auch super schön.

00:29:00: Ich hab ganz viele Frontflips gemacht und Dinge die ich alle nicht mehr machen kann.

00:29:09: Es war gut.

00:29:09: Und dann gab es eine Riesensteigerung, als du mit Hans Königsmann die nächste Erkundungstour des Lebens außer Korn hast und...

00:29:22: Ja vielleicht für die Leute, die das nicht wir zurellen und die es nicht so wissen, steigen vielleicht ein klein bisschen früher ein.

00:29:27: also ich genau habe meinen Bachelormechatronik fertig gemacht hab mein Master, Winfield Master in Lüftlumpen Technik an der Turm zugelassen worden.

00:29:39: Das Fade, in dem ich mich bewege ist eher so eine Mischung an der Grenze zwischen Physik und Ingenieur-Zeugs.

00:29:46: Aber hat mit human spaceflight oder astronautischer Raumfahrt gar nichts zu tun?

00:29:51: Und gleichzeitig wollte ich aber eigentlich immer schon gerne ins All fliegen!

00:29:55: Ich habe es auch als gesunder Mensch nie als was gesehen, wo ich mir sicher bin ja das passiert weil die Möglichkeiten so eine Chance zu bekommen sind einfach super klein Und hatte das aber immer so irgendwie im Hinterkopf.

00:30:11: Ja, und als ich da mein Unfall hatte war für mich irgendwie so klar wie jetzt ist das Thema ganz vom Tisch.

00:30:17: also niemand lässt jemanden im Rollstuhl ins Ralf fliegen.

00:30:21: Ich habe mir das einfach nicht vorstecken.

00:30:22: es gab ja auch keine Programme.

00:30:25: Also die ESA und NASA Astronauten auswahlen Da muss man ganz ausführliche Gesundheitschecks machen und so.

00:30:32: So da hätte ich mich überhaupt nicht bewärmen können.

00:30:34: Es hat dann jetzt letztens der Machbarkeitsstudie gemacht über einen amputierten Astronauten, John McFall.

00:30:39: Aber da waren halt... das finde ich auch ein total guten ersten Schritt.

00:30:42: aber da war man halt auch Menschen im Wollstuhl nicht zugelassen zur Bewerbung weil man muss ja mal irgendwo anfangen so und da geht es darum eine Langzeit-Mission auf die ISS ist auch nochmal was anderes.

00:30:53: Auf jeden Fall war's für mich halt dann so.

00:30:54: Ja, das Thema ist irgendwie bisschen vom Tisch und gleichzeitig wollte ich es aber auch nicht aufgeben mit Freunden und im Studium darüber gesprochen, dass ich halt unbedingt eigentlich ins All fliegen möchte irgendwann.

00:31:07: Und bin dann halt, wo wir gerade drüber gerede haben, sie sind Parabelflug gekommen... ...und danach habe ich mir halt so gedacht naja, ein Paralflug war schon völlig außer Reichweite für mich.

00:31:16: also es war sowas wow das ist so mein Leben klappt hat, dass hier als Eustufa seinen Parabeflug machen konnte, war irgendwie schon krass!

00:31:24: Dann wollte ich aber nicht, dass da aufhört und dann war ich so ja okay was habe ich versucht mir sozusagen so ein Nebenprojekt daraus zu kreieren.

00:31:32: Was kann ich sonst noch in diesem Bereich machen?

00:31:34: Und hab halt irgendwie so festgestellt, dass es überall auf der Erde ... oder ist das überall ab an Feinacken so Habitate gibt wo Leute irgendwie zwischen einer Woche und einem Jahr oder so kommt auf die Dauer darauf an, da isoliert sind und man simuliert praktisch auf der Erde in so einem Habitat eine Raumvorhalt-Mission also ... in einer Monteur-Marschstation wohnt.

00:32:00: Isoliert?

00:32:01: In der Wüste zum Beispiel oder... Zum Beispiel,

00:32:03: genau!

00:32:03: Oder in Nostereuropa irgendwo, je nachdem ja.

00:32:07: Genau es gibt einen krassesten Location, ich glaube es gibt sogar eins auf Hawaii auch schön.

00:32:13: Und dieser Abitat ist völlig total spannend mit Dr.

00:32:17: Rantin beim DLR aber ich Praktikum gemacht hatte.

00:32:20: Er hat so eine Mission gemacht und mir beim Mittagessen davon erzählt.

00:32:23: Ich dachte mir so irgendwie ganz cool sowas mal mitzumachen.

00:32:28: Und hat dann mal so ein bisschen gegoogelt und hat festgestellt, ja es gibt viele solche Möglichkeiten aber keine davon ist barrierefrei.

00:32:35: Und habe mich zufälligerweise auf einen Habitat in Köln gestoßen das heißt Lunaris und da ist man zwei Wochen isoliert.

00:32:43: bei mir war's mit vier anderen Freunden die ich davor nicht kannte und dass das Haupt Augenmerk weil das keine fancy Wüste wo man irgendwelche Geräte in der Wüster testen kann oder so Ja, war bei mir da Hauptaugenwerk auf Isolation.

00:32:58: Also wir hatten kein Fenster, also gar kein natürliches Licht für zwei Wochen, sehr wenig Kontakt zur Außenwelt, hauptsächlich gefrege trockenetes Essen und solche Dinge.

00:33:09: Und dann musste man jeden Tag an viele Fragebürgen ausfüllen und Sachen erledigen und so.

00:33:13: Dann hat man mal so gefragt zum Beispiel wie sind deine Gefühle jetzt im Habitat?

00:33:17: Wie ist die Gruppendynamik?

00:33:20: Weiß nicht, das haben Psychologen zusammengestellt und die werden dann alle anonym... Gesammelt überm Haarmissionen und dann werden die

00:33:26: ausgewacht.

00:33:26: Michi, wie ist das mit absolut unbekannten Menschen?

00:33:29: Das ist so Big Brother ohne Emotionen.

00:33:31: oder wie fühlte sich denn an?

00:33:33: Es war sogar ein bisschen Big Brother weil es waren Kameras überall für Mission Control dass sie schauen konnten falls irgendwas ist ob's uns gut geht oder so.

00:33:43: Gibt es irgendwelche Ehe-Schließungen aus dem Habiat oder...

00:33:49: Ich weiß!

00:33:51: Irgendwie eine komische und nicht sehr alltägliche Situation, dass plötzlich werden auch nur einen Schlafraum.

00:33:57: Und wir alle wegen geschlafen haben und so ist das Privatsphäre war auch nicht so richtig viel vorhanden.

00:34:00: Aber

00:34:00: wie wusste ich?

00:34:02: Das muss ja so sein.

00:34:03: Sonst ist es nicht realistisch.

00:34:04: Ja genau!

00:34:05: Es kommt immer darauf an was man simulieren will und wie.

00:34:08: und vielleicht nochmal ein bisschen als Kontext.

00:34:10: Man macht diese Sachen gerade in Bezug auf Vorbereitung für Langzeitmissionen.

00:34:14: also wenn ihr zum Beispiel irgendwann mal Menschen zum Mars fliegen würden, dann dauert das halt irgendwie ein paar Monate hinflug.

00:34:20: Dann irgendwie zwei Jahre da bleiben bis Mars und Erde wieder in der richtigen Position zueinander stehen.

00:34:24: Da nochmal ein paar monate Rückflug!

00:34:26: Und da ist es besser wenn man sich Gedanken macht wie man die Gruppe zusammenstellt und so damit's da nicht ordentlich Stress gibt.

00:34:32: Für diese Dinge macht man halt all diese Studien... Genau auf jeden Fall wir hatten eine gute Gruppendynamik, hätten auch mal einen kleineren Konflikt oder so aber nichts von Bedeutung.

00:34:44: Ja, ich bin ziemlich happy dass es bei uns tatsächlich recht gut gelaufen ist.

00:34:49: Aber ja war auch spannend für mich so und ich war auch die Kommandorin also die sozusagen die Mission leitet um meine Aufgabe was ein bisschen halt zu schauen.

00:35:01: geht sie eben gut?

00:35:02: gibt's irgendwo Probleme?

00:35:04: das war eine total neue Situation für mich.

00:35:06: Wie lange warst du da?

00:35:08: Zwei Wochen.

00:35:11: Und da setzt man sich, ich meine das ist ja zwar sehr viele Routinen die euch vorgeschrieben werden um euch zu beschäftigen aber man ist doch nicht den ganzen Tag überstrapaziert intellektuell, d.h.

00:35:22: da bleibt man auch bei sich oder dass es einfach ein Diskussionsforum für die Welt herrscht?

00:35:29: Was macht man da so zwei Wochen?

00:35:32: Wir waren tatsächlich relativ beschäftigt.

00:35:34: Ich arbeite jetzt bei der ESA, bei der Europäischen Raumfahrtagentur und genau in der Zeit wo ich in diesem Habitat war, war leider auch die Bewerbung für die Jobs, also so ein Trendy-Programm.

00:35:47: Es geht zwei Jahre, es ist am Auslaufen gerade am Tag, mein Buch veröffentlicht wird, das ist der letzte Tag von diesem Trendy Programm.

00:35:55: aber da war grad die Bewerkungsrunde Jobinterviews in der Zeit, die ich dann auch machen durfte.

00:36:03: Und da musste ich mich relativ viel auf das vorbereiten ist.

00:36:05: Ich habe meine ganze Freizeit eigentlich in die Vorbereitung gesteckt aber ansonsten haben wir uns unterhalten, Film geschaut was man da so machen kann irgendwas gespielt.

00:36:20: Aber da wusstest du dass es eher ein Zwischenschritt zu etwas ganz Großem

00:36:26: Ja das wusste ich da noch nicht sondern das war so mein nächstes Das war so meins, nach dem Parabelflug sie es.

00:36:31: Okay wie kann ich irgendwie versuchen im Bereich astronautischer Raumfahrt an Barrierefreiheit zu arbeiten?

00:36:37: Also es gab da jetzt keine Stelle wo ich hingehen konnte und sagen konnte okay ich mich bei euch mitmachen oder so.

00:36:42: Man muss sich das als eine Möglichkeit einfach ein bisschen selber suchen.

00:36:46: Und das hatte ich halt damit gemacht.

00:36:48: und ja dann hat ich das fertig gemacht und hatte mittlerweile auch mein Job bei der ESA bekommen.

00:36:55: Es war so im April, im Oktober, in den Niederlande gezogen.

00:37:02: Ich habe bei der ESA angefangen zu arbeiten und dann mir gedacht ich will auch nicht dass die Reise hier zu Ende ist.

00:37:10: Es hatte aber gerade keine großartige andere Idee was sich jetzt machen könnte.

00:37:16: Manchmal muss man den Sachen da ein bisschen Raum geben Augen offen halten und schauen, wer es so kommt.

00:37:24: Aber was unerwarteterweise kam war das als ich damals den Parabislug gemacht hatte, also in dem Jahr-Zwischen.

00:37:32: War der Parabisflug selbst von einem amerikanischen Projekt namens Astro Access bezahlt aber die Reise kosten nicht.

00:37:38: Und ich war noch Studentin und uns wurde halt gesagt ja sucht euch doch irgendwie... Sponsoren für eure Reisekosten und so.

00:37:47: Na ja, dann habe ich halt so überlegt okay was bietet sich da an?

00:37:50: Ja und Tum einmal hat er auch etwas mitgesponsorten und dann am OHB!

00:37:55: Das ist eine deutsche Raumfahrtfirma.

00:37:56: Ich dachte mir gut vielleicht drücken Vor allem die Interesse daran, mich zu unterstützen.

00:38:02: Und ich hatte immer vor einiger Zeit dann so eine Dokumentation auf Netflix gesehen Return to Space und da war ein deutscher Ingenieur drin der heißt Hans Königsmann und er war der vierte technische Angestellte bei SpaceX und ich war so.

00:38:16: wie kann das sein dass ein deutschers SpaceX von Anfang an mit aufgebaut hat?

00:38:20: Das wusste ich überhaupt nicht und fand ich total spannend und er wirkt auch super sympathisch und gleichzeitig, ja genau, dann habe und habe festgestellt, dass er am Aufsichtsrat bei OHB sitzt.

00:38:30: Und es mir dann wieder eingefallen hat als ich über Sponsoring nachgedacht hab und dachte mir naja gut was soll schon passieren?

00:38:36: Ich schreibe meine Nachricht auf Linke.

00:38:39: vielleicht hat da irgendeine E-Mail Adresse für mich wo ich mich da melden kann und er war super annähert und hat sich dann ja um Sponsorings für mich bemüht hätte auch geklappt.

00:38:47: Dann, als ich diesen Aufenthalt im Habitat machen wollte, musste man auch da wieder ein Teilnehmergebühr bezahlen.

00:38:53: Und dann habe ich OHB wieder gefragt und hab gesagt so hey, ich glaub dir noch mal das ist was mit dem Thema zu machen!

00:38:59: Ich hätte eine andere Gelegenheit.

00:39:00: haben sie wieder gesponsort?

00:39:03: Und dann hab' ich einfach alles geschrieben weil ich mir dachte naja es hat für ihn vielleicht auch schön zu sehen dass ja einfach aus seiner...

00:39:10: Dass du dein Weg konsequent gehst

00:39:12: Genau und auch einfach so, dass aus seiner Hilfe tatsächlich viel entstanden ist.

00:39:15: Ich meine es ja auch schön zu sehen, wenn man jemandem geholfen hat dann hat das irgendwie auch geklappt.

00:39:20: Und gleichzeitig war ich auch ein bisschen Fangirl und dachte mir einfach so ich frag ihn mal er wohnt eigentlich in LA aber falls er mal in der Nähe von München ist oder so vielleicht hat er ja Zeit für einen Kaffee.

00:39:32: Also sehr mega cool, wenn das klappen würde.

00:39:35: Und dann hat es sich tatsächlich ganz kurz bevor ich zu ESA in die Niederlande gezogen bin, hat es mich bei mir gemeldet und gesagt, ich bin hier Juroa bei irgendeinem Drohnenrennen in der Nähe von München und da hab' ich ja noch in München gewohnt.

00:39:47: Hast du nicht Lust vorbeizukommen?

00:39:49: Ja, für jeden Fall bin ich da hingegangen und er war total nett und wir haben uns danach eine ganze Zeit unterhalten Und ich wollte ja immer noch ins All fliegen, hatte zwischenzeitlich auch schon mit vielen Leuten darüber geredet.

00:40:02: Die Resonanz war jetzt nicht wahnsinnig positiv muss ich ehrlich sagen.

00:40:05: also das klappt bestimmt sondern eher so ein bisschen so.

00:40:10: und dann dachte ich mir naja gut jetzt frage ich mal Hans der kennt das Mindset by SpaceX besser als jeder andere Anfang an bis zum Jahr zwanzig, irgendwie gearbeitet.

00:40:20: Wir haben einfach gefragt ja glaubst du das?

00:40:22: Menschen wie ich auch Astronauten werden können?

00:40:24: und er hat nicht gleich noch eingesagt.

00:40:25: Er hat so herum überlegt und eine Diskussion daraus entstanden und wir mal den bei Orbitale Frügel geredet also dass das SpaceX macht um die Erde rumfliegen in einem Orbet als unser Kreisbahn.

00:40:38: Und wir haben dann so ein bisschen diskutiert was man da machen müsste.

00:40:40: Raumfahrt ist glaube ich auch kein Geheimnis es unglaublich teuer generell.

00:40:45: Also es war jetzt auch nicht so, selbst wenn er jetzt gesagt hätte, yo glaub ich geht mach mal.

00:40:51: Dann hätt' ich sowieso einfach auch nicht die finanziellen Mittel gehabt.

00:40:55: und das Beträge kann man jetzt auch noch nicht fundraisen.

00:40:57: Was

00:40:57: kostet so ein Flug?

00:40:58: Zwei Hunderten, drei Hundert...

00:41:00: Ich weiß es nicht!

00:41:02: Ich glaube bei Google für Orbitale Flüge hat Jared Isaacmann der aktuelle NASA-Administrator Der hat irgendwie zwei Missionen selber bezahlt, mal gesagt er hat vor eine Mission ungefähr zweieinhalbfünfzig Millionen bezahlt.

00:41:16: Zweikundfünftig Millionen?

00:41:18: Ja für alle vier Leute.

00:41:19: also bei Swayzex sind vier Leute in einer Kapsel und das war dann glaube ich so drei oder vier Tage um die Erde rumfliegen.

00:41:27: Genau.

00:41:27: aber das ist halt auch nur was ich irgendwo mal im Internet gelesen habe.

00:41:30: ob das jetzt tatsächlich wie Wahrheit ist I don't know ja weiß ich nicht Aber auf jeden Fall sind es Beträge... Wie kriegst du auch durch Sponsoring nicht mehr einfach so zusammen?

00:41:44: Und deswegen war es ja auch nichts, wo ich mir jetzt gedacht hatte.

00:41:46: Das ist jetzt irgendwie realistisch und ich wollte einfach nur mal hören wer SpaceX denn überhaupt offen dafür oder wie sehen das gerade diese US-amerikanischen Firmen?

00:41:58: War dann zumindest ganz happy dass er nicht gleich hineingesagt hat.

00:42:01: und naja dann habe ich mir so überlegt aber Ich meine, in den Sechzigerjahren sind die Leute auch nicht direkt zum Mond geflogen.

00:42:07: Vielleicht muss man auch einfach wirklich einen Schritt nach dem anderen gehen und hat dann gesagt so hey es gibt ja auch super orbitale Flüge!

00:42:13: Da fliegt man sozusagen mit einer Rakete eine große Paravel und einmal über die Karman-Winne.

00:42:18: das ist hundert Kilometer sowie international anerkannte Grenze zum Weltraum.

00:42:24: wäre das nicht ein erster guter Schritt.

00:42:26: Das ist sehr viel kürzer, also mein Flug hat zwischen zehn und elf Minuten gedauert,

00:42:31: d.h.,

00:42:31: man muss sich keine Gedanken machen wie gehe ich auf Toilette?

00:42:33: Ist ja bei mir auch anders als bei anderen.

00:42:36: Und noch viele andere Dinge dazu... Also man nimmt erst mal Variable in sozusagen raus aus der Gleichung was immer gut ist und kann sich auf auf einige Dinge wie Notfahrtroziduren und so, die wirklich sehr wichtig sind.

00:42:48: Konzentrieren.

00:42:49: Und da meinte er also ja das glaube ich auf jeden Fall dass es möglich sein sollte.

00:42:54: Ja und dann habe ich mir so schön bin in die Niederlande gezogen und hab dann bei der ersten Woche bei der ESA eine Nachricht von Hans bekommen.

00:43:03: So können wir mal telefonieren und dann haben wir telefoniert.

00:43:06: Dann meinte sie ja ich habe mit Blue Origin gesprochen, die solche Flüge anbieten.

00:43:09: Sie finden das total cool!

00:43:11: Und die Idee ist, dass wir beide vielleicht gemeinsam fliegen.

00:43:14: Ich dachte mir zuerst es ist das Missverständnis irgendwie, ich dachte mir kann doch nicht sein, dass sie gesagt haben ja das können wir uns vorstellen.

00:43:22: Ja da hat mir relativ schnell ein erstes Gespräch mit Blue Origin und sie haben gefragt wann könnt ihr nach Texas kommen für erste Trainings- und Tests?

00:43:30: weil Sie einfach mal sehen wollten?

00:43:33: Was kann ich eigentlich?

00:43:34: also Sie haben so einen Mockup von der Kapsel.

00:43:36: da ist eine Teilgetreuer Nachbau Von der Kapsel, wo man halt ja Dinge testen kann.

00:43:42: Und dann war so die Frage, so kann ich mich eigentlich von meinem Sitz alleine auf den Boden setzen?

00:43:46: Komm' ich selber zur Luke!

00:43:48: Die Luke hat eine große Stufe... Da kann ich nicht selber drüber steigen.

00:43:52: aber wie kann Hans mir da vielleicht raushelfen?

00:43:54: und das sind so Sachen, die kann man wirklich einfach am besten üben und testen und rausfinden wenn man vor Ort ist und die Möglichkeiten hat.

00:44:03: So ist es irgendwie zustande gekommen.

00:44:04: also wieder hänggeflogen und ich hatte immer noch total Angst dass sie sagen nee Tut uns leid, du bist zubehindert.

00:44:11: Das können wir leider nicht machen!

00:44:13: Aber das kann man im Prinzip kaufen so ein Ticket oder was kostet so einen Ticket?

00:44:20: Das kann ich nicht so genau sagen.

00:44:21: Also okay, ihr dacht ihr dass es auch gibt eine Preislist oder sowas...

00:44:26: Nee, geht's nicht.

00:44:27: Man kann natürlich am Internet googeln da gibts alle möglichen verschiedenen

00:44:31: Quellen.

00:44:33: Was sagen die Internetquellen so im Schnitt?

00:44:36: Ich weiß nicht gar nicht.

00:44:37: Ja, das ist mir nur mehr von best, glaube ich.

00:44:41: Aber Größenordnung ist das jetzt?

00:44:43: Hundert Millionen, zehn Millionen, dreißig Millionen, hundert Tausend, so einfach die Größenordnung.

00:44:48: Ich würde sagen, die Frage gibt es mir!

00:44:50: Okay...

00:44:52: Ich finde's cool ja.

00:44:54: Vielleicht in diesem Kontext auch eine Frage weil diese Blue Origin und Co.

00:44:59: standen sehr stark im, ja in der Kritik, weil man da so Spielzeuge des Superreichen sind und jetzt auf der anderen Seite ist es ja unglaubliche, fortschliche Technologien die dahinter stehen.

00:45:14: Wie siehst du das?

00:45:15: Ist das jetzt etwas was die Menschheit nach vorne bringt oder ist das auch ein bisschen Luxus?

00:45:22: Also ich denke es ist immer beides.

00:45:24: also Grauenfahrt ist sowieso Luxus auch dass wir Google Maps haben und solche Dinge.

00:45:30: Es ist ja auch irgendwie, es ist ja Raumfahrt und das finde Was weiß ich, wie viele Jahre es ist.

00:45:38: Das war überhaupt nicht vorstellen dass wir irgendwann alle Handys haben wo wir eingeben können okay wir fahren wir wollen zu dem Ort fahren und dann leitet uns das da einfach hin.

00:45:46: also Raumfall ist teuer und ja in gewisser Weise auch irgendwie Luxus.

00:45:52: aber ich finde das da wahnsinnig viel Fortschritt und Entwicklung Alles drinsteckt und es finde ich super wichtig.

00:45:59: Das ist meine Sichtweise darauf, was jetzt die Blue Origin-Flüge im Spezialen angeht?

00:46:03: Ich glaube wir haben da einfach auch ein bisschen so einen Medienproblem weil die Medien lieben halt dramatische Geschichten und ja suchen sich halt dann weiß ich nicht Einflug zum Beispiel mit Katy Perry raus und reden aber gar nicht über die ganzen anderen Dinge, die parallel auch passieren.

00:46:21: Und das finde ich immer so ein bisschen schade.

00:46:23: Wir haben super viel Medienaufmerksamkeit bekommen und ich hoffe, dass viele Leute dadurch auch gesehen haben, dass solche Flüge eben auch durchaus Fortschritts bringen können.

00:46:33: Aber ich glaube ... Ich würde es eher als Medienprobleme als technisches

00:46:38: Problem.

00:46:38: Vielleicht kann man ja auch sagen, der Unfall war körperlich für dich eine unglaubliche Belastung aber weil du zu den absolut wenigen Menschen geschört hast die bereit waren soll so eine Reise anzutreten oder anzufahren in deinem Fall, dass du dir sehr viele Dinge dadurch ermöglicht hast.

00:46:57: Weil ich meine mich hatten mit Nicole Winter gesprochen.

00:47:01: das ist die Austrin, die war auch bei uns diese Austronautin.

00:47:05: im Reserve glaube ich heißt das Und für dich war das auch eine riesige Chance, durch deinen Mut und Bereitschaft die neuen Themen zu erkunden.

00:47:15: Du bist dann bemerkenswerter weil du in einer schwierigen Situation geraten bist.

00:47:20: Das ist ja auch ein Führungszeichen, ein Alleinstellungsmerkmal.

00:47:25: Ja ich hoffe auch also es war wirklich viel Arbeit einfach!

00:47:29: jahrelang im Hintergrund, was man vielleicht jetzt auch nicht so auf Instagram oder keine Ahnung sieht.

00:47:34: Sondern vieles halt sich selber gelegen hat und suche mit Menschen reden, schauen wo kriegt man irgendwas an Geld dafür her?

00:47:41: Wie kann man die Dinger umsetzen?

00:47:44: Ich aber auch zur richtigen Stelle am richtigen Ort zu sein weil zum Beispiel mittlerweile wurde das New Shepard Programm mit dem ich geflogen bin pausiert weil Blue Origin gesagt hat, okay wir haben jetzt genug davon gelernt.

00:47:58: Das war einfach auch so als Technologie-Dimonstrator geplant.

00:48:03: und ja ich meine zum Beispiel was wo ich jetzt in Zukunft arbeiten werde ist GNC also guidance navigation and control und das praktisch die Steuerung von Raumfahrzeugen und einer Rakete.

00:48:13: an der kleinen Rakete kann man natürlich auch lernen wie man vielleicht eine größere Rakete steuert.

00:48:18: Das baut hier eigentlich schon auch irgendwie aufeinander auf.

00:48:21: Und genau, es gab nach meinem Flug noch einen weiteren astronautischen Flug und jetzt das Programm pausiert und ich hätte immer vorher ein Jahr später gefragt.

00:48:29: Dann wäre das alles ganz anders gekommen oder zehn Jahre früher, aber ist das Programm vielleicht sogar nicht gehabt?

00:48:34: Das ist das was mich mit Serendipität meine.

00:48:37: Vielleicht kannst du das besser in Kontext setzen...

00:48:39: Ich weiß ja schon, was du meinst.

00:48:41: Es ist trotzdem, hättest du nie gefragt wie vor zehn Jahren noch jetzt wäre es einfach nichts gekommen.

00:48:49: Und was war dein Erlebnis?

00:48:51: Wie ist das in Vergleich zum Parabelflugel, war das...

00:48:54: Ja also ich will ja noch ganz kurz vielleicht einmal einhaken!

00:48:56: Also wir wandern da halt im Dezember in Texas haben dieser ersten Trainings gemacht.

00:49:00: zwar für mich so cool es war genau das dass ich immer unbedingt machen wollte.

00:49:05: Allein auch die Abendessen als unser Trainer Jake der hat vorher an Triedwerk gearbeitet oder das Mitentwickel für die New Shepard Rakete.

00:49:14: Und Hans und er, beide Raketen von Anfang an gebaut hatten und sich da alles wirklich unterhalten haben.

00:49:21: Allein schon das war super cool!

00:49:23: Für mich als noch relativ neue Raumfahrt-Engineurin dazu zuzuhören und einfach was von zu lernen.

00:49:33: Nicht nur auf das ganze Training, es hat mir so unglaublich viel Spaß gemacht.

00:49:37: Ich bin dann nach Hause geflogen Dann war Weihnachten und ich war mir halt nicht so sicher, wie es weitergeht.

00:49:43: Sie musste das natürlich auch intern alles besprechen oder sie haben zum Beispiel so Sachen gemacht wie die Zeit gestoppt hinterher als wir schneller geworden sind und uns überlegt hatten, wie die Notfall rauskommen um zu schauen.

00:49:53: Ich weiß nicht mehr was die Zeitvorgabe war aber halt irgendwie in der Zeit müssen sich's halt herausschaffen aus der Kapsel.

00:50:00: Und das mussten sie ja dann alles intern irgendwie besprechen.

00:50:03: und dann haben wir noch viele Dinge mit Einstieg und Ausstieg überlegt.

00:50:09: Ja, dann war ich wieder in Holland zurück und war mir so richtig sicher ob's weitergeht.

00:50:16: Und wie es weitergeht hat aber auch noch keiner nein gesagt.

00:50:19: Und irgendwann zum Februar habe ich den Launchvertrag zum Unterschreiben bekommen und dann war es so ab.

00:50:23: dann durfte ich auch zumindest in meinem Freundeskreis und so darüber reden weil da vor durfte man gar nicht wirklich sagen.

00:50:29: Da meiste uns ein bisschen so ja okay das klappt anscheinend.

00:50:34: bei Raumfahrt kann man sich auch erst sicher sein wenn man drin sitzt und die Reaktion abhebt.

00:50:37: also... Bis dahin, das war immer als Mitforsicht zu genießen.

00:50:42: Und deshalb haben wir Hans und ich im August, dass wir wieder nach Texas flogen, haben da weiter an den Sachen gearbeitet wo wir davor, die man vorher überlegt hatten und so und haben die Sachen generalisiert.

00:50:55: Und dann in Dezember war mein Flug.

00:50:59: Da hat man noch drei Trainings-Tage mit der gesamten Crew.

00:51:02: also wir waren insgesamt sechs Leute wie... anderen waren bei den vorherigen Trainings noch nicht dabei, weil die jetzt mit meiner Situation nicht ganz so viel zu tun hatten.

00:51:11: Wobei wir dann auch noch umentschieden haben zum Beispiel beim Notfallausstieg nach der Landung.

00:51:16: Haben wir da noch ein weiteres Crewmitglied mit einem bezogen, um es uns alle ein bisschen leichter zu machen und so... Ja!

00:51:21: Und dann war der Tag da auf den ich sehr lange gewartet habe und bin morgens aufgestanden.

00:51:28: War super nervös meine ganzen fünf Uhr auf viele.

00:51:32: Ja, Freunde tatsächlich waren gekommen und Familie war da.

00:51:37: Und die haben dann, die sagen dann früh noch so Tschüss!

00:51:39: Und dann fährt mein Trainingszentrum, zieht sich den Flight Suite an, kriegt noch ein weiter Briefing... ...und dann geht's los.

00:51:46: Dann setzt man sich wieder ins Auto.

00:51:48: Das war für mich der alleremotionalste im Moment.

00:51:52: Wie ich zwischen meinen Freunden und Familie, also sie stellen sich halt alles auf am Wand.

00:51:56: Man fährt beim Auto durch wie ich das so durchgefahren bin und den gewunken habe Und ja, ich hab das halt so auf den Livestreams irgendwie schon immer gesehen von irgendwelchen Raketenstaats.

00:52:06: Ich bin immer so vorgestellt wie wäre das wenn ich mal eines Tages da drin trotz?

00:52:10: Das war natürlich voll verschön!

00:52:12: Hast du es doch mir nicht angst?

00:52:13: Nee,

00:52:14: ich hatte keine Angst.

00:52:16: Ist ja eigentlich sehr sicher aber du kalkulierst ja seine gute Risiken von der Seite her.

00:52:20: Ja und irgendwie ehrlicherweise glaube ich, wenn ich so über Risiken in meinem Leben nachdenke... Es hilft vielleicht mit Mountainbalken, Snowboarden, Parkour, alte so Dicke die ich Aralak gemacht habe.

00:52:33: Vielleicht auch höhere Risiken eingegangen.

00:52:35: das lässt sich jetzt schwer abschätzen aber ja auf jeden Fall sind wir dann... beim Launch Tower angekommen und ausgestiegen.

00:52:43: Ab dann war meine Nervosität eigentlich komplett weg, weil da geht es mehr so über ein dieses So okay jetzt vor Zituren abarbeiten alles machen die geplant oder das mal eher auf das fokussiert und habe ich gar nicht mehr richtig über irgendwie Nervosität nachgedacht anders als da wo man einfach nur im Auto saßt und auf der Rakete zugefahren ist.

00:53:02: ja dann steckt man ein macht noch einen Comscheck einmal dass alle coolmitglieder halt gute Kommunikation zu Mission Control haben Dann wird die Lücke gestoßen und währenddessen zählt auch die ganze Zeit natürlich schon der Countdown runter.

00:53:15: Ja, dann sitzt man da, schaut sich den Countdown an... ...und dann gab es erstmal ein Hold!

00:53:19: Und das ist ein ungeplanter... ...ja wenn der Countown ungeplanen angehalten wird.

00:53:24: Weil so Becker immer schon auf die Tage vor ein bisschen Thema war uns.

00:53:27: Wir haben gesagt wir müssen nochmal einen Wettercheck machen.

00:53:30: Es hat dann so eine halbe Stunde gedauert oder so und ich habe schon so ein bisschen ja... Die Zuversicht verloren, weil ich mir so dachte naja wenn das immer schon Tage davor ein Thema war.

00:53:40: Wahrscheinlich sagen wir es einfach ab, weil man will ja auch wirklich also in der Raumfahrt, wenn man wirklich auf gar keinen Fall irgendwelche Risiken eingehen die nicht ganz unbedingt eingeben

00:53:48: sind.

00:53:49: Ja genau die irgendwie vermeidbar sind.

00:53:50: Ich meine ein gewisses Restrisiko ist immer da.

00:53:52: aber man sagt jetzt sich auch schauen wir mal ob die Regelung mit dem Wind klar kommt oder so sondern das berechnet man halt schon alles vorher Ja, und dann irgendwie nach einer halben Stunde gegen der Countdown weiter.

00:54:05: Und ich dachte mir so okay!

00:54:06: Und dann so eine Minute... Zwei Minuten und dreißig verstarke die Rakete in so einer Autosequenz.

00:54:14: Da testet sie sich automatisch durch.

00:54:17: Und dann zu einem Minuten und Dreißig vorzunehmen, das Triebwerks hat man so klopfen, so wie ich es beschreiens noch, dass die Bedruckung von den Tanks Und das merkt man so richtig, dass die Rakete zum Leben erweckt.

00:54:29: Und da war ich so okay krass.

00:54:30: jetzt geht's gleich los und dann bei achtundfünftig Sekunden vor Zündung des Streetbacks mussten wir leider auch steigen, muss der leider absagen für den Tag weil in dieser Autosequenz ein technisches Problem festgestellt wurde.

00:54:45: es hat sich hinterher raus gestellt.

00:54:46: zwar kein großes aber man will das halt alles ganz genau am

00:54:49: üben.

00:54:49: Und dann wieder vom neuen alles?

00:54:51: Genau!

00:54:52: Da mussten mir aussteigen ... emotionale Zeit oder meine Ingenieur-Seite wusste halt, ja okay das ist absolut die richtige Entscheidung.

00:55:00: Meine emotionale Seite war natürlich so... Okay es hat irgendwie kurz verweint.

00:55:05: Klappt doch nicht!

00:55:06: Zu der achzehnte Dezember.

00:55:08: irgendwie sind jetzt hier meine Freunde und Familie aus den USA und aus Deutschland von einem möglichen Orten extra hergekommen.

00:55:16: Und... Irgendwie wollte ich nicht fürs dem sonst gekommen sein.

00:55:20: Dann zwei Tage später konnten wir aber erfolgreich starten als wahr?

00:55:24: Kein größeres Problem zum Glück.

00:55:26: Und ja, da war ich dann noch gar nicht mehr so nervös.

00:55:28: Der Ablauf war wieder der gleiche und dann sitzt man da, dann wird das Triebwerk gezündet... ...und dann merkt man auch so wie es zum Revibrieren anfängt und so.

00:55:37: Und dauert sieben Sekunden bis der Schub aufgebaut ist und dann hebt die Rakete ab!

00:55:41: Das ist gar nicht so schnell tatsächlich weil die Rakette ja super viel Masse hat.

00:55:46: Da ist ja auch der ganze Treibstoff noch drin und so, die wird dann erstmal langsam vom Boden abgehoben sozusagen.

00:55:54: Ja, und dann baugt man aber recht schnell Geschwindigkeit auf.

00:55:57: Und ich glaube so in der Spitzengeschwindigkeit war dreifacher Scheigeschwindigkeit G-Kräfte waren so drei G auf dem Weg rauf, also praktisch dreifaches Körpergewicht was sozusagen auf einem gelastet hat.

00:56:17: Das war noch ganz gut auszuhalten weil man ist in bisschen so einer liegenden Position das heißt die Kräfte verteilen sich besser bei den ganzen Körper.

00:56:24: und ja dann nennt man es der Buster ausgebrannt und da geht die Phase durch Schwerelosigkeit los.

00:56:30: Also dass man auch angeschneit und dann wird doch plötzlich leise, weil es kriegt Backsettern aus und man fällt zu leicht vorne in seinen Sitz rein.

00:56:38: Also mein Fick hat so anzuschrieben, ich habe das Gefühl mein Feld zu ein bisschen sein Gult.

00:56:42: Und irgendwie war mein Gehirn total desorientiert und dachte die Kapsel hätte sich umgedreht.

00:56:47: also es ist mir vollgekommen jetzt hängig von der Decke runter.

00:56:49: Es war super lustig!

00:56:51: Dann hab' ich halt so ins Petz da geschaut und die Erde war aber noch so wie sie seien sollte und die Kapse war auch in der richtigen Position.

00:56:57: Und dann hat's ja auch meinen Gehirnen sofort wieder zurück orientiert und lustigerweise passiert das ganz vielen Leuten an dem Punkt Ja, und dann ist kurz danach der Booster abgesprengt.

00:57:07: Und dann darf man sich abschneiden!

00:57:08: Dann darf man rumfliegen... ...und da war ich mega überbältigt.

00:57:13: also wenn man so Videos von mir anschaut wie steht die ganze Zeit den Mund offen?

00:57:18: Ich weiß einfach gar nicht wo ich hinschauen soll oder was ich machen soll.

00:57:21: weil einmal natürlich die Schwerelosigkeit ist jetzt länger dar als zwanzig Sekunden Wie kannte ich auch schon.

00:57:27: aber man gewöhnt sich auch nicht einfach so durch ein Parabelflug eine Schwere-Losigkeit und das ist einfach trotzdem total Kassensgefühl.

00:57:35: Und gleichzeitig war natürlich der Blick, also auf meinen Hintergrund ist ein Blick aus der Kapsel.

00:57:39: Also genau von meinem Flug.

00:57:42: Ist natürlich mega und ich wusste gar nicht so, soll ich zuerst irgendwie auf die Erdoberfläche schauen oder man sieht ja auch hinter mir diese kleine blaue Atmosphäre.

00:57:50: Schicht hier... Ja.

00:57:53: Und die war super schön, also sie fand ich wirklich am... Die wird einfach der Erde so schön blau, so schön leuchtend blau eingehüllt und das Schwarz ist auch super schwarz.

00:58:03: Also viel mehr als wenn man jetzt in der Wüste oder so in den Himmel schaut wo ihr schon kaum nicht verschmutzt und guckt.

00:58:10: Dann hat sich die Kapsel mit drei Grad pro Sekunde gedreht aber es war verabsichtlicht und ab und zu scheint halt dann so die Sonne rein und der Kontrast halt zwischen der krassen Schwärze vom Allen, der Sonne ist einfach so hoch.

00:58:21: Und ja, es war wirklich einfach komplett mindlaut.

00:58:28: Michi das hier auf einer Seite hast du etwas überwältigen das erreicht?

00:58:32: Dass du vielleicht gar nicht so richtig vorgestellt hast und dann doch... Es gibt ja immer wieder dieses Gefühl dass wenn man so eigene Traumerfühlung durchlebt hat, dass danach eine gewisse Lehre entsteht.

00:58:47: Wie war es bei dir?

00:58:48: Also was ist jetzt als nächstes da, wie fühle ich das jetzt so ein Zielvarkum auf.

00:58:55: Ja, das ist eine gute Frage und ich glaube, so geht auch das Abschlusskapitel von meinem Buch los irgendwie... Was macht man wenn man mit den dreien, dreißig Jahren eines seiner größten Lebensziele erreicht hat?

00:59:05: Und das ist wirklich so!

00:59:06: Man hört's ja, ich will tatsächlich von der Leistung gleichsetzen oder so aber man hört sie auch so von Leuten die bei Olympia gewonnen haben oder so was.

00:59:16: Und dann einfach so viele Jahre darauf hingearbeitet haben und vielleicht auch das Maximum, wo das größte ist, was sie vielleicht in ihrer Karriere erleben können?

00:59:28: Ich hoffe dass es nicht das größter war sondern dass ich irgendwann tatsächlich um die Erde herumfliegen kann und eine orbitale Mission machen!

00:59:35: Ich weiß aber auch, dass das noch mal sehr viel unwahrscheinlicher als jetzt der Superbital Flug schon war.

00:59:40: Das heißt es ist nichts, wo ich irgendwie drauf bauen kann Kein Problem in fünf Jahren oder so, denke ich.

00:59:48: In der Umwelt und darauf freue ich mich jetzt, sondern es ist mir ein okay irgendwie war das solange mein Ziel?

00:59:54: Das war auch was, was mich immer motiviert hat.

00:59:58: Wie kann ich jetzt diese ganze Motivation die ich auch daraus noch gewonnen habe?

01:00:02: Ich hab mich ja noch motivierter gemacht und mir noch mehr gezeigt dass das was ich mache eigentlich genau das Wichtige für mich ist.

01:00:08: wie kann ich das vielleicht auf andere Bereiche umlegen?

01:00:12: Ich habe da noch nicht so die abschließende Antwort gefunden, aber bisher läuft es ganz gut.

01:00:16: Und warum das Buch?

01:00:18: Ja, ich hab einfach irgendwie so viel in den speziellen Themen erlebt und ich wollte mich so ganz... Das ist so verpufft

01:00:26: irgendwie!

01:00:27: Und hat mir dann erst gedacht, ich schreibe das für mich selber auf weil man vergisst, dass man die ganzen Gefühle und Emotionen, Man vergesst hier nicht ganz, aber die werden ja mit der Zeit schon schwächer.

01:00:36: Und wenn ich achtzig bin oder so kann ich mich vielleicht daran gar nicht mehr so richtig erinnern?

01:00:39: Also wollte ich das irgendwie für mich alles aufheben und irgendwo sozusagen aufbewahren.

01:00:44: Dann hat mir Jens, mit dem du ja auch schon ein Interview gemacht hast gesagt hey Michi!

01:00:50: Ich hab ja auch schön wicher geschrieben und überlebt doch mal ob du da ins Nicht-Auch-Veröffentlichen willst.

01:00:55: und dann hat er mir dabei geholfen also mich an seinen Agenten vermittelt und so... Und ich sage auch immer also der eine Teil meiner Mission ist und war astronautische Raumfahrt bei ihre Freiheit zu gestalten.

01:01:08: Und dieser technischen Probleme zu lösen, das war ein Set innerhalb der Raumfahrteindustrie ein bisschen zu ändern.

01:01:15: Der andere große Punkt ist aber in meinem täglichen Leben was ja auf der Erde stattfindet bin ich eben nämlich im Rollstuhl und ich sehe jeden Tag wie viele Hürden wir haben und wie schwierig es Leben als Rollstefahrer einfach ist.

01:01:29: Gleichzeitig habe ich halt vor meinem Unfall nichts mit dem Thema zu tun gehabt.

01:01:33: Ich habe mir nicht einmal Gedanken darüber gemacht, wie Leute mit Behinderung in unserer Gesellschaft klarkommen?

01:01:38: Keine Ahnung!

01:01:38: Hat für mich nicht existiert diese Frage und ich glaube das ist ganz ganz vielen Menschen so geht dass sie einfach mit dem thema Behinderungen auch überhaupt nicht in Berührung gekommen sind oder wenn dann vielleicht irgendwie auch ein schlechtes Bild darüber haben.

01:01:52: und deswegen habe ich mich entschieden zum Buch zu schreiben was beide Seiten abdeckt bis eine dieser Raumverhaltgeschichte erzählt oder dass das sozusagen der rote Faden ist, aber gleichzeitig... und Leuten auch ein bisschen was über Raumfahrt beibringen.

01:02:04: Ich meine, wir haben es ja gelesen, es sind kein Fachbuch über Raum Fahrt, aber ab und zu wird ein bisschen etwas erklärt so.

01:02:10: Genau!

01:02:10: Und gleichzeitig... Dass

01:02:11: man betalflug ist?

01:02:12: Ja,

01:02:13: gehen wir dann auch betal flug ist genau an solche Dinge halt.

01:02:17: Gleichzeitig wollte ich aber irgendwie auch erzählen, was sind eigentlich die Hürden, die ich gehabt habe und was sind auch so mentale Probleme?

01:02:24: weil Jeder von uns hat ja im Leben irgendwelche Hürden zu überwinden und wahrscheinlich auch mental mit irgendwas zu kämpfen.

01:02:30: Und wie bin ich vielleicht so damit umgegangen und so?

01:02:32: Ja, und daraus ist dann irgendwie das Buch entstanden und jetzt wird es sehr weit veröffentlicht am dreißigsten neunten und... Ich werd schon nervös!

01:02:42: Das kann mich danach vollziehen aber es wird ... Es wird schon ... So liebgeschrieben dass wir gut ankommen, ich bin mir sicher nicht.

01:02:51: Ich hoffe, ich hoffe.

01:02:52: Es ist schon ein spezielles Thema aber gleichzeitig auch doch nicht so speziell weil...

01:02:58: Ja?

01:02:58: Ich glaube das es nahbar, obwohl da soweit weg ist.

01:03:02: Michi vielleicht eine der letzten Fragen zu deinem Leben.

01:03:06: du arbeitest ja in einem extrem internationalen Umfeld mit sehr vielen Nationen.

01:03:13: Wie ist das?

01:03:15: Wie unterscheidest du dich von den anderen, von der Mentalität oder welche Mentalitäten fallen dir besonders auf.

01:03:22: Ja, das ist auch eine gute Frage!

01:03:24: Also erstmal mag ich das super gerne in einem internationalen Umfeld zu arbeiten also... Ich finde es total bereichernd wenn Leute aus allen wirklichen Ländern Ja, zusammenkommen.

01:03:36: Bei der ESA sind es natürlich die ESA-Mitgliedstaaten, die da irgendwie gemixt sind und ansonsten habe ich auch viel über den Paradelflug, über den Superbitalflug und so halt viel mit Amerikanern zusammen gehabt.

01:03:50: Im Habitat zum Beispiel war Maciej, war Pole oder ist Pole?

01:03:57: Dann hat mir einen aus Peru zwei Mädels aus den USA und mich also auch wieder komplett zusammen gewürfelt es mich offener gemacht hat.

01:04:06: Also ich würde jetzt sagen, dass ich da vorne nicht offen war aber ich glaube das bin weniger kritisch geworden weil so gerade also deutscher man merkt es vielleicht gar nicht aber man hat ja schon sehr die eigenen.

01:04:19: oder ja unsere Kultur bringt ja was mit sich was auch gut ist aber Irgendwie, wo es so Pünktlichkeit angeht und so.

01:04:28: Also zum Beispiel beim Mittagessen bei der ESA.

01:04:30: Die Deutschen immer die Ersten, die da stehen und die Italiener kommen zehn Minuten später.

01:04:34: Aber das ist halt deren Kultur!

01:04:35: Und das eine ist ja nicht besser als das andere... ...und ich glaube man wird dadurch einfach ein bisschen flexibler in seinem ganzen Denken und Tolerante haben.

01:04:43: Das finde ich gut.

01:04:45: Michi, gibt es einen Buch, dass dich in deinem Leben sehr stark geprägt hat?

01:04:51: Ein Buch, was mich sehr stark geprägt hat.

01:04:54: Ich weiß nicht ob es ein Buch ist vielleicht eher ein Film?

01:04:57: Also Star Wars halt auf jeden Fall einfach also das Star-Wars-Universum... Geschichte!

01:05:03: Ja die Geschichte.

01:05:05: Ansonsten hat gar nichts mit Raumfahrt zu tun und ich lese es lustigerweise gerade wieder nach vielen vielen Jahren.

01:05:11: Es ist tatsächlich Harry Potter.

01:05:13: Und ich glaube aus diesen Sachen ist immer mein Leben hier in so einer oder in diesem Geschichten eine ganze Und auch herrlich ist ja so eine Parallelwelt immer aufgebaut.

01:05:22: Und ich glaube, immer dieses Gefühl dass unsere Welt größer ist als sozusagen unser Erde.

01:05:30: Das fand ich schon immer faszinierend und ich glaub das ist oft das was ich überhaupt am Fahrt mit sehr faszINieren finde.

01:05:35: Sehr schön!

01:05:36: Und Michi gibt es einen Ratschlag den du als besten Ratschläge deines Lebens bezeichnen würdest?

01:05:42: Da gibt's viele.

01:05:43: aber wenn ich mich für allen entscheiden muss... Es ist glaube ich oder ich sage zwei, also einmal seine Träume nicht aufzugeben und weiter daran zu arbeiten auch wenn sie sehr unwahrscheinlich sind.

01:05:59: Und ich finde selbst wenn man da nie ankommt an seinem eigentlichen Ziel erreicht man auf dem Weg oft schon so viel mehr als man je gedacht hätte.

01:06:07: Also zum Beispiel wäre ich jetzt nicht ins All geflogen hätte ich trotzdem Parabelflug gemacht.

01:06:10: Ich habe in einem Habitat gelebt.

01:06:12: das ist ja auch schon alles super wild oder was ich vielleicht vorher gar nicht gedacht hätte und gar nicht auf den Plan hatte.

01:06:18: Also ich glaube, man muss diese Träume und Ziele haben.

01:06:23: Und die möglichst hochstecken aber nicht zu verbissen darauf sein dass genau das jetzt wahr werden muss.

01:06:28: Und dann halt Leuten sagen was man will weil niemand kann das riechen.

01:06:35: Man muss schon irgendwie kommunizieren und mitteilen was man eigentlich gerne machen würde.

01:06:40: Wenn man Glück hat finden sich Leute die haben dabei helfen.

01:06:43: Sehr schön!

01:06:44: Und dann die abschließende Frage Michi was ist für dich?

01:06:47: sind des Lebens.

01:06:53: Das ist ganz schön, das hat mich tatsächlich noch gar keiner gefragt!

01:06:59: Ich glaube, irgendein Impact zu hinterlassen?

01:07:05: Also ich meine nicht damit dass sich alle an eine berühmte Michi-Event aus zu erinnern sondern eher irgendwie unsere Welt ein Stück weit zu einem wässeren Ort gemacht zu haben... dass irgendwie so glücklich sein und Gesundheit, also einfach das... Dass man was hat, was ein Freude macht.

01:07:27: Das ist der Familie gutgeht, dass die auch Freude haben, ich glaube ja.

01:07:31: Und

01:07:31: zum Mix daraus!

01:07:33: Kennst du den Spruch per Speeratastra?

01:07:36: Ja.

01:07:37: Das würde auch zu dir gut passen.

01:07:39: Bestimmt.

01:07:40: Ich bedanke mich herzlich und wünsche dir auf deinem Wege in suborbitale und orbitale Früh, einfach sehr viel Rückenwind auch im Wartum.

01:07:52: Danke schön!

01:07:52: Danke dir für ein inspirierendes Gespräch lieber nicht.